10 Tipps zu Fernreisen mit Baby´s & Kleinkindern


1. Das Wichtigste vorab!

 

Reisen mit Babys und Kleinkindern ist durchaus etwas stressig! Natürlich ist es das! Das kann man nicht verneinen. Es fängt schon beim Packen an - so viele Dinge, die mit müssen. Mamas und Papas Kram passt mittlerweile zusammen in einen Rucksack. Ein paar Turnschuhe und Flip Flops lösen die acht High Heels ab und die 30kg Wickeltasche die hübsche Clutch von Michael Kors. Kein gechilltes Film gucken und Bier trinken im Flugzeug - da ist Kinder bespaßen angesagt. Der coole Ford Mustang ist nun ein Minivan. Und dann die Kosten! Teure Flüge, ein größerer Mietwagen, ein kleines Hotelzimmer tut es meist auch nicht mehr, Eintrittsgebühren, Essen... da kommt einiges zusammen. Aber hält uns das von unseren (Fern)reisen ab? NEIN! Reisen mit Baby´s und Kleinkindern IST anders als nur allein oder zu zweit - aber anders schön! Nämlich WUNDERSCHÖN! Warum? Man nimmt sich mehr Zeit, verweilt länger an einem Ort und kann dadurch mehr genießen & innehalten. Und genau darum geht es doch beim Reisen, oder? Kinder sehen die Welt mit anderen Augen und wenn man dies aufmerksam betrachtet und versucht, diesen Moment ebenso zu verinnerlichen, dann bleibt die Zeit stehen und du erinnerst dich später daran, wie du mit deinem Liebsten diese wunderbaren Minuten oder Stunden gemeinsam erlebt hast. Und das ist viel mehr wert, als von A nach B zu hetzen, um alles irgendwie mitzunehmen. Man lernt noch mehr Menschen kennen, denn Kinder sind kontaktfreudig. Und das sind nur ein paar Vorteile... Ich möchte meine Knirpse auf unseren Reisen nicht mehr missen. Ich will ihnen die Möglichkeit geben, die Welt kennen zu lernen. Und da nehme ich gern die ein oder andere stressige Situation auf mich. Denn was bleibt sind nicht die paar Stressmomente, sondern die wunderschönen Erinnerungen - gemeinsam mit meiner kleinen Familie.

 

Dessen muss man sich bewusst sein und hinterfragen: will ich das? Oder tut es der Center Parks nebenan auch? Gerade kleinen Kindern ist es egal, wo sie ihren Urlaub verbringen, Hauptsache Mama und Papa sind dabei. Und wenn die cool bleiben, steht einer Fernreise eigentlich nicht im Wege. Wenn ihr aber wisst, dass ihr bereits die Krise bekommt, wenn am Flughafen die Schlange am Check in Schalter zu lang ist und euer Knirps / eure Knirpse bereits hier drängeln, dann ist vielleicht eine Reise ins Allgäu die bessere Alternative. Seid ihr nervös und unsicher, sind es eure Kinder auch. Ihr kennt euch am besten, also entscheidet selbst, ob ihr euch und euren Liebsten das zutraut oder lieber noch ein paar Jahre wartet. Solltet ihr euch FÜR das Familienabenteuer entscheiden, helfen euch vielleicht meine Tipps, die ihr weiter unten findet. Ich wünsche euch jedenfalls viel Spaß, ob im Center Parks oder in der Südsee :) 

 

P.S.: Wir waren mit Nora bereits auf einer Rundreise in Costa Rica, als sie fünf Monate alt war, an der Côte d’Azur als sie ein Jahr alt war und in Namibia als sie 15 Monate alt war. Timo (und Nora selbstverständlich ;-) ) war bisher mit zwei Monaten in Kroatien, mit 5 Monaten in Dubai und auf den Seychellen sowie mit 16 Monaten auf Hawai'i (am Reisebericht wird aktuell gearbeitet).


2. Die Wahl des Reiseziels

 

Ihr wollt nicht in den Center Parks nach Holland oder mit gefühlten 10.000 anderen Familien um die begehrten Liegenplätze am Strand von Italien oder Spanien streiten? Ihr wollt fremde Kulturen kennen lernen und einsame Orte erkunden? Exotisch soll es auch sein und vielleicht sogar etwas abenteuerlich? Dann ist eine Fernreise unumgänglich. Natürlich kann man auch in Europa fernab der Touristenströme schöne Orte entdecken - keine Frage. Aber uns zieht es meist in die Ferne - unter 10 Flugstunden suche ich erst gar nicht nach neuen Reiseideen ;-) Und oftmals ist es, gerade in der heutigen Zeit, gar nicht so einfach, ein "perfektes" Reiseziel für die ganze Familie zu finden. Es kommt dabei auch auf viele verschiedene Punkte an:

  • Reisezeit: Welcher Reisemonat soll es sein und wie ist das Wetter vor Ort?
  • Reisedauer: wie lange wollt oder könnt ihr unterwegs sein?
  • Gesundheit: Gibt es vor Ort Krankheiten (wie zum Beispiel Malaria), die das Reisen mit Kindern erschweren oder sind spezielle Impfungen vorgesehen, die Ihr euren Kindern nicht zumuten möchtet?
  • Sicherheit: Wie ist die aktuelle Sicherheitslage vor Ort und gibt es eventuell Reisewarnungen? (Auswärtiges Amt)
  • Flüge: Wie sind die Flugverbindungen/Flugzeiten?
  • Interessen: Welche Aktivitäten habt ihr geplant und sind diese mit euren Kindern aktuell machbar (Safaris, Tauchen/Schnorcheln, Bootstouren, Trekking...)

Habt ihr alle für euch relevanten Punkte abgehakt, bleiben vielleicht gar nicht mehr so viele Länder übrig.

 

Meine Top 3 der perfekten Fernreiseziele für Familien:

  1. Namibia 
    • für Kleinkinder ab 1 Jahr, aber auch schon früher, geeignet
    • abwechslungsreiche Rundreise (Dünen, Meer, Safari)
    • Safari als Selbstfahrer mit vielen Tiersichtungen
    • kinderfreundlich
    • kaum Zeitverschiebung
    • Direktflüge möglich
    • keine Malaria (bis auf den Nordosten) & keine Impfungen
  2. Seychellen
    • auch für die Kleinsten geeignet
    • Baden, Fahrrad und Boot fahren oder Riesenschildkröten anschauen macht auch den Knirpsen Spaß 
    • kurze Entfernungen zwischen und auf den Inseln
    • keine Malaria, giftigen Tiere oder sonstige tropische Krankheiten
    • nur 2/3 Stunden Zeitverschiebung
    • Stopover, z. B. in Dubai, möglich
  3. Costa Rica
    • auch für die Kleinsten geeignet
    • extrem kinderfreundlich
    • sehr geringes Malariarisiko in nur wenigen Gebieten
    • abwechslungsreiche Rundreise (Regenwald, Strand, Vulkane, Wasserfälle, Tiere)

Braucht ihr immer noch Hilfe bei der Entscheidung? Dann empfehle ich euch dieses Buch: "Urlaubsreif? 100 Länder, 5000 Ideen", von National Geographic Deutschland.


3. Ganz wichtig: die ärztliche Versorgung vor Ort!

 

Ihr kennt das sicherlich: hinfallen, einklemmen, ausrutschen, in irgendetwas reintreten, etwas verschlucken und und und. Meist geht es glimpflich aus und es reichen Mamas Schmuseeinheiten, pusten und ein buntes Pflaster. Aber was, wenn das nicht der Fall ist und ihr benötigt ärztliche Hilfe? Dann sollte diese in nächster Nähe sein. Und am besten noch auf europäischem, am allerliebsten natürlich deutschem Standart. Das ist nicht immer der Fall. Deshalb gilt vor jeder Reise: eine Auslandsreisekrankenversicherung abschließen! Die gibt es als Familienversicherung sehr günstig. Ich kann die HUK Coburg empfehlen, die hat uns immer und ohne Probleme sehr geholfen. Ansonsten ist es wichtig, dass ihr euch vor Ort die Notfallnummern am besten schon ins Handy einspeichert und die Adressen der Krankenhäuser sowie Notfallkliniken/Ambulanzen notiert und euch über den Standard vor Ort informiert. Im Ernstfall erstattet die Krankenversicherung dabei meist die Kosten in voller Höhe. Oftmals gibt es auch Privatkliniken, die über eine bessere Ausstattung verfügen. Dies kostet natürlich etwas mehr, aber wenn es um die kleinen Schätze geht, sollte das kein Thema sein. 


4. Rundreise oder an einem Ort bleiben?

 

Je nach Reiseziel stellt sich die Frage, ob ihr lieber an einem Ort bleiben wollt, oder eine Rundreise machen möchtet. Wir persönlich bevorzugen Rundreisen, organisiert auf eigene Faust. So bleiben wir flexibel und können uns anschauen, was wir wollen und das auch so lange wir wollen. Und wir sitzen nicht mit 20 anderen Touristen in einem Reisebus zusammengequetscht mit Fotostopps an den angeblich wichtigsten Sehenswürdigkeiten und das zu den besten Stoßzeiten, an denen alle anderen Touris ebenso aus den Bussen stolpern - und das noch mit Kindern! Der Horror!

 

Die Entscheidung liegt bei euch; hier gebe ich euch ein paar Tipps für eure Überlegungen:

 

Vorteile einer Rundreise mit Kindern:

  • ihr seht mehr vom Land und lernt die Einheimischen kennen
  • es kommt kein Langeweile auf
  • auf den Autofahrten haben gerade Kleinkinder & Babys die Möglichkeit zu schlafen
  • sollte eine Unterkunft doch mal nicht euren Vorstellungen entsprechen, ist ein Wechsel absehbar

Nachteile einer Rundreise:

  • das häufige Ein- und Auspacken der vielen Sachen (wer schon mal mit Kindern auf reisen war, weiß was das bedeutet)
  • die Entspannung bleibt dabei ein wenig auf der Strecke
  • die Vorplanung zu Hause (Gerade mit Kindern sollte man einiges im Voraus buchen und das kostet Zeit. Bei kurzfristigen Buchungen kann das ein Problem sein.)

Tipp: am Ende der Reise vier oder mehr zusammenhängende Nächte in einer schönen Unterkunft buchen, dann bleibt auch die Entspannung nicht auf der Strecke.


5. Was muss mit, was darf zu Hause bleiben? 

 

Der Horror aller Eltern vor einer Reise: das Packen! Die Sachen der Eltern passen dabei meist zusammen in einen Rucksack während der Kram für die Kleinen drei Riesenkoffer einnimmt. Buggy, Autositz und Reisebett noch nicht eingeschlossen. Wichtig ist dabei zu beachten: was schreibt die Fluggesellschaft vor. Bei Flügen mit Kindern ist zusätzliches Gepäck oft kein Problem, gerade bei Fernreisen. Eine extra Tasche als Handgepäck, Buggy und Kindersitz sind fast immer kostenfrei zugelassen. Fragt da aber immer nochmal bei eurer Fluggesellschaft nach.

Für Kinder ab 2 Jahren muss ein eigener Sitzplatz gebucht werden, deshalb haben sie auch Anspruch auf das selbe Gepäck wie wir - nur Tragen können sie es natürlich nicht, das sollte man bedenken! Kommt noch ein Buggy und sogar eine Babyschale für den Mietwagen mit hinzu, wird es schnell schwierig. Also heißt es, genau überlegen, was wirklich mit muss. Anbei ein paar Vorschläge:

 

Packliste für die Kleinkinder & Babys (für warme Reiseländer):

 

  • Unterlagen: Reisepässe (Kopien, Handyfotos), Buchungsunterlagen ausgedruckt und auf dem Handy, Versicherungsnummern, wenn nötig Impfpässe
  • Baby-Equipment:
    • Reisebett: in der Unterkunft nachfragen, ob diese über ein Babybett verfügt (Moskitonetz mitnehmen)
    • Babyschale: oft gibt es vor Ort leider nur Kindersitze und keine Babyschalen für den Mietwagen. Sicherheit geht hierbei vor, daher nehmen wir den Maxi Cosi immer mit. Vorher fragen lohnt aber dennoch, dann kann er ggf. doch zu Hause bleiben.
    • Hochstuhl: in den Unterkünften erfragen, gibt es in den Restaurants fast überall vor Ort. Empfehlung: der Roba Boostersitz
    • Tragetuch anstelle von Buggy/Kinderwagen 
    • Windeln & Feuchttücher für die ersten Tage (fast überall gibt es die bekannte Marke vor Ort zu kaufen)
    • Schwimmwindeln: ein paar (für den Pool ja, für das Meer unnötig)
    • Babyfon
    • Decken (Meist gibt es auch welche im Flugzeug. Im Sommerurlaub reicht eine dünne Decke aus.)
    • 1 Schlafsack, falls die Klimaanlage doch über Nacht abbleiben muss (Achtung: in manchen Ländern, wie Namibia oder Südafrika, aber auch in den höheren Lagen Costa Ricas, wird es nachts empfindlich kalt!)
    • Pflegeprodukte: Wundschutzcreme, Zahnpasta, Zahnbürste, Sonnencreme, After Sun, Kamm, Haarschmuck
  • Reiseapotheke: Zahnschmerzmittel, Fiebermittel, Fieberthermometer, Abschwellende Nasentropfen/Meersalz-Nasentropfen, Pflaster, Mullbinden, Schere, (Zecken)Pinzette, Hautdesinfektionsmittel, Elektrolyte, Kühlende Salben/Kühlkissen, Mückenschutz & ggf. weitere spezielle Medikament
  • Klamotten: weniger ist mehr, besser ab und zu waschen! Wichtig: Sonnenhüte, Sneaker und Sandalen, Badeschuhe, Socken, Bodys/Unterwäsche, kurze & lange Shirts, kurze & lange Hosen, Kleidchen, Pyjamas
  • Spielzeug: fast unnötig, Kinder finden immer etwas zum Spielen. Wichtig: Lieblingskuscheltier, etwas Neues für den Flug zur Beschäftigung (z. B. Reise-Magna Doodle, Puzzle...) ggf. Sandspielzeug & Schwimmflügel, wenn nötig 2-3 Schnuller
  • Essen: nur für den Flug und ggf. etwas Bekanntes von daheim, bis man einen passenden Shop gefunden hat (z. B. Lieblingskekse, Müsli- und/oder Fruchtriegel)
  • Nützliches: Reisewaschmittel (anstelle von vielen Wechselklamotten), handliche PicknickdeckeMicrofaserhandtuch, kompakte Strandmuschel, Strandtasche, (Sonnen)Schirm

Auf Fläschchen, Milchpulver oder Babybrei haben wir immer verzichtet, da unsere Knirpse entweder noch voll gestillt wurden (das ist natürlich am praktischsten auf Reisen) oder bereits bei uns mit gegessen haben. Milchpulver oder Fertigbrei haben sie nie bekommen. Solltet ihr dies aber benötigen, dann gibt es vor Ort in fast jedem Supermarkt Babynahrung zu kaufen.

 

Stillkissen, Kindergeschirr- und Besteck, 10 Decken & Mulltücher, Windeln & Spielzeug oder sogar 1-2 "Outfits" pro Tag... schleppt euch nicht unnötig mit diesem Zeug ab. Waschen kann man überall, Windeln gibt es fast immer zu kaufen und auch alles andere, sollte euch doch mal etwas fehlen, lässt sich auftreiben - schließlich gibt es in jedem Reiseland auch Kinder, die dort aufwachsen :) Also: entspannt bleiben - weniger ist mehr (außer bei der Sicherheit eurer Schätze und der Reiseapotheke).


6. Wie "übersteht" man den Flug?

 

Wir früher zu zweit: mit Kopfhörern auf den Ohren, einem guten Film und ner Flasche Wein oder Dose Bier und nach der Pasta oder dem Hühnchen ein Nickerchen mit Oropax und Augenmaske sowie Vorfreude auf das was noch kommt oder auf dem Heimflug etwas mehr Wein zur leicht wehmütigen Stimmung, bald wieder in den Alltag einzutauchen.

Wir heute zu viert: mit einem Kind auf dem Schoß und einem auf dem Mittelsitz, viel zu wenig Platz für alle Tabletts mit den Mahlzeiten, Windelwechseln auf dem viel zu kleinen Klo und dem Suchen nach allerlei Krimskrams und den drei riesigen Taschen über, unter und neben einem. Und dabei habe ich die meiste Zeit über meine Brüste zum Stillen draußen ;-) 

Zugegebenermaßen klingt das wenig entspannend, aber mit der Anzahl der Flüge (und Anzahl der Kinder ;-) ) kommen die Erfahrungen, die ich hier gerne weitergebe:

  • Vorab:
    • Fluggesellschaft: Auch wenn es oft etwas mehr kostet - ich fliege lieber mit einer kinderfreundlichen Airline, als mit einer Fluggesellschaft, wo ich von vornherein schon weiß, dass die nächsten 10 Stunden eine halbe Katastrophe werden. Delta Airlines ist leider so ein Kandidat, wie ich im Reisebericht Costa Rica auch etwas ausführlicher beschrieben habe. Top Airline für das Reisen mit Kindern: Emirates! Extrem kinderfreundlich mit bevorzugter Behandlung bereits am Flughafen, nach Möglichkeit bekommt man einen Platz in der erste Reihe mit super viel Beinfreiheit, die Kleinen bekommen jede Menge Spielsachen, Decken, Windeln und Feuchttücher und Kindermenüs (bereits einige Minuten vor den Eltern, was sehr praktisch ist) und es wird ein (peinliches aber witziges) Familienfoto von einem gemacht, wenn man das möchte :-). Die beste Airline, mit der ich jemals geflogen  bin, mit oder ohne Kids. Im Reisebericht Seychellen (in Bearbeitung) werde ich demnächst noch ausführlicher berichten.
    • Flug- und Umsteigezeiten: Wir haben schon einige Konstellationen ausprobiert, Nachtflüge, Tagflüge, Stopover oder Direktflüge und sind zu folgendem Ergebnis gekommen: Tagflüge sind für uns aktuell die beste Variante und ein Stopover bei langen Flügen ist für alle am angenehmsten. Unsere Knirpse sind im Moment 2,5 Jahre und 5 Monate alt - das da einer auf dem Nachtflug nicht schläft, ist nicht unwahrscheinlich und wir nehmen lieber Rücksicht auf die anderen Fluggäste, sofern das machbar ist. Viele Reisende, die wir getroffen haben, bevorzugen mit den Kleinen Nachtflüge. Das muss jeder für sich entscheiden, ihr kennt eure Kinder am besten. 
    • Stopover möglich und sinnvoll? Ist der Flug sehr lang, kann man oftmals einen Stoppver für ein oder mehrere Nächte einlegen. Wir haben 3 Nächte in Dubai übernachtet, als wir auf die Seychellen geflogen sind. Das war eine prima Idee und Dubai ist zudem noch sehr sehenswert und ein tolles Ziel für die Kleinen. Auf der Rückreise hat uns eine Nacht gereicht. Schaut im Internet nach, ob und welche Stopover-Möglichkeiten es für euer Reiseziel gibt.
    • Sitzplätze: Kinder unter 2 Jahren benötigen noch keinen eigene Sitzplatz und können auf dem Schoß mit fliegen. Ihr könnt ggf. (je nach Gewicht des Kindes) ein Babybett, also ein sogenanntes Bassinet, bei der Airline anfragen. Die meisten Fluggesellschaften bieten das an. Voraussetzung dafür ist ein Platz in der ersten Reihe vor einer Wand, an der das Bassinet befestigt wird. Oftmals kann man diese Reihe nicht online buchen, daher ist ein Anruf bei der Airline sinnvoll, um sich das Babybett bestätigen zu lassen. Folgendes Problem gibt es aber oft: das Flugzeug wechselt und ihr habt zwar euer Babybett bestätigt, aber nicht mehr die dafür erforderlichen Plätze. Dann müsst ihr beim Check In oder im Flugzeug Glück haben, das euch das Bordpersonal auf die richtigen Plätze setzt. Sind die vergeben und möchte der andere Fluggast nicht tauschen, bleibt nichts anderes übrig, als euren Schatz auf den Schoß zu nehmen. Bei Flügen, die nicht ausgebucht sind, setzen euch die Stewardessen meist in eine freie Platzreihe, so dass euer Knirps/eure Knirpse einen eigenen Platz hat/haben. 
    • Gepäckrichtlinien: Hat euer Knirps einen eigenen Sitzplatz, gelten sie selben Richtlinien wie für euch. Sitzt das Kind auf dem Schoß, gelten andere Regeln (oft darf dann ein zusätzliches Gepäckstück bis 10 kg mitgenommen werden, aber da vorher bitte nachlesen. Ein Buggy, (flugtauglicher) Kindersitz sowie eine extra Tasche darf meist auch kostenlos mit an Bord. Auch muss beim Reisen mit kleinen Kindern nicht alles in diese kleinen durchsichtigen Beutel verpackt werden (was auch niemals funktionieren würde). Babynahrung und Medizin darf ganz normal mit ins Handgepäck. Normalerweise sind die Airlines beim Reisen mit den Kleinen ziemlich kulant. Macht euch aber bitte bei eurer Airline vor der Reise mit den Richtlinien vertraut. 
    • Sicherheit: Ein Baby auf dem Schoß wird meist mit einem zusätzlichen Gurt am Gurt des Erwachsenen gesichert. Habt ihr einen extra Sitzplatz gebucht und einen flugtauglichen Auto-Kindersitz könnt ihr euren Schatz auch dort anschnallen, was wahrscheinlich am sichersten ist. Für ein Kleinkind ab 2 muss ein eigener Sitzplatz gebucht werden und dort muss es auch bei Start und Landung sowie bei Turbulenzen sitzen.
    • Nochmal nachhaken: Vor jeder Reise gilt: kurz vorher die Airline noch mal anrufen und sich ggf. Flugänderungen und auch das Babybett noch mal bestätigen lassen. So weiß man, was auf einen zukommt, sollte sich doch mal das Flugzeug ändern. 
  • Am Flughafen:
    • Check in planen, ggf. vorher am Abflugort übernachten? Am praktischsten ist es natürlich, in der Nähe des Heimatortes abzufliegen. Das geht aber nicht immer. Wenn der Flug sehr zeitig geht, übernachten wir gern in Flughafennähe, um nicht allzu zeitig aufstehen zu müssen. So startet die Reise mit den Kleinen deutlich entspannter, als sie nachts im 3 wecken zu müssen. Eventuell könnt ihr vorher bereits am Flughafen ein paar eurer Gepäckstücke einchecken, so habt ihr am Abflugtag nicht alles zu schleppen. Alles, was ihr an Daten vorher online eingeben könnt, solltet ihr auch tun, denn das spart Zeit im Flughafen (Passdaten etc.). Das selbe gilt für den Online-Check-In. 
    • Parkplätze am Flughafen: Wir fahren gern mit dem eigenen Auto, so bleiben wir flexibel und müssen - neben unseren 2 kleinen Kindern - nicht noch die gefühlten 10 Koffer in den Zug quetschen. Verlockend ist es natürlich, wenn die Fluggesellschaften kostenlos ein Zug-zum-Flug-Ticket anbieten, aber wir bevorzugen mittlerweile doch die bequemere Variante. Wenn man sich rechtzeitig um einen Parkplatz am Flughafen kümmert, gibt es oft Frühbucherrabatte. Man muss auch nicht direkt gegenüber parken, oft gibt es kostenfreie Shuttles von und zu den Urlauberparkplätzen. Falls ihr in einem Flughafenhotel übernachtet, gibt es oftmals Angebote für Park and Ride. Tipp: mit dem Gepäck und Kindern am Flughafen absetzen lassen und den Partner parken lassen, so erspart man sich die Schlepperei und hat schon einen Kaffee Vorsprung ;-)
    • Genug Zeit einplanen: Ihr kennt das: das muss die Große UNBEDINGT noch eine Brezel haben und den Kofferkuli austesten und der Kleine macht nochmal ordentlich in die Windel, am besten gleich noch in den Body und die Hose. Die ein oder andere Panne und Verspätung ist mit Kindern meist vorprogrammiert, daher solltest ihr genügend Zeit am Flughafen einplanen, damit es zum Schluss nicht stressig wird. Aber zu früh da sein, ist auch zermürbend, daher ist Planung da A und O für eine entspannten Start in den wohlverdienten Urlaub. Wir sind - bei einer Fernreise - meist 2 Stunden vorher da - Online Check In vorausgesetzt. 
    • Vorteile mit Kindern in Anspruch nehmen: Mit Kindern genießt man bei einigen Fluggesellschaften spezielle Vorteile, wie bevorzugte Behandlung beim Check In oder bei der Sicherheits- und Passkontrolle. Oft kommt schon jemand auf euch zu und zeigt euch den Weg zur kürzesten Schlange oder lässt euch direkt vor. Im Ausland häufiger als in Deutschland, aber Deutschland ist ja bekanntlich nicht das kinderfreundlichste Land... Manche Airlines leihen am Flughafen zudem kostenlos Buggys aus. 
  • An Bord:
    • Kindermenüs: Gibt es bei allen größeren Fluggesellschaften und kann man vorher buchen. Meist bekommt man die Menüs bereits vor dem eigenen Essen, was sehr praktisch ist. So kann man erst den Nachwuchs verpflegen und sich dann um den eigenen Hunger kümmern. Wir nehmen auf Reisen immer noch etwas bekanntes von daheim mit, sollte es doch mal nicht schmecken. Eine Brezel vom Flughafen, ein Frucht-Quetschi und Müsliriegel sowie Knabberbrezeln oder Kekse bieten sich an. Wird eurer Knirps noch gestillt oder bekommt Flaschenmilch, wird diese gern vom Bordpersonal für euch erwärmt. 
    • Entertainment für die Kleinsten: Babys brauchen nicht viel, ein Greifling und eine (leise) Rassel reichen aus, es gibt an Bord oder in Mamas Tasche genug zu entdecken. Ist der Knirps nicht mehr so leicht zu befriedigen ist es von Vorteil, man kauft vorher etwas neues, was erstmal eine Weile erforscht werden muss. Unsere Tochter ist 2,5 und liebt Bücher oder ihre Maltafel. Die Maltafeln gibt es auch in klein für unterwegs. Ein Buch vom Flughafen ist für die Kleinen natürlich sehr interessant - Nora hat es ständig angeschaut und mit ihren Erlebnissen am Flughafen und im Flugzeug verglichen. Ansonsten gibt es an  Bord bei manchen Fluggesellschaften Spielsachen, die natürlich erstmal interessant sind. Und das Highlight sind natürlich die Kinderfilme und Spiele auf dem eigenen Monitor, den es ja mittlerweile in fast allen Airlines gibt. Nora hat sich in "Findet Dorie" verliebt :) 
      Weiter tolle und platzsparende Ideen: Minipuppe zum An- und Umziehen, ein Mini-Spiel für unterwegs oder ein Puzzlebuch. Und natürlich darf das Lieblingskuscheltier nicht fehlen :)
    • Zusätzliche Decken & Kissen: Gibt es genug im Flugzeug, sonst auch auf Nachfrage. So spart man sich einiges an Gepäck. Ich liebe die Mulltücher von Aden & Anais in der praktischen Mini-Tasche. Perfekt für unterwegs und praktisch als dünne Decke, Sonnenschutz oder zum Kuscheln. Die reicht uns meist aus. 
    • Weniger ist mehr: Früher haben wir so viel Kram für alle Eventualitäten mitgenommen, heute sind wir entspannter. Es ist sehr nervig, in 3 Beuteln die grade dringend benötigten Sachen im engen Flieger zu suchen. Zum Schluss braucht ihr ohnehin nur einen Bruchteil davon. Wichtig ist ggf. benötigte Medizin und Lebensmittel, Windeln und Feuchttücher (Wickeltasche für unterwegs), etwas Spielzeug und das Lieblingskuscheltier, Wechselsachen, falls mal ein kleiner "Unfall" passiert, falls benötigt ein Schnuller und natürlich die eigenen Sachen sowie Reiseunterlagen und Pässe. 

Zum Schluss: Immer freundlich und ruhig bleiben! Das Boden- und Bordpersonal kann euch besser Plätze geben, muss es aber nicht. Daher ist es natürlich von Vorteil, wenn man von Anfang an einen guten Start zusammen hat. Und schließlich geht es ins Familienabenteuer - da sollte man ohnehin mit besonders guter Laune und einem Lachen im Gesicht unterwegs sein :-) Und je entspannter ihr seid, umso entspannter und eure Schätze. 

 

Guten Flug! 

 


7. Der Mietwagencheck

 

Auf Rundreisen ist er unerlässlich - der Mietwagen. War es sonst vielleicht der kleine günstige Flitzer oder auch ein sexy Ford Mustang ist es nun sicher die Mittelklasselimo oder der Minivan, denn andernfalls ist es nahezu unmöglich, mit den Kleinen und all dem Gepäck von A nach B zu kommen. 

Am besten ihr mietet das Auto bereits von Deutschland aus, das ist in den meisten Fällen am günstigsten. Oftmals kann man auch kostenfrei bis 24h vor Anmietung stornieren.

 

Mit Kindern sollte man bei der Anmietung ein paar Sachen - neben den üblichen Dingen, wie Selbstbehalt, Versicherung, Tankregelung, Zusatzfahrer, Navi etc. - beachten:

  • Ist die Größe des Autos ausreichend für euer Gepäck?
  • Gibt es vor Ort Kindersitze und/oder Babyschalen? Es fallen meist Extrakosten an.
  • Gibt es in dem angemieteten Auto überhaupt Gurte für die Kindersitze?
  • Auf Safari: ist das Auto hoch genug, dass auch die Kleinsten etwas sehen können?
  • Bei Bergtouren: reicht die Leistung des Motors aus? Blöd, wenn man zu zweit stecken bleibt, noch blöder mit den Knirpsen an Bord.
  • Habt ihr an Sonnenschutz (Blenden, Rollos) gedacht? Die Autos vor Ort sind damit nicht ausgerüstet.
  • Habt ihr Beschäftigung für die Kleinen dabei, falls der Ausblick mal nicht so interessant sein sollte? Kleine Bücher, Magna-Doodle für die Reise (Vorsicht bei Anfälligkeit für Reisekrankheit/Übelkeit) oder auch ein Hörbuch sind hier ganz hilfreich und nehmen nicht viel Platz ein.

Vor Ort sollte das Auto, neben dem Check auf vorhandenen Schäden (sind diese bereits protokolliert?), in jedem Fall auf Sicherheit überprüft werden. Gurte, Reifendruck, Kindersitze... - hier darf man keine Abstriche machen! Notfalls besteht auf einen anderen Mietwagen. Klärt auch ab, wie ihr euch bei einem Unfall oder einer Reifenpanne verhalten sollt. Dann seid ihr im Ernstfall vorbereitet und könnt schnell handeln. 

 

Ist alles abgeklärt heißt es endlich: auf ins Abenteuer :-)


8. Die perfekte Unterkunft

 

Je kleiner die Kinder sind, umso tiefer schlafen sie. Man kann mit ihnen in einem Zimmer sein und nebenher fernsehen oder sich normal unterhalten, ohne dass sie gestört werden. Bei Nora war das bis zum 5./6. Monat kein Problem, bei Timo bis zum 4./5. Monat. Da reicht die Buchung eines Zimmers völlig aus. Danach wird es schon schwieriger, eine geeignete Unterkunft zu finden, denn alle vier in einem Zimmer heißt für uns, spätestens um 19:30/20:00 Uhr mit den Knirpsen ins Bett zu gehen. Natürlich kann man auch mit den Kindern bis spät abends unterwegs sein und oder im Zimmer den Abend gemeinsam ausklingen lassen. Wir persönlich halten aber Ihren Schlafrhythmus auch im Urlaub - bis auf wenige Ausnahmen -  ein. So sind die Kinder entspannter und haben ihre Routine, die sie brauchen und lieben. Deshalb suchen wir nur Unterkünfte mit zwei Schlafzimmern. Bei kurzen Aufenthalten funktioniert es auch mal in einem Zimmer oder in warmen Urlaubsregionen tut es auch die Terrasse oder der Balkon am Abend. Aber angenehmer ist ein eigenes Zimmer für die Kleinen. Dies ist auf den Seiten der Hotelportale teuer und schwer zu finden. Meist gibt es nur Familienzimmer, also größere Räume oder man muss zwei Doppelzimmer buchen. Deshalb suche ich am liebsten Unterkünfte über Airbnb. Dort findet man öfters passende Appartements und hat auch noch die Chance, mit den Einheimischen in Kontakt zu kommen und mehr über Land und Leute zu erfahren. Alternativ gibt es oftmals auch Ferienhäuser oder Bungalows über booking.com zu mieten. Weiterhin wichtig für uns ist eine ausgestattete Küche oder zumindest kleine Küchenzeile und ein Balkon oder Veranda für die Abendstunden zu zweit. Frühstück sollte es geben (ich hasse es, im Urlaub Frühstück zuzubereiten...) und eine Bar sowie ein kleiner Pool sind perfekt für uns! Dann sind wir höchst zufrieden. Natürlich sind wir nicht sauer, wenn es für die Knirpse Annehmlichkeiten wie einen Kinderpool oder eine Schaukel bzw. Spielzeug gibt, aber das ist kein Muss. Ein Parkplatz - möglichst kostenfrei - ist auch wichtig, wenn man nicht mehrmals am Tag mit zwei Kindern und Gepäck zum Auto in der Seitengasse 2 km entfernt laufen möchte. Von Vorteil sind auch Kinderstühle und Babybetten, das lässt sich vorher erfragen. Nicht selten verlangen sie aber eine Gebühr für das Babybett. Eine Klimaanlage ist Fluch und Segen zugleich, da sie für eine willkommene Abkühlung sorgt, man sich aber auch schnell erkälten kann. Wir benutzen sie mit Kindern kaum noch. Was von großem Vorteil ist sind Strandbadetücher. Diese nehmen im Gepäck oft viel zu viel Platz weg. Viele Strandhotels haben sie ohnehin, aber gerade Unterkünfte, die weiter im Inland liegen oder über Airbnb bei Privatleuten gebucht wurden, haben keine Strandtücher. Fragen kostet nichts und so hat man wieder ein paar Kilo weniger zu schleppen. Das gleiche gilt für Fön oder Duschbad + Shampoo. Wichtig ist auch eine Grundausstattung an Sicherheitsartikeln dabei zu haben: wie z. B. Steckdosen- und Kanten-/Eckenschutz.

Achtung: oftmals gibt es Adults only Hotels, die keine Kinder akzeptieren. In Costa Rica war das oft der Fall. Nicht selten steht das ziemlich weit unten in der Hotelbeschreibung, daher heißt es hier aufpassen. Anfragen kann man immer, hat bei uns aber leider nichts gebracht. Grund ist entweder die Beschaffenheit der Anlage (zu gefährlich, steile Abgründe etc.) oder einfach, weil man keine Kinder dort haben möchte. 

Was für uns nicht in Frage kommt, sind Familien- oder Clubhotels! Da sind mir eindeutig zu viele Kinder :-P und das Überangebot für die Kleinen bewirkt meist das Gegenteil von Urlaub: vom Pool zur Abenteuerspielplatz, schnell weiter zum Streichelzoo und dann noch einen Abstecher in den Kinderclub - nein danke. Die Kinder sind abends überdreht und kommen nicht runter, das ist nicht unser Ding. 


9. Essen mit den Kleinsten

 

Am einfachsten mit Baby(s) und/oder Kleinkind(ern) auf Reisen zu gehen ist während der Stillzeit oder nach der Breizeit, wenn sie schon normal mitessen. So hat man quasi gar nichts mitzunehmen. So haben wir es immer gemacht und machen es auch heute mit unserem Zweitgeborenen wieder so. Sollte dies bei euch nicht möglich sein, müsst ihr an einiges denken: Milchpulver, Flaschen, Flaschenreiniger, Flaschenwärmer und was man noch alles für ein "Flaschenkind" so benötigt. Während der Breizeit wird es noch schwieriger, daher solltet ihr euch erstmal folgende Frage stellen: Gläschen oder selber kochen? Wenn ihr Gläschen mitnehmt, wie viele müssen das sein und wie schwer wird das ganze oder gibt es vor Ort welche zu kaufen? Kocht ihr selber müsst ihr einen Pürierstab mitnehmen und benötigt eine Unterkunft mit einer ausgestatteten Küche. Dann müsst ihr vor Ort einkaufen und kochen. Besser ist es daher eventuell, in der Zeit auf Fertiggläschen zurück zu greifen, auch wenn man - wie ich z. B. - kein Fan davon ist. Aber man selbst möchte ja auch etwas Freizeit haben und nicht nur im Supermarkt und vor dem Herd stehen. Aber ob euer Schatz das dann auch mag, wenn er eure gute Hausmannskost gewohnt ist, ist fraglich. Daher am besten schon vor der Reise ab und zu mal probieren und daran gewöhnen. Dann stellt sich die Frage, ob ihr den Brei hier kauft und mitnehmt (Platz- und Gewichtsprobleme auf dem Flug) oder vor Ort kauft (gibt es dort Brei, wie teuer ist er, eventuell Sprachprobleme...). Das Erwärmen ist eigentlich nie ein Problem. Ob im Flugzeug, Hotel oder Restaurant: einfach fragen und ihr bekommt Babys Essen/Milch schnell aufgewärmt. Vorher aber bitte noch mal die Temperatur prüfen. Auf dem Flug dürft ihr die benötigte Nahrung für eure kleinen Lieblinge ohne Probleme mitnehmen. Wenn die Knirpse dann irgendwann normal essen, ist es wieder einfacher, aber auch nicht einfach ;-) Denn vor Ort schmeckt es anders und das kommt nicht immer gut an. Aber Nudeln, Pommes oder Reis sind bei fast all unseren kleinen Gourmets beliebt und das gibt es auch überall in Kinderportionen zu bestellen. Für den Flug und ab und zu für zwischendurch nehme ich aber immer noch mal ein paar alt bekannte Schleckereien mit: Fruchtriegel, Kekse, Cracker, Gummibärchen oder Knabberbrezeln bieten sich da an. Ich selbst habe keine persönlichen Erfahrungswerte mit Flaschennahrung oder Brei auf Reisen, daher kann ich euch hier leider keine besseren Tipps geben. Versucht zu fliegen, solange ihr noch voll stillt oder sobald die Breizeit wieder vorbei ist. Dann ist das große und nervige Thema "wie machen wir es mit dem Essen" vom Tisch!


10. Und ganz zum Schluss...

 

Macht euch nicht verrückt! Je entspannter ihr seid, umso entspannter sind eure Knirpse. Lasst euch von niemanden reinreden und ignoriert überflüssige Kommentare wie "Ob das so gut ist für eure Kinder?", "Sind die nicht zu klein dafür?" oder "Da haben die doch noch nichts davon." Diese überflüssigen "Weisheiten" kommen meist von Leuten, die bisher zwischen dem Bauernhof im Allgäu und der Ostsee unterwegs waren und überhaupt keinen Plan von Fernreisen haben. Habt kein schlechtes Gewissen! Euren Kindern geht es gut, solange es euch gut geht und ihr euch mit ihnen beschäftigt. Dabei ist es egal, ob das auf dem Bauernhof nebenan oder auf Hawaii ist. Natürlich ist der Flug stressig, aber meist nur für euch und nicht so sehr für die Kleinen. Ob sie nun 8 Stunden im Auto Richtung Ostsee im Stau stehen und genervt sind, oder sich im Flieger 10 Stunden langweilen ist Ihnen egal - die Anreise ist immer ätzend. Sofern ihr gut vorbereitet seid und euch um die Sicherheit und Gesundheitsvorsorge gekümmert habt, kann kaum noch etwas schief gehen. Auf Fernreisen hatten wir bisher nie Probleme. Aber in Kroatien einen bösen Unfall mit Krankenhaus und 9 Stichen :-( Das kann überall passieren, daher ist die medizinische Versorgung vor Ort wichtig. Wenn ihr aber Bauchschmerzen bei dem Gedanken, mit eurem Baby in ein fernes Land zu fliegen habt, dann lasst es lieber vorerst bleiben. Ihr tut euch uns eurem Schatz damit nicht Gutes, denn die Kleinen merken sofort, wenn Mama und Papa nervös sind und werden dann selbst unruhig. Habt ihr euch für einen Abenteuertrip entschieden, wünsche ich euch viel Spaß und genießt die Zeit mit euren kleinen Weltenbummlern! Es ist so unglaublich spannend und wundervoll mit anzusehen, wie die kleinen Mäuse ihre kleine (und große) Welt erkunden und sie werden sie euch auch nochmal mit ganz anderen Augen sehen lassen :-)

 

Ich hoffe, ich konnte euch mit meinen Tipps helfen und eventuell bestehende Befürchtungen und Ängste mindern! Falls ihr noch Fragen habt, hinterlasst gern einen Kommentar oder schreibt mir eine Nachricht.

 

P.S.: Auch wenn ich hier etwas negativ von Center Parks, Bauernhöfen oder der Ostsee geschrieben habe: ich möchte niemanden damit angreifen, es handelt sich hierbei nur um Beispiele von Reisezielen für unseren Jahresurlaub, die ich mir im Moment nicht für unsere Familie vorstellen kann. Das heißt nicht, dass diese Ziele nicht schön oder sehenswert sind, nur eben aktuell keine Option für uns. Aber ich würde mich freuen, wenn man mich vom Gegenteil überzeugt :-)  

 

Eure Ivette :)


Kommentar schreiben

Kommentare: 2
  • #1

    Elaina Schuch (Sonntag, 05 Februar 2017 23:01)


    Hi there would you mind sharing which blog platform you're working with? I'm planning to start my own blog in the near future but I'm having a difficult time making a decision between BlogEngine/Wordpress/B2evolution and Drupal. The reason I ask is because your design and style seems different then most blogs and I'm looking for something completely unique. P.S My apologies for being off-topic but I had to ask!

  • #2

    Ivette (Montag, 06 Februar 2017 13:22)

    Hello Elaina, the blog is integrated into the homepage, which I created with jimdo.com. So this is not an external platform you could use.