Meine Top 10 der weltweit schönsten Strände

Nachdem wir im Jahr 2006 das erste Mal gemeinsam in der Dominikanischen Republik im Urlaub waren, hat sie mich erwischt - die Fernweh! Vor allem haben es mir tropische Strände angetan. Von da an war ich jedes Jahr auf der Suche nach einem Reiseziel mit dem perfekten Strand. Mittlerweile bin ich etwas von den Karibikstränden abgekommen, da wir 2012 Afrika für uns entdeckt haben, aber wenn es uns mal nicht nach auf den schwarzen Kontinent verschlägt, dann meist wieder an einen Traumstrand. Seit 2006 haben wir viele wunderschöne Strände besucht und einige sind mir ganz besonders in Erinnerung geblieben. Diese möchte ich euch in diesem Blogpost gern vorstellen. 

 

Aber woran genau mache ICH eigentlich (m)einen Traumstrand fest?

Ganz einfach: am Wohlfühlfaktor! Manche sehen - wie ich vor einigen Jahren auch noch - in den typisch weißen Stränden mit türkisfarbenen Meer und Palmen ihren Traumstrand. Das sind - ohne Frage - auch wunderschöne Strände! Aber dann kam ich nach Costa Rica, Kapstadt, San Francisco, ... und habe festgestellt, dass es auch andere traumhafte Strände gibt, die eine besondere Anziehungskraft haben. Diese habe ich in meine Liste aufgenommen, wobei die Strände mit karibischem Flair nach wie vor in der Überzahl sind ;-)

 

Freut euch auf eine Mischung verschiedenster Strände, die allesamt wunderschön sind und unvergesslich bleiben werden - garantiert! 

1. Malediven - Kuramathi

Die Malediven sind ein Inselstaat im indischen Ozean und bestehen aus ca. 1200 Inseln - 87 davon sind für Touristen reserviert. Wir verbrachten im August 2011 unsere Flitterwochen im Kuramathi Island Resort – einer der größten Inseln der Malediven mit einer Länge von ca. 1,8 km & Breite von 500 m – zu Fuß in etwa 1,5 h zu umrunden.

Am westlichen Ende der Insel gibt es eine Sandbank, die wohl typischer die Malediven nicht widerspiegeln könnte. Je nach Ebbe oder Flut ist die Sandbank kürzer bzw. länger. Strahlend weißer und puderweicher Sand, in vielen Blau- und Türkistönen schimmerndes Meer und ein strahlend blauer Himmel machen diesen Strand zu einem echten Paradies auf Erden! 

Kuramathi ist auch ein Paradies für Schnorchler und Tauchen. Die bunte Unterwasserwelt machen den Aufenthalt perfekt und so kommt keine Langeweile auf der - für die Malediven verhältnismäßig großen Insel - auf. Die Sonnenuntergänge auf der Sandbank sind traumhaft und wer möchte, kann hier sogar ein romantisches Candle-Light-Dinner buchen. Zudem ist die Sandbank in den 2 Wochen, in denn wir auf Kuramthi waren nie überfüllt gewesen, ganz im Gegenteil! Einsamkeit pur - was will man mehr? 

 

Die Sandbank auf Kuramathi war ein eindeutig ein Highlight und einer der schönsten Strände, die wir auf unseren Reisen besucht haben! Hier findet ihr den kompletten Reisebericht und Bilder.


2. Seychellen - Anse Source d'Argent

Die Seychellen liegen im indischen Ozean und gehören topografisch zu Afrika. Sie bestehen aus ca. 115 Inseln. La Digue (10 km²) gehört zu den Inner Islands und hier befindet sich auch der meistfotografierte Stand der Welt: der Anse Source d'Argent.

Der Bilderbuchstrand mit seinem flachen, türkisblauen Meer, strahlend weißen Sandstrand,  Kokospalmen und eindrucksvollen Granitfelsen ist einer der berühmtesten auf der ganzen Welt - und das aus gutem Grund! Einmal angekommen, könnte man meinen, man ist im Paradies gelandet (vorausgesetzt man kommt sehr früh oder am späten Nachmittag, um möglichst wenigen Besuchern zu begegnen). Der Strand war nicht umsonst Ort für Filme wie „Emanuelle”, „Crusoe”, „Castaway” und die berühmte „Bacardi”-Werbung aus den 90ern. 

Man erreicht den Traumstrand für eine Eintrittsgebühr von 100 Rupien pro Person und Tag über den Park "L'Union Estate". Die meisten kommen mit dem Fahrrad, denn Autos gibt es auf La Digue so gut wie keine. Bereits die Anfahrt ist ein Erlebnis - vorbei an Riesenschildkröten, Kopramühlen, Vanilleplantagen und riesigen Kokospalmen bekommt man schon einen Vorgeschmack auf das kleine Paradies, was einen gleich erwartet. Die Fahrräder werden in der Nähe des Strandrestaurants "Lanbousier" geparkt und dann ist es nur noch ein kleiner Fußmarsch bis zur Anse.

Die Anse Source d'Argent ist ca. 1100 m lang und 20 m breit. Teilweise wird der Strand von der Flut bedeckt und bei Ebbe ist das Meer sehr flach. Beides macht seinen Reiz aus. Bei Flut kann man gut Schnorcheln und Schwimmen, bei Ebbe sind die Farben des Meeres noch spektakulärer und wenn man Kinder hat, haben die im flachen und ruhigen Wasser ihren Spaß. Das Meer ist durch ein vorgelagertes Riff immer sehr ruhig und somit ist die Anse generell sehr familienfreundlich. Die vielen Palmen und Takamakabäume bieten zudem genügend Schutz vor der Sonne. Wer Einsamkeit sucht, sollte früh morgens oder am späten Nachmittag kommen, denn aufgrund der Beliebtheit ist der Strand gut besucht. Montag bis Freitag ist er auch frequentierter - wir waren u.a. an einem Sonntag da, da war er nahezu menschenleer.

Für den Hunger zwischendurch gibt es ein Restaurant (Lanbusier) sowie zwei Strandbars, die frische Früchte und Säfte sowie Cocktails anbieten. Die Fruita Cabana Bar am hinteren Strandabschnitt ist perfekt für einen Sundowner - hier gibt es Schaukeln, Hängematten, gechillte Musik und nette Menschen - besser geht es nicht!

Und um den Ruf eines Traumstrandes perfekt zu machen, gibt es am Anse Source d'Argent unglaublich schöne Sonnenuntergänge zu bestaunen und das auch ganz ohne Gedränge, denn die Tagesgäste gehen schon gegen 16 Uhr und man hat den Strand zu diesem Spektakel fast ganz für sich allein! Die imposanten Wolkenformationen und bunten Farben des Himmels sowie die leuchtenden Granitfelsen im Hintergrund sind wirklich einmalig - hier gibt es die schönsten Sonnenuntergänge, die wir jemals gesehen haben! Unbedingt Mückenschutz und eine Taschenlampe für den Rückweg mitnehmen! 

Die einzigartige Mischung aus dem flachen, türkisfarbenen Meer, dem weißen Sandstrand, den atemberaubenden Granitfelsen und hohen Palmen machen die Anse Source d'Argent zu einem unserer absoluten Traumstrände!

 

Einen ausführlichen Reisebericht dazu gibt es hier und in der Galerie auch noch weitere Fotos.  


3. Seychellen - Anse Lazio

Und wo wir gerade bei den Seychellen sind: ein weiterer Bilderbuchstrand befindet sich auf Praslin, der zweitgrößten Insel der inneren Seychellen. Sie ist ca. 12 km lang und 5 km breit und hat - genau wie La Digue - einige wunderschöne Strände zu bieten. Mein absoluter Lieblingsstrand - und ich muss gestehen, dass ich ihn fast vor der Anse Source d'Argent eingeordnet hätte - ist die Anse Lazio im Nordwesten der Insel. Er gehört ebenso zu den schönsten Stränden weltweit. Meiner Meinung nach ist er direkt auf Augenhöhe mit der Anse Source d'Argent. Ich habe ihm den 3. Platz gegeben, da er kein vorgelagertes Korallenriff hat und deshalb etwas "wilder" ist, sobald die Flut kommt. Ich persönlich mag absolut flaches und ruhiges Meer einfach lieber.

Sobald man sein Auto geparkt hat (zu Fuß ist die Anse Lazio nur über einen langen und steilen Marsch zu erreichen) und sich den Weg durch die hohen Palmen bahnt, wird die Spannung immer größer. Man hört das Meer rauschen und sieht die hellblaue Farbe des Ozeans durch die Palmen und Takamakabäume leuchten. Endlich angekommen, verschlägt es einen sofort die Sprache - was für ein Anblick! Strahlend weißer Sand, hellblaues Meer, ein dichtes, grünes Hinterland und umrahmt von imposanten Granitfelsen - so perfekt und unglaublich beeindruckend präsentiert sich die Anse Lazio bei strahlend blauem Himmel! Hier bleiben wir (für immer ;-) )!

Eingerahmt wird die Bucht von eindrucksvollen Granitfelsen. Geht man nach links, vorbei am dicht bewachsenen Dschungel im Hinterland, gelangt man zu romantischen kleinen Buchten mit malerischen Granitfelsen und schattigen Plätzchen unter Kokospalmen. Wow - hier lässt es sich aushalten! 

 

Trotz der Beliebtheit ist der Traumstrand nie überlaufen. Es gibt genug natürliche Schattenplätze im feinen weichen Sand - ein Paradies für Kinder. Beim Baden sollte man vorsichtig sein, denn es gibt kein vorgelagertes Riff und die Strömungen können gefährlich werden. Kinder sollten also nie unbeaufsichtigt bleiben. Aber im flachen Wasser ist das Plantschen kein Problem.

 

Es gibt ein Strandrestaurant "Bonbon Plume", was aber sehr teuer ist. Kommt man mit dem Auto, kann man auch etwas außerhalb im "Le Chevalier" essen, aber überwältigen ist das Essen nicht, trotz der hohen Preise. Am westlichen Ende der Anse gibt es eine Bar ohne Personal, die "Honesty Bar", wo sich jeder bedienen kann und das Geld dann einfach in die Kasse legt. 

Also, packt eure Koffer und los geht´s an einen der atemberaubendsten Strände überhaupt - und das ist nicht nur meine Meinung: so ist er nach Traveler´s Choice (CNN) auf Platz 4 der Top 10 Strände weltweit! Die Anse Lazio ist ein Muss bei jedem Praslin Besuch - hier ist ein perfekter Strandtag garantiert! 

 

Die Sonne geht übrigens auf der anderen Seite der Insel unter, was den Strand aber bei Sonnenuntergang nicht weniger schön macht. Die warmen Farben lassen die Anse Lazio in einem goldenen Licht scheinen - was für ein wunderbarer Abschied vom Bilderbuchstrand!

 

Mehr Infos gibt es im Reisebericht und weitere Bilder zum Träumen findet ihr hier.


4. Mexiko - Akumal Beach

Akumal liegt ca. 100 km südlich von Cancún und ca. 25 km südlich von Playa del Carmen in Richtung Tulum und ist ein kleines und beschauliches Dörfchen mit einem wunderschönen Sandstrand. Akumal bedeutet in der Sprache der Maya „Ort der Schildkröten“ - und das zu Recht: jedes Jahr zwischen Mai und September kommen mehrere Hundert Carey-Schildkröten hier her, um ihre Eier abzulegen. Und das ist auch der Grund, weshalb der Akumal Beach auf meiner Liste der schönsten Strände weltweit ist - denn ich liebe diese putzigen Tiere!

Der Strand ist karibisch schön mit puderweichem, weißen Sand, Palmen und strahlend blauem Meer. Das Highlight sind aber eindeutig die vielen Schildkröten, die hier an jedem Tag im Jahr zum Fressen in die Bucht kommen. Natürlich gibt es daneben auch einige bunte Fischarten und Rochen zu bestaunen. Es gibt geführte Schnorcheltouren oder man erkundet die Bucht auf eigene Faust, was absolut ausreichend ist. Wir haben allein 7 Schildkröten beobachten können, die am Meeresgrund gemütlich ihr Gras gefressen haben. Überlaufen war der Turtle Beach zu der Zeit nicht, nur ein paar wenige Schnorchler haben sich zu den Schildkröten gesellt, um diese beim Grasen zu beobachten. Aber das war im Jahr 2010. Bis heute hat sich einiges getan. So gibt es mehr Tourenanbieter und dementsprechend auch mehr Touristen, die den Strand bevölkern. Deshalb sollte man früh am Morgen oder späten Nachmittag kommen, um den Besucherstrom zu vermeiden. Und ganz wichtig: die Schnorchelausrüstung nicht vergessen!

Einmal im Meer, dauert es meist auch nicht lang, und die erste Schildkröte lässt sich blicken. Gemütlich frisst sie das Seegras vom Meeresboden und lässt sich dabei ganz und gar nicht stören. Und das sollte sie auch nicht müssen! Die anmutigen Tiere sind vom Aussterben bedroht und stehen unter strengem Artenschutz. Dass man die Schildkröten nicht anfasst oder in sonstiger Weise stört, sollte selbstverständlich sein. Man kann die Tiere auch in einem respektvollen Abstand immer noch wunderbar beobachten. Auch sollte man biologisch abbaubare Sonnencreme auftragen, um die Riffe und dort lebenden Tiere zu schützen. Viel Spaß beim Beobachten und Bestaunen dieser wundervollen Geschöpfe der Natur!  

Wenn ihr genug von den Schildkröten gesehen habt (was bei mir eigentlich nie der Fall ist ;-) ), könnt ihr euch am Strand entspannen oder in einem der Restaurants oder Strandbars stärken. Für uns war es ein wundervolles und unvergessliches Erlebnis, mit den Schildkröten schwerelos durch das kristallklare Meer zu schwimmen und sie in ihrer natürlichen Umgebung zu beobachten. Leider ist Akumal schon lange kein Geheimtipp mehr und es ist fraglich, wie lang die gefährdeten Tiere dort noch in Ruhe zum Fressen in die Bucht kommen können, ohne dass sie von den Menschenmassen gestört werden. Bleibt zu hoffen, dass die Schnorchler respektvoll mit den Tieren umgehen und genügend Abstand halten oder die Regierung die Besucherzahlen reglementiert, dem Schutz der Tiere zuliebe - wie schade das auch sein mag... Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, die Schildkröten zu beobachten. Der Akumal Beach ist deshalb einer meiner absoluten Lieblingsstrände!


5. Costa Rica - Cahuita

Cahuita in Limón, der südöstlichsten Provinz Costa Ricas, ist ein kleines Dorf an der Karibikküste. Viele der Einwohner sind im vergangenen Jahrhundert aus Jamaica gekommen und haben die karibische Lebensart mitgebracht: hier ist alles etwas langsamer, die Atmosphäre ist von der afro-karibischen Kultur geprägt und die Küche kreolisch. Rastafarians mit ihrer typisch bunten Kleidung, langen Dreadlocks und Reggaemusik sind überall präsent und haben stets ein Lächeln auf den Lippen ;-) 

 

Cahuita bezeichnet aber nicht nur ein Dorf, sondern auch einen Nationalpark sowie einen Strand. 

 

Der Cahuita Nationalpark ist ein tropischer Regenwald mit wunderschönen Stränden, Lagunen und Mangroven. Hier findet man viele verschiedene Tierarten: bunte Schmetterlinge, Tukane, grüne Papageien, Schlangen, Spinnen, Leguane, Basilisken, Affen, Nasenbären und mit etwas Glück auch Faultiere. Es ist der zweitälteste Nationalpark des Landes mit einer Fläche von etwa 1068 Hektar. Überlaufen ist er nicht, oft begegnet man bei der Wanderung lange Zeit keiner Menschenseele und hat die Strände und Buchten ganz für sich allein! Es gibt zwei Parkeingänge, Cahuita und Puerto Vargas, die durch einen ca. 8 km langen Wanderweg miteinander verbunden sind. Die Wanderung führt immer am Strand entlang mit dem dichten Dschungel auf der anderen Seite. Ab und zu ein Sprung ins Meer zur Abkühlung und weiter geht die Erkundungstour. 

 

Der Playa Blanca liegt innerhalb des Nationalparks und ist ein wunderschöner weißer Sandstrand mit Kokospalmen, die für eine kleine Fotosession die perfekte Karibik-Pose machen ;-) Das Meer fällt flach ab und ist perfekt für Kinder. Am Korallenriff kann man beim Schnorchel viele bunte Fische und mit etwas Glück auch Haie oder Schildkröten entdecken. Man erreicht ihn am besten, wenn man den Eingang Cahuita benutzt.

 

Der Playa Puerto Vargas liegt an der anderen Seite der Punta Cahuita und ist über die Puerto Vargas Station schnell erreichbar oder aber über den Wanderweg von Cahuita aus kommend. Er ist, ebenso wie der Playa Blanca, karibisch schön und verzaubert mit Kokospalmen, weißem Sand und türkisfarbenen Meer. 

Das Gegenstück zu den Stränden im Nationalpark ist der Playa Negra am nordwestlichen Ende von Cahuita - ein Strand aus schwarzem vulkanischen Sand. Deswegen ist er aber nicht weniger schön - ganz im Gegenteil: im Hinterland türmt sich der dichte, in Nebelschwaden gehüllte Regenwald auf und verleiht dem Strand eine mystische Atmosphäre. Besonders bei einer guten Brise und ordentlichem Wellengang ist der Playa Negra sehr fotogen. 

Die beiden Strände Playa Blanca und Playa Negra spiegeln für mich die typischen Strände Costa Ricas wider: im Hinterland türmt sich dichter Regenwald auf, Kokospalmen am Strand, das - teils auch wilde - türkisfarbene Meer, die Geräuschkulisse der Dschungels (vor allem die Brüllaffen ;-) ) und die Einsamkeit machen die Strände Cahuitas für mich zu einem einmaligen Erlebnis! Ob weißer oder schwarzer Sand - ich liebe beide, denn jeder hat seinen eigenen Charme. Zusammen mit dem beschaulichen und bunten Örtchen Cahuita ein idealer Ort, die Seele baumeln zu lassen - Pura Vida ¡

 

Mehr Infos gibt es im Reisebericht und weitere Bilder für die Fernweh hier :)


6. Kapstadt - Camps Bay

Wow - die Anfahrt allein ist bereits spektakulär! Von Kapstadt aus kommend fährt man durch den noblen Stadtteil Clifton mit seinen imposanten Villen und teuren Wohnhäusern. In der Ferne kann man schon die 12 Apostel - die Seitenflanke des Tafelberges - erkennen. Hinter der letzten Kurve der schönen Panoramastraße verschlägt es einem dann regelrecht die Sprache! Die Kulisse ist einfach nur atemberaubend schön! 

Camps Bay ist eines der gefragtesten Wohnviertel des Landes und eines der teuersten von Afrika. Wo wir beim Punkt wären: Afrika ist hier sehr weit weg - zumindest in meinem Kopf. Denn mit dem Afrika, was ich bisher kenne gelernt habe, hat diese Teil des Landes wenig zu tun. Zu Zeiten der Apartheid waren für farbige Kapstädter die Strände von Camps Bay gesperrt, ausgenommen zwei felsige Abschnitte. Ein bitterer Beigeschmack macht sich breit.

 

Dennoch ist die Schönheit dieses Ortes einzigartig! Die kilometerlange palmengesäumte Promenade mit seinen schicken Cafés, Bars, Restaurants und Clubs auf der Einen und dem breiten, weißen Sandstrand und blauen Ozean auf der anderen Seite sowie den majestätischen, knapp 1000 m hohen, 12 Apostel im Hintergrund und den Lions Head linker Hand machen Camps Bay zu einem ganz besonderen und unbedingt sehenswerten Ort.

Leider gibt es keinen Schatten am Strand. Miet-Sonnenschirme sind teuer, daher mach es Sinn einen eigenen Sonnenschirm mitzubringen, gerade, wenn man mit Kindern hier ist. Denn die Sonne kann aufgrund des weißen Sandes ziemlich blenden und es wird sehr heiß. Außerdem bringt der Atlantik mächtig kaltes Wasser aus der Antarktis. So steigen die Wassertemperaturen auf maximal 17 Grad im Hochsommer - Baden also nur für Hartgesottene ;-) Wen man deutlich häufiger sieht als Badende sind Surfer, die sich in den Wellen austoben.

 

Überfüllt ist der Strand nicht, dafür ist er zu weitläufig. Die Kapstädter sind kontaktfreudig, so haben wir ein nettes junges Paar kennengelernt, dass - wie wir - auf den Sonnenuntergang wartete. Wir kamen schnell ins Gespräch und uns wurde gleich ein Becher mit Südafrikanischem Wein angeboten :)

 

Der perfekte Strandtag am Camps Bay sollte mit einem Sundowner abschließen, entweder direkt am Strand oder in einem der vielen Bars auf der Promenade. Mein Favorit ist immer noch (m)eine Büchse Bier am Strand, wie auf fast jeder Reise ;-) Hier war es aber diesmal ein Saft, denn ich war im 3. Monat schwanger, als ich diesen tollen Ort entdecken durfte ^^

Der weiße Sand, das tiefblaue Meer, die atemberaubende Landschaft im Hintergrund, sowie die moderne Architektur der Umgebung machen Camps Bay zu einem echten Highlight eines jeden Kapstadt-Besuchs! Der Charme dieser Bucht ist einfach unbeschreiblich, auch wenn das Badevergnügen durch das kühle Wasser eventuell nicht ganz so prickelnd ist - oder vielleicht gerade deshalb ;-)

 

Weiter Bilder sowie einen Reisebericht findet ihr hier.


7. Kenia - Diani Beach

Der Diani Beach ist ein 10 km langer Strand an der Küste Kenias, ca. 35 km südlich von Mombasa. Der Diani Beach ist der wohl bekannteste Strand Afrikas und ebenso einer der schönsten der Welt. Der feine, weiße Sand strahlt in der Sonne so hell, dass eine Sonnenbrille unabdingbar ist. Das angenehm warme Meer leuchtet in verschiedensten Blautönen und das Wasser ist kristallklar. Im Hintergrund stehen Kokospalmen sowie dichte Bäume und Sträucher, die auch die Hotelresorts - welche meist etwas zurückversetzt liegen - geschickt verdecken. Karibu in Kenia - ein echtes, tropisches Paradies!

Aber nicht nur die Kulisse ist einmalig! Neben zahlreichen Hotels gibt es sehr schöne Strandrestaurants und Beachbars sowie verschiedene Arten von Wassersport und auch die Möglichkeit, zu Tauchen oder Schnorcheln. Diani Beach ist ein atemberaubendes Tauchgebiet mit unterschiedlichen Riffen und jeder Menge bunte Fische. Mit etwas Glück begegnet man Delfinen und Meeresschildkröten.

 

Von hier aus kann man hervorragend Tagesausflüge nach Wasini Island, die Shimba Hills oder Mombasa unternehmen. Wem das nicht reicht, der kann endlos lange Strandspaziergänge machen oder einfach nur Entspannen und den traumhaften Blick auf den Ozean genießen. Überfüllt ist der kilometerlange Diani Beach zu keiner Zeit. Einsame Strandspaziergänge sind somit garantiert...

Bei Ebbe zieht sich das Wasser zurück und Schwimmen ist nicht mehr möglich ist. Stattdessen kann man weit hinaus laufen - bis zu den vorgelagerten Sandbänken und frei liegenden Riffen. Bei Flut wiederum wird ein guter Teil des breiten Strandes überspült, was das Baden auch erschwert. Die besten Zeiten, ins Meer zu springen, sind die Stunden vor und nach der Flut.

 

Dazwischen kann man sich in einem der Restaurants oder in einer chilligen Beachbar, wie die "Forty Thieves Beach Bar" oder das "Nomad Restaurant", mit Blick auf das Meer und den Strand entspannen und das Treiben beobachten. Im "Ali Barbour's Cave Restaurant" kann man in einer Tropfsteinhöhle essen - traumhaft schön! Wer gern feiert, kann sich bei Livemusik und einem kühlen Bier am Strand in der legeren Bar "Kim4Love" vergnügen :)

 Am Diani Beach sind sogenannten “Beach Boys“ allgegenwärtig und bieten ihre Dienstleistungen und Produkte an. Leider können sie sehr hartnäckig sein. Sie sind freundlich und man kann sich wunderbar mit ihnen unterhalten und viel über Land und Leute erfahren, aber zum Schluss läuft es immer auf das finanzielle Interesse heraus. Zwei bis drei klare "Nein" reichen in der Regel aus, damit sie weiterziehen. Möchte man etwas kaufen, ist Handeln Pflicht! Im Hinterkopf sollte man dabei aber immer behalten, dass Kenia ein wirklich sehr armes Land ist und die Männer so auf ehrliche Weise ihre Familien ernähren. 

 

Der Diani Beach ist definitiv einer der schönsten Strände, die ich je besucht habe. Ein breiter und kilometerlanger Sandstrand, strahlend weißer Sand, türkisblaues Meer und Kokospalmen - was will man mehr!? Zudem besteht die Möglichkeit, von hier aus eine der unvergesslichen Safaris in Kenia zu unternehmen, wie etwa in die traumhafte Masai Mara. Das alles macht den Diani Beach zu einem perfekten und abwechslungsreichen Reiseort. Und sobald man nach ein paar Tagen gelernt hat, mit den "Beach Boys" umzugehen, sind diese auch kein großes "Problem" mehr ;-)

 

Ausführlichere Infos gibt es im Reisebericht von 2012 und weitere Bilder hier.


8. San Francisco - Baker Beach

Der Baker Beschien San Francisco liegt am Ufer des Pazifischen Ozeans im Nordwesten der Stadt. Er ist ca. 800 m lang und auf der einen Seite von den Pinienbäumen des Presidio Nationalparks und auf der anderen Seite von den Hügeln den Marin Headlands umgeben. Er ist zudem einer der wenigen (offiziellen) Nacktbadestrände in den USA. Das eigentliche Highlight, das den Baker Beach für mich unbedingt sehenswert macht, ist aber der einmalige Blick auf die Golden Gate Bridge.

Über einige Treppenstufen erreicht man den Strand und hat auf der rechten Seite sofort die wunderschöne Golden Gate Bridge im Blick. Der Baker Beach hat Bereiche zum Grillen, Picknicktische und Toiletten am südlichen Ende der Bucht. Er ist auch der Geburtsort vom Burning Man Festival, was heute aufgrund seiner Größe im Black Rock Desert in Nevada stattfindet. 

 

Baden ist grundsätzlich möglich, aber bei maximal 15 Grad Wassertemperatur im Sommer nicht wirklich angenehm. Man kann vom Baker Beach aus an der Küste entlang der Klippen wandern und das herrliche Panorama genießen.

 

Wer sich tagsüber San Francisco angeschaut hat, kann sich am Nachmittag hier niederlassen und den Tag mit einem Picknick am Strand ausklingen lassen - und hat dabei das Wahrzeichen der Stadt stets im Blick.

Das beste Licht hat man früh morgens oder am späten Nachmittag und Abend, wenn die Sonne untergeht und die Bucht in warme Goldtöne hüllt. Die Brücke leuchtet dann besonders magisch und der von Kliffen umsäumte Strand bietet eine wunderbare Kulisse für unvergessliche Fotoaufnahmen.

 

Wer in San Francisco ist, sollte den Baker Beach mit seinem einmaligen Blick auf die Golden Gate Bridge auf keinen Fall verpassen!


9. Thailand - Koh Ngai

Die thailändische Insel Koh Ngai (auch Ko Hai) liegt in der Andamanensee im Süden der Provinz Krabi. Auf der etwa fünf km² großen Insel gibt es weder Straßen noch Geschäfte. Nur eine Handvoll Resorts sind hier ansässig. Was man aber findet, sind von Palmen gesäumte Strände, türkisfarbenes, kristallklares Wasser und dicht bewachsener Dschungel – ein kleines und einsames Paradies mit einer ruhigen und entspannten Atmosphäre!

Der am nächsten gelegene Festlandshafen ist Pak Meng in der Provinz Trang. Von dem kleinen Pier verkehren die Longtail-Boote täglich nach Koh Ngai. Die Überfahrt dauert ca. 30 - 40 Minuten. Bereits die Anfahrt der Insel ist aufregend: das mit dichtem Dschungel bewachsene Inland mit den Palmenstränden im Vordergrund und dem türkisfarbenen Meer lassen direkt Robinson Crusoe Feeling aufkommen. Hält das Boot einmal an, springt man direkt ins Meer und watet ein paar Schritte durchs Wasser bis zum Strand, da die Boote aufgrund des Korallengesteins nicht ganz heranfahren können.

Es gibt nur zwei Strände auf Koh Ngai sowie eine kleine Bucht. Die Westküste eignet sich aufgrund von Felsen nicht zum Baden. Beide Strände sind durch einen kleinen und holprigen Dschungelpfad verbunden. Wunderschön ist der etwa zwei Kilometer lange Strand im Osten der Insel mit seinem klaren, türkisfarbenen Wasser und hellem Sandstrand. Am Horizont kann man viele kleine Felsinseln entdecken. Hier gibt es nur wenige Korallen, die das Badevergnügen stören könnten.

Am Hauptstrand an der Ostküste gibt es mit etwa 8 Unterkünften die meisten Übernachtungsmöglichkeiten. An der Südküste gibt es ein weiteres Resort. Die meisten der kleinen und geschmackvollen Unterkünfte sind im Bungalow-Stil gehalten und fügen sich perfekt in die natürliche Umgebung der Insel ein – vom Meer aus sind ihre palmengedeckten Dächer nahezu nicht zu erkennen. Zudem sind sie für jedes Budget erschwinglich. So gibt es süße Strandhütten ohne Klimaanlage sowie ohne besonderem Service zu kleinen Preisen, aber auch Luxusresorts, die keine Wünsche offenlassen.

 

Sehr empfehlen kann ich das Thapwarin Resort am nördlichen Ende des Hauptstrands – hier übernachtet man in romantischen Bungalows aus Bambus eingebettet im Palmenwald direkt am Meer – traumhaft!

Koh Ngai ist vor allem eine Bade- und Taucherinsel und eignet sich für einen ca. 3-tägigen Zwischenstopp beispielsweise auf einer Inselhopping-Tour. Auf der kleinen und idyllischen Insel gibt es, außer am Strand zu liegen oder Schnorcheln und Tauchen, nicht wirklich viel zu tun. Romantische Strandspaziergänge am langen Hauptstrand, ein Abstecher in eine der kleinen Bambus-Strandbars und eine Wanderung zur kleinen Bucht an der Südseite Koh Ngais runden den entspannten Aufenthalt im Paradies ab.

 

Mir hat die kleine und einsame Trauminsel außerordentlich gut gefallen - ein perfekter Ort, um zwischendurch auf einer anstrengenden Rundreise durch Thailand einmal zu entspannen und runter zu kommen!

 

Mehr Infos dazu gibt es im Reisebericht von 2012 und noch mehr Bilder findet ihr hier.


10. Dominikanische Republik - Cayo Levantado

Cayo Levantado im Nordwesten der Dominikanischen Republik ist eine Trauminsel wie aus dem Bilderbuch. Sie liegt ca. 15 Minuten mit dem Boot von der Stadt Santa Barbara de Samaná auf der Halbinsel Samaná entfernt und ist mit zwei Kilometern Länge und ca. 500 Metern Breite überschaubar. Sie wird auch Bacardi-Insel genannt. Die Dominikaner sind überzeugt davon, dass der berühmte Werbespot aus den 90ern dort gedreht wurde. Wundern würde es mich nicht - die kleine Insel ist ein wahres Paradies!

Aber nicht nur aufgrund des wunderbar türkisblauen Meeres, den traumhaft weißen Korallensandstränden und der hohen Kokospalmen ist Cayo Levantado für mich ein besonderer Ort. Hier fing 2006 meine Reiselust an, denn die Dominikanische Republik war das erste Ziel, was Jens und ich gemeinsam ansteuerten. Über 10 Jahre ist das bereits her! Der Ausflug zur Cayo Levantado war prägend – noch nie hatte ich so einen traumhaften Strand gesehen!

 

Auf der Insel gibt es verschiedene Wege, die man erkunden kann. Leider wurde im Jahr 2006 auch ein Luxushotel gebaut, was das Aussehen der wunderschönen Insel sehr beeinträchtigt und auch die Nutzung für Besucher einschränkt. So sind einige Teile nur für die Hotelgäste erreichbar. Das ist sehr schade und auch ein Stück weit erstaunlich, da Cayo Levantado eigentlich unter Naturschutz steht. Hier kann man sehen, wie lückenhaft das Gesetz ist.

 

Am Strand selbst findet man mittlerweile viele kleine Buden, an denen Essen verkauft wird. Souvenirverkäufer versuchen, ihre Ware an die Touristen zu bringen und das oftmals sehr aufdringlich. Die einst ruhige und entspannte Atmosphäre von 2006 existiert lange nicht mehr – sehr schade! Am besten ist es sicher, wenn man früh morgens beziehungsweise spät nachmittags anreist.

Von Januar bis Mitte März kommen ca. 2000-3000 gewaltigen Buckelwale in die warme karibische Bucht von Samaná, um ihre Jungtiere aufzuziehen. Bei einer Bootstour lässt sich das Spektakel wunderbar beobachten. Die Touranbieter müssen sich dabei an gewisse Regeln halten, um den Tieren nicht zu nahe zu kommen und sie zu stören. Das gilt allerdings nicht für die Wale ;-) Die Schnorchelbrille solltet ihr auch nicht vergessen, denn einige bunte Fische kann man unter Wasser auch betrachten :)

 

Cayo Levantado ist für mich immer noch ein Traumziel und Bacardi-Feeling kommt bei dem paradiesischen Strand garantiert bei jedem auf! Ich werde sicher bald einmal wieder hier herkommen – hier, wo alles begann...

 

Hier findet ihr den kompletten Reisebericht dazu und weitere Bilder.


What's next?

Ich hoffe, ich konnte euch den ein oder anderen Traumstrand schmackhaft machen :) Die Liste wird nach jeder Reise aktualisiert. Ich freue mich, noch viele weitere wunderschöne und paradiesische Strände zu erkunden und hoffe, dass irgendwann einmal mein Reisen-"Endboss" Französisch-Polynesien auf dieser Liste stehen wird... Ich bin gespannt, welchen Platz er dann einnehmen wird ;-)


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