Dubai & Seychellen 2016 - Unsere erste Fernreise zu viert.


Ich muss ehrlich sein: eigentlich wollte ich nie auf die Seychellen. Einen schönen Strand kann ich für den Preis auch auf den Malediven oder für deutlich weniger Knete in der Karibik haben. Aber die All Inclusive Hotels reizen mich absolut nicht und erst recht nicht mit zwei Kindern. Also fallen die Malediven weg. Da aktuell der Zika-Virus in der karibischen Region grassiert, fällt auch dieses Reiseziel weg, das ist mir zu heikel, da die Spätwirkungen des Virus zu unbekannt sind. Wir wollen und können aber dieses Mal keine Safari machen (dafür ist Timo mit 5 Monaten noch zu klein), keine große Auto-Rundreise mit kleinem Baby in der unbequemen Babyschale oder zu lange fliegen mit Aufenthalt und Umsteigen. Also war die Kombi Dubai/Seychellen eine super Alternative: ca. 6 Stunden nach Dubai, dort ein paar Tage Sightseeing und ca. 4,5 Stunden weiter auf die Seychellen - das klingt nach einem perfekten Plan und war es auch :-)

Also begann ich zu recherchieren. Was machen wir 14 Tage auf den Seychellen, außer Baden? Denn nur am Strand zu liegen kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen. Zugegeben, die Bilder der weißen Palmenstrände mit den Granitfelsen sind schon beeindruckend, aber rechtfertigt das den wirklich hohen Flugpreis und die hohen Preise auf den Inseln? Denn nach dem Überfliegen der Kosten musste ich schon etwas schlucken. Dafür könnten wir in Afrika eine Traumsafari machen... Aber was solls, ich finde sicher an der ein oder anderen Stellen noch Möglichkeiten, etwas einzusparen. Mit 2 Kindern ist es eben nicht mehr so günstig und aktuell bezahlt nur Nora den vollen Flugpreis - bald wird es richtig teuer :-( Da hilft dann nur noch, auf Angebote zu warten und das geht auch nur, so lange man unabhängig von den Ferien ist. Alles nicht so einfach, aber auch nicht unlösbar! 

So wühlte ich mich durch meine Reiseführer und diverse Internetseiten, aber irgendwie konnten mich die Seychellen immer noch nicht überzeugen - Jammern auf hohem Niveau, ich weiß... Schauen wir mal, was sich daraus machen lässt. Ich plante alles im Voraus. Auf den Seychellen gibt es nicht unbegrenzt Mietwägen oder Unterkünfte und mit zwei Babys wollten wir kein Risiko eingehen. Ich buchte den Flug über Emirates und wir waren schon sehr gespannt, da wir nur Gutes über die Airline gehört haben. Die Unterkünfte buchte ich über Booking, Expedia oder AirBnB. Zudem buchte ich den Eintritt auf den Burg Khalifa im Voraus sowie die Fähren zwischen den Inseln und die Mietwägen. Nebenher schaute ich mir die Inseln näher an und schrieb mir auf, was wir dort alles machen wollen. 

 

Hier die Grob-Planung der 3 Wochen:

Tag 1: Anreise München abends, Übernachtung Nähe Flughafen im Landgasthof Nagerl

 

Tag 2: Abflug München - Dubai 10:10 – 19:10 (Ortszeit, reine Flugzeit: ca. 6 Std.), Abholung Mietwagen & Check In in AirBnB Unterkunft im Stadtteil The Villa Project

 

Tag 3 + 4: Sightseeing Dubai

 

Tag 5: Dubai - Mahé: Check out, Mietwagen abgeben und Flug nach Mahé 9:55 – 14:30, dort Mietwagenübergabe am Flughafen & Check in „Le Domaine de Bacova“ in Pointe Au Sel

 

Tag 6 + 7: Mahé

 

Tag 8: Mahé – Praslin: Check out, Mietwagenübergabe & Fähre um 11:00 ab Victoria nach Praslin ca. 1 Stunde, Mietwagenübernahme am Hafen & Check In Amitie Chalets am Grand Anse

 

Tag 9 + 10: Praslin

 

Tag 11: Praslin - La Digue: Check out, Mietwagenübergabe am Hafen und Überfahrt mit der Fähre nach La Digue, ca. 15 Minuten, Abholung mit einem Club Car durch die Unterkunft Casa de Leela

 

Tag 12 -  17: La Digue

 

Tag 18: La Digue - Mahé: Check out und Transfer zum Flughafen, Fähre um 12:15 Uhr nach Praslin und 13 Uhr weiter nach Mahé, Ankunft um 14 Uhr und Taxi zur Unterkunft Marl Self Catering nahe Flughafen 

 

Tag 19: Mahé - Dubai: Check out und Transfer zum Flughafen, Flug nach Dubai um 8:35 - 13:10 Uhr, Shuttle zum Millennium Airport Hotel + Entspannen

 

Tag 20: Dubai - München: Flug um 8:40 – 12:30 Uhr und Rückfahrt nach Stuttgart

 

Wären wir - wie früher - nur zu zweit unterwegs, würde die ganze Reise natürlich anders aussehen; wir wären direkt geflogen, auch nachts und ohne Vorübernachtung. und wahrscheinlich wären wir auch gar nicht auf die Seychellen geflogen. Aber mit unseren beiden Knirpsen wollten wir es so entspannt wie nur möglich angehen. Und es war auch perfekt, so wie ich es geplant habe. Die Flüge habe ich genau nach meinen Wünschen gebucht: es sollten Tagflüge sein und nicht zu früh und nicht zu spät gehen. Die Vorübernachtung am Flughafen war super, so mussten wir nicht um 4 Uhr nachts aufstehen und nach München düsen. Der Aufenthalt in Dubai war eine sehr gute Idee. Zwar war ich bereits in Dubai, aber Jens noch nicht und der wollte sich die Stadt auch einmal anschauen. Und die Kleinen hatten eine entspannte Anreise mit schönem langen Stoppover :-) Die paar Flugstunden weiter auf die Seychellen waren ein Klacks und auf der Rückreise war eine Übernachtung in Dubai dann auch genug. Ich würde es immer wieder so machen, solange wir ein Baby unter 2 Jahren dabei haben und solange es das Reiseziel hergibt.

Mo., 14.11.2016: Anreise 

Nach dem Check out im Flughafenhotel fuhren wir zum Urlauberparkplatz P41, den ich vorab bereits reserviert hatte. Jens ließ mich und die Knirpse mitsamt des Gepäcks vorab am Flughafen raus und teilte sich dann ein Taxi mit einem anderen Reisenden, da der kostenlose Shuttle voll war und gar nicht erst anhielt... Wir checkten unser Gepäck ein und bekamen unsere Boarding Pässe - die Plätze hatte ich vorher in der bevorzugten Reihe gebucht - und die wurden auch bestätigt und das sogar mit Bassinet und in einer freien Reihe mit 4 Sitzen und endloser Beinfreiheit - Emirates fängt schonmal gut an :-) Dann holten wir und ein kleines Frühstück und warteten auf den Abflug um 10:10 Uhr. Die Zeit verging schnell und das Boarding verlief unkompliziert und mit Kindern ohnehin super, da bei Emirates Familien verschiedene Vorteile genießen, do zum Beispiel das Pre-Borading und wir durften als erster mit an Bord. Alle waren sehr freundlich und wir wurden überschüttet mit Spielzeug, Windeln und was man sonst noch zum Reisen mit Kindern benötigt. Wir bekamen das Bassinet und Timo durfte nach dem Start gleich mal Probeliegen. Schlafen wird er darin nicht, das macht er lieber an Mamas Busen ;-) Aber zumindest spielen kann er darin und Mama kann in Ruhe essen oder was auch immer machen. Die Plätze waren super mit viel Beinfreiheit. Nora liebte ihren eigenen Monitor und schaute sich "Findet Dorie" an. Da sie zu Hause nicht fernsehen darf - sie ist ja erst 2,5 Jahre alt und da kann man besseres mit seiner Zeit anstellen ;-) -  war der Film eine absolutes Highlight auf der Reise und sie musste ihn auf jedem der 4 Flüge anschauen... Dann gab es noch ein tolles Kindermenü und Spielsachen vom super netten und kinderfreundlichem Bordpersonal und Nora war zufrieden - den ganzen Flug über. Ab und zu noch ein Nickerchen und die Zeit verging "wie im Flug". Timo war auf seinem ersten Flug auch ein Vorzeigebaby. Wir durften den Maxi Cosi mit reinnehmen und sobald die Abschnallzeichen ausgingen auch auf den freien Platz neben uns stellen. Bei Start und Landung saß er, mit einem Babygurt an meinem gesichert, auf Mamas Schoß. Der Druckausgleich machte keinem zu schaffen. Eine komplette Viererreihe für sich allein zu haben ist purer Luxus, wenn man mit Baby auf dem Schoß UND Kleinkind reist. So stellen wir den M

 

axi Cosi neben mich und Timo wechselte vom Bassinet zu Mamas Busen zum Maxi Cosi und war höchst zufrieden. Das Bordpersonal gab sich größte Mühe, uns zu unterstützen und kam regelmäßig vorbei um zu schauen ob alles noch ok ist. Nora bekam ihr Essen früher, so dass wir die vielen Tabletts besser handeln können und zwischendrin machte man ein nettes Polaroid von uns 4 :-) ICH MÖCHTE NIE WIEDER MIT EINER ANDEREN AIRLINE FLIEGEN!

Um 19:10 Uhr Ortszeit kamen wir nach ca. 5,5 Std. Flugzeit an. Wir holten gegen 20 Uhr den Mietwagen bei Avis am Terminalparkhaus ab und alles verlief problemlos. Bis auf die Tatsache, dass wir zu geizig waren, ein großes Auto zu nehmen und mit dem ganzen Gepäck und Buggy sozusagen Tetris spielen mussten, aber letztendlich hat dann doch alles rein gepasst :-) Ich habe über Airbnb ein Zimmer in einer privaten Villa gebucht. Ca. 25 Minuten brauchen wir bis zum Stadtteil "The Villa Project", wo sich unsere Unterkunft befindet. Sakhr und Kitty waren sehr nette Gastgeber und wir konnten die gesamte Villa samt Garten nutzen. Beide waren viel unterwegs, da Kitty Stewardess und Sakhr Pilot bei Emirates sind, aber wenn wir uns über den Weg gelaufen sind, war immer Zeit für einen kleinen Plausch. Wir kamen am Abend an und fielen alle gleich ins Bett - morgen wird Dubai erkundet! 

Di./Mi., 15./16.11.2016: Sightseeing Dubai

Wir haben wunderbar geschlafen! Schnell aufstehen, einen Kaffee machen, anziehen und ab in die City. So schnell geht es dann doch nicht... Mit einem Kleinkind und einem Baby muss man an ein paar Sachen mehr denken, bevor man los flitzt. Und bevor alle angezogen und versorgt sind, dauert es eine Weile.... Irgendwann gegen 11 schaffen wir es doch noch und fahren direkt zu einem Denny´s, den ich gestern gesehen habe. Ich liebe Amerikanisches Frühstück und bestelle gleich mein geliebtes Grand Slam - hervorragend. Nur den Speck bekommen die Amis am besten hin. Die Pancakes schaffe ich natürlich wieder nicht, aber quetsche alles rein, was geht. Es ist warm in Dubai, um die 30 Grad. Wir haben uns dennoch passend zum Land angezogen, also Knie und Schultern bedeckt. Ich mache mir ein paar Sorgen zwecks Stillen, aber das ist hier kein Problem. Sicherheitshalber lege ich noch ein Tuch drüber. Gut gestärkt geht es nun zum Sightseeing Trip. Die nächsten beiden Tage schauen wir uns Folgendes an: Marina Dubai - Hotel Atlantis / "The Palm" - Burj al Arab / Jumeirah Beach - Jumeirah Moschee - Dubai Mail - Burj Khalifa. Das sind für uns die Highlights auf einem Dubai Besuch. Da ich bereits hier war und nicht nochmal alles sehen muss und weiß, was Jens interessiert, passt das Programm super für die beiden Tage, ohne zu viel Stress zu haben. Wer mag und Zeit hat, sollte noch den Gold- und Gewürzsouk besuchen und eine Fahrt auf dem Dubai Creek machen. Nachfolgend findet ihr ein paar Tipps zu den einzelnen Sehenswürdigkeiten, die wir besucht haben:

Zu allererst: bereits die Fahrten mit dem Mietwagen (was in Dubai entgegen der "Tipps" im Internet, bloß keinen Mietwagen zu nehmen, hervorragend funktioniert hat) sind ein Erlebnis und man möchte gern überall anhalten, um die imposanten Gebäude und Skylines oder Moscheen anzuschauen. Aber das ist auf einer siebenspurigen Autobahn meist schlecht möglich... 

 

The Palm/Atlantis

Man merkt bei der Anfahrt nicht, dass man gerade auf einem Palmenstamm fährt ;-) Das ist wenig spektakulär. Aber bald sieht man am Horizont das wunderschöne Hotel Atlantis. Ganz außen auf dem Ring, quasi Gegenüber des Hotels, kann man kostenfrei parken und auf das Hotel bzw. Meer blicken. Es gibt da auch einen schönen Imbiss mit Sitzplätzen. Man kann das Atlantis auch von innen besichtigen; es gibt einen speziellen Bereich für Tagesbesucher. Wer gern fotografiert kann auf dem linken Ring den Burj Al Arab und auf dem rechten Ring die Dubai Marina eingefangen. Man muss aber wieder wenden, da Sackgasse.  

Dubai Marina

Ganz in der Nähe der Palme liegt die Dubai Marina. In diesem Stadtteil befinden sich einige der neuesten und faszinierendsten Gebäude Dubais und die Skyline ist - vor allem bei Nacht - eindrucksvoll anzusehen. Auf dem Dubai Marina Walk mit seinen Restaurants, Cafés und Geschäften kann man gemütlich spazieren gehen. Im Café "Eggspectation" kann man entspannt und mit Meerblick frühstücken. Parken kann man in einem der vielen Parkhäuser und in einigen Shops und Restaurants bekommt man einen Erlass oder die Parkgebühr erstattet bei Vorzeige des Chips. Adresse: Marina 1.

Dubai Mall und Burj Khalifa

Die größte Shopping Mall der Welt neben dem höchsten Gebäude der Welt, zumindest zum aktuellen Zeitpunkt. Das kann man gleich in einem "Abwasch" erledigen. Parken kann man kostenfrei im Parkhaus der Mall. Ich bin, wie auch schon 2011, erschlagen von der Masse an Geschäften und habe keine Lust zu Shoppen, bis auf den Victorias Secret, wo ich ca. 1 Stunde verbringe. Ansonsten ist das Aquarium interessant und uns persönlich verschlägt es noch in die Cheesecake Factory :-) Unübersehbar und direkt vor der Dubai Mall steht der Burj Khalifa - 828 Meter hoch mit 163 Stockwerken und einer Aussichtsplattform, von der aus man einen tollen Blick auf Dubai hat. Unbedingt Karten für den Wunschtermin vorbestellen, sonst fällt dieses Abenteuer ins Wasser. Wir haben um  17 Uhr zum Sonnenuntergang gebucht, so dass wir das schöne Licht nutzen können. Es war etwas diesig durch den Wüstensand, aber dennoch schön. Sehr empfehlenswert! Die größten Wasserspiele der Welt - die Dubai Fountains - gibt es täglich vor dem Burj Khalifa ab 18 Uhr alle 30 Minuten zu sehen.

Jumeirah-Moschee

Gegenüber dem Palm Strip auf der Jumeirah Road steht die Jumeirah-Moschee. Sie ist die einzige für Touristen zugängliche Moschee in Dubai und man darf sogar innen fotografieren. Es gibt gebührenpflichtige Parkplätze direkt vor der Moschee. Das Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding organisiert Besichtigungstouren von Samstag bis Donnerstag jeweils 10:00 Uhr ohne Reservierung. Passende Kleidung kann vor Ort ausgeliehen werden. 

Burj al Arab

Vom Jumeirah Beach aus hat man einen tollen Blick auf den Burj al Arab. Dieses Hotel, designed wie ein Segel, sollte man bei einem Dubai-Besuch auf jeden Fall einplanen. Das Burj al Arab ist eines der luxuriösesten und teuersten Hotels der Welt und ein Wahrzeichen Dubais. Sehr schön ist der Burj, wenn man ihn bei Sonnenuntergang vom Strand aus fotografiert. Nachts wird er in unterschiedlichen Farben beleuchtet. Einmal in der Nähe, bietet sich außerdem der Besuch des Jumeirah Beach an. Der Jumeirah Open Beach ist täglich 24h geöffnet und der längste öffentliche Strand in Dubai. Hier gibt es Duschen, Toiletten, Liegen und Sonnenschirme sowie einen Imbiss. Ein weiterer öffentlicher Strand ist der Umm Suqeim Beach und der beste Ort, um die Sonne hinter dem Burj Al Arab untergehen zu sehen. Außer einem Volleyballnetz gibt es hier aber leider keine Einrichtungen. 

Weitere Tipps für einen Kurztrip nach Dubai

 

Wir waren zwei volle Tage in Dubai und haben das "Wichtigste" gesehen. Da ich 2011 an einem langen Wochenende bereits jede Menge touristischer Highlights im Rahmen eines Firmenausflugs erlebt habe, möchte ich hier noch ein paar Tipps für Kurzaufenthalte von verschiedener Dauer in Dubai geben:

 

Vorschläge für Kurztrip nach Dubai - 2-4 Tage:

 

1. Tag:

Vormittags: Marina & The Palm

Nachmittags: Gold- & Gewürzsouks + Dhaufahrt auf dem Dubai Creek (mit Abendessen)

2. Tag:

Vormittags: Burj al Arab + Baden am Jumeirah Beach

Nachmittags: Shoppen in der Dubai Mall, Dubai Aquarium (in der Mall) & zum Sonnenuntergang auf den Burj Khalifa - danach Dubai Fountains

+ weiterer Tag:

Vormittags: Jumeirah Moschee & kulturelles Mittagessen im Scheich-Mohammed-Kulturzentrum 

Nachmittags: Wüstensafari und Dinner in der Wüste bei Sonnenuntergang

+ weiterer Tag:

Vormittags: Wintersport im "Ski Dubai"

Nachmittags: Shopping in der Mall of the Emirates & Ausklingen mit dem Besuch einer Skybar:

- Uptown Bar:  Level 24, Jumeirah Beach Hotel

- Mercury Lodge: Four Seasons Resort Dubai at Jumeirah Beach (Blick Burj Khalifa + Burj Al Arab)

- Level 43 Sky Lounge: Four Points by Sheraton

- The Rooftop Terasse: One&Only Royal Mirage

! Nicht zu vergessen:

Ihr befindet euch in einem vom Islam geprägtem Land, also bitte passt euch dementsprechend an: die Schultern und Knien müssen bedeckt sein, Küssen und sonstige Zärtlichkeiten sind in der Öffentlichkeit tabu, Alkohol gibt es nur in Hotels und Bars mit Alkohollizenz und wer alkoholisiert auffällt, kann mir einer Geld- oder Gefängnisstrafe rechnen. Wir haben leider nicht selten Frauen gesehen, die angezogen waren, als würden sie zu einer Strandparty nach Ibiza gehen. Fremdschämen pur :-(

Do., 17.11.2016: Dubai - Mahé, Seychellen

Nach den beiden Tagen in Dubai kann es nun weiter gehen zum eigentlichen Ziel unserer Reise - auf die Seychellen - juchuuuu! Uns allen hat Dubai viel Spaß gemacht, aber 2-3 Tage reichen für die Stadt der Superlative für uns erst einmal aus. Nach dem Packen unserer unendlich vielen Sachen machen wir uns heute morgen auf den Weg zum Flughafen - bye Dubai, wir sehen uns bald wieder, wenn auch nur für eine Nacht...

Wir verabschieden uns von unseren netten Airbnb Gastgebern und machen uns auf den Weg zum Flughafen - unser Flug geht um 9:55 Uhr. Die Mietwagenübergabe verlief problemlos und wir freuen uns schon auf den Flug mit Emirates. Der war, wie erwartet, wieder super und alles hat problemlos geklappt. Um 14:30 Uhr landen wir in Mahé. Ich freue mich schon auf das Öffnen der Kabinentüren - endlich Urlaubsluft schnuppern! Ich liebe die Schwüle, die Luftfeuchtigkeit und Hitze, die einem beim Aussteigen direkt ins Gesicht schreit: du bist angekommen!! In der Ferne, weit weg von zu Hause - auf ins Abenteuer! :-D Unser Gepäck kommt schnell und draußen wartet bereits der Mietwagen auf uns. In dem steht auf einem kleinen Schild: bitte keinen Sand ins Auto bringen... Natürlich ;-) Zur Unterkunft ist es nicht weit. Es nieselt, aber heute wird ohnehin nicht mehr viel passieren. Ich habe für die 3 Nächte einen Selbstverpfleger-Bungalow „Le Domaine de Bacova“ am Anse Royal gemietet. Nur wenige Minuten Fahrt und wir sind geben 16 Uhr da. Die Unterkunft ist schön und hat eine große Terrasse mit Meerblick, ein extra Schlafzimmer und geräumige Küche mit Ess- und Wohnbereich - perfekt für uns vier! Wir packen schnell aus, machen uns frisch, kaufen noch etwas für das morgige Frühstück und fahren Richtung Victoria zum Essen. Wir gehen ins "The Maharajas" auf Eden Island, ein indisches Restaurant. Das Essen ist ok, aber nicht überragend, dafür aber der Preis :-O Eher nicht zu empfehlen. Den restlichen Abend lassen wir in der warmen Tropenluft auf der Terrasse ausklingen. Ich bin schon sehr gespannt auf den Strand morgen...

Fr., 18.11.2016 + Sa., 19.11.2016: Mahé

Mahé gehört zu den drei Hauptinseln und ist mit einer Länge von 27 km und Breite von 3-8 km die größte Insel der Seychellen. Hier leben mit ca. 80.000 Einwohnern etwa 90% der Bevölkerung. Ich hin schon sehr gespannt auf die Strände und wir machen uns, nach einem gemütlichen und ausgiebigen Frühstück auf der Terrasse, auf den Weg. Es regnet. Unsere Bungalow-Nachbarn, ein Paar mittleren Alters, die regelmäßig her kommen, sitzen auf ihrer Veranda und schmollen. Sie waren bereits am Strand, aber der Regen hat Ihnen einen Strich durch die Rechnung gemacht und nun sind sie wieder zurück. Das Wetter war wohl selten so schlecht und regnerisch die letzten Tage. Na mal sehen... Es nieselt nur noch und wir machen uns auf den Weg Richtung Süden zum Anse Royal. Dort entdecken wir eine schöne Bucht - den Fairyland Beach - und machen es uns gemütlich. Der Regen hat aufgehört, Aber es ist bewölkt und so sieht der Strand wenig spektakulär aus. Schön, aber auch nicht atemberaubend, wie man es von den Bildern der Seychellen kennt. Wir nutzen die Zeit uns knüpfen Kontakte. Die Knirpse haben Spaß. Mich aber hält es nicht lang und ich möchte die Insel erkunden. Also packen wir gegen Mittag die Sachen, fahren ein Stück weiter und entdecken ein tolles Strandrestaurant: das Surfers Beach - sehr schön, aber preislich für eine Pizza und einen Burger schon ziemlich teuer, aber das wussten wir vorher. Nach der Stärkung wollen wir die Insel erkunden und machen uns auf den Weg. Perfekte Zeit für die Kinder, denn die machen im Auto Ihr Mittagsschläfchen. 

 

Karte von Mahé

Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/large-detailed-tourist-map-of-mahe-island.jpg
Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/large-detailed-tourist-map-of-mahe-island.jpg

Unser Roadtrip durch Mahé:

Wir starten unseren Roadtrip am Anse Parnel und machen unseren ersten Stopp am Anse Forbans - eine wunderschöne Bucht mit ruhigem, flachen Meer und weißem Sandstrand. Danach fahren wir quer über die Insel zur Westküste und machen Halt am Anse Intendance. Schwimmen ist hier leider nicht möglich, da dieser Strand kein vorgelagertes Riff hat. Ein paar Menschen sind trotzdem im Wasser. Die Wellen sind relativ hoch und verleihen dem Strand eine tolle Atmosphäre. Dicht bewachsene Berghänge im Hintergrund, türkisfarbenes Wasser und Granitfelsen machen den Strand dennoch sehr sehenswert und zu einem schönen Fotomotiv. Einige sagen, er wäre der schönste Strand der Seychellen. Vielleicht liegt es am bewölkten Himmel, aber derart begeistert bin ich irgendwie nicht vom Anse Intendance...

Nur ein paar Kilometer weiter machen wir Halt am Anse Takamaka. Wie der Name bereits sagt, prägen Takamaka-Bäume den goldenen Stand. Das klare Wasser und die hohen Palmen gefallen uns sehr gut, aber zum Baden mit den Kindern ist er (heute) zu wild. Wir fahren weiter zum Petite Anse und Anse Soleil, beide hochgelobt im Internet - bei uns will es aber irgendwie nicht wirklich funken... Die Strände sind natürlich wunderschön, aber wir sind wohl einfach zu verwöhnt von den Malediven, Mexiko oder der Karibik... Oder es liegt an der fehlenden Sonne, die sich leider immer noch hinter den Wolken versteckt. Wir fahren weiter bis Port Launay, dort ist die Straße zu Ende und wir müssen umdrehen. Der Ausblick auf das Meer und die kleinen Buchten von hier aus ist herrlich - ein tolle Strecke für einen Roadtrip, wenn auch machmal etwas eng an der ein oder anderen Stelle. Bei Gegenverkehr kann das schon mal zum Problem werden.  

Wir nehmen die Sans Soucis Road, welche quer durch die Insel verläuft, denn von hier aus hat man immer wieder einem wundervollen Blick auf den türkisblauen Indischen Ozean. Die Serpentinen hoch und runter fahren wir durch den dichten Dschungel - eine wundervolle Strecke. Wir kommen in der kleinen Hauptstadt Victoria raus und machen noch einen Abstecher zum Beau Vallon im Nordwesten. Der Strand ist für kleine Kinder gut geeignet, da das Wasser flach ist. Wir machen es uns gemütlich und verbringen den Nachmittag hier.  

Es wird mal dunkel und wir machen uns auf den Rückweg. In Victoria machen wir noch einen kurzen Stopp am Hindu Tempel in der Quincy St., denn dieser farbenprächtige Bau hat mir bei der Recherche gut gefallen und ich echt ist er auch sehr hübsch anzusehen. Wir beschließen, heute selbst zu kochen und kaufen noch ein. Es gibt Nudeln mit Tomatensoße - Nora muss auch mal etwas essen ;-) So i(s)st das mit den Kleinsten - auch auf Reisen bleibt Lieblingsessen eben Lieblingsessen... 

 

Fazit zum Roadtrip:

Der Süden ist die schönste Gegend auf Mahé. Es gibt hier viele verträumte Buchten, kleine Dörfer sowie kurvige Straßen durch den Dschungel und entlang der Küste mit wunderschönen Ausblicken auf die Strände und den Ozean. Wir haben fast die ganze Insel umrundet. Der Norden ist touristischer und hat uns weniger gefallen. Am besten hat uns die kleine Bucht "Fairyland Beach" am Anse Royal gefallen sowie die Anse Forbans. Hier werden wir den morgigen Tag verbringen. Hoffentlich spielt das Wetter mit. 

Juchuu - die Sonne scheint heute! Ab zum Strand! Und tatsächlich, die Strände scheinen über Nacht einen neuen Anstrich bekommen zu haben... Die Sonne macht eben doch einiges aus - der Sand strahlt schneeweiß, das Meer in leuchtet in verschiedenen Blau- und Türkistönen, die Palmen posieren vor dem strahlend blauen Himmel - ein Traum! Der Fairyland Beach ist fast menschenleer und wir machen es uns gemütlich. Eine perfekte kleine Bucht genau nach unserem Geschmack!

Beim Spielen mit Nora am Strand fällt uns ein kleiner Babyhai auf. Er schwimmt eine Zeit lang im flachen Wasser auf der Suche nach Nahrung. Nora ist total begeistert und wir beobachten ihn eine ganze Weile :) Timo liebt es in der Zeit, seine neue "Superkraft" auf dem weichen Sand auszuprobieren - das Drehen :) Es ist wirklich toll, dass die beiden Knirpse so viel Spaß haben! Es gibt nichts schöneres, als glückliche und unbeschwerte Kinder! 

Ich halte es aber nicht allzu lange an einem Ort aus und so machen wir einen kleinen Roadtrip durch den Süden der Insel. Auf dem Rückweg halten wir noch am Anse Forbans, da der Strand uns gestern sehr gut gefallen hat. Hier verbringen wir den restlichen Nachmittag und Sonnenuntergang. Nora findet eine Freundin und man verständigt sich hervorragend mit Händen und Füßen - das Leben kann so einfach sein :) Zum Abschluss des Tages gehen wir ins Surfers Beach Abendessen - morgen geht es weiter zur nächsten Insel.

Fazit Mahé:

Ganz ehrlich: unsere Trauminsel wird es nicht. Ja, die Strände sind schön und der dichte, bergige Urwald hat uns total überrascht - wir hatten eher mit Flachland gerechnet. Aber irgendwo ist der Funke nicht übergesprungen. Wir haben fast alle Strände besucht und die Buchten im Süden sind eindeutig die schönsten, aber ein Strand, der uns "umgehauen" hat, war leider nicht dabei. Die 3 Tage waren somit völlig ausreichend. Was wir nicht gemacht haben, war der Trois Fréres Trail, ein etwa 60-minütigen Wanderweg zu einem View Point über die Insel. Das wäre sicher noch nett gewesen, aber dafür war die Zeit zu kurz. Der Roadtrip war auf jeden Fall sehr lohnenswert und im Nachhinein ist es etwas schade, dass wir keinen Sonnenuntergang an der Westseite gesehen haben, der Anse Soleil soll sich dafür hervorragend eignen. Aber wir werden noch viele wirklich traumhafte Sonnenuntergänge sehen...

Unser perfekter Tag auf Mahé:

 

Vormittags: Roadtrip

Anse Royal - Anse Parnel - Anse Forbans - Anse Intendance - Anse Takamaka - Petite Anse - Anse Soleil - Sans Soucis Road - Victoria

 

Mittagessen im Surfers Beach

 

Nachmittags: Baden und Schnorcheln am Fairyland Beach

 

Abends: Zum Sonnenuntergang an den Anse Soleil und Abendessen im Chez Batista

 

So., 20.11.2016: Mahé – Praslin

Heute geht es für uns weiter nach Praslin. Morgens um 9 Uhr geben wir den Mietwagen ab, frühstücken am Hafen und nehmen die Fähre 11 Uhr. Die Überfahrt dauert ca. eine Stunde. Entgegen der Erfahrungsberichte aus dem Internet muss sich hier heute keiner Übergeben. Aber die See ist auch sehr ruhig im November. Die Fähre ist sehr stark klimatisiert, also begeben wir uns auf das obere Deck und genießen die warme Meeresbrise. Wir können bereits die grün leuchtende Insel am Horizont sehen. Die Aufregung steigt - wie wird es wohl auf Praslin werden? Sind die Strände schöner als auf Mahé? Am Hafen wartet auch schon unser Mietwagen. Leider regnet es - mal wieder. Wir fahren zur Unterkunft; ich habe ein Appartement bei Amitie Chalets am Grand Anse an der Westseite der Insel gebucht. Bereits die Fahrt zur Unterkunft macht deutlich, dass Praslin irgendwie ganz anders ist als Mahé. 

Praslin ist, mit ca. 8.000 Einwohnern, die zweitgrößte Insel der Seychellen. Wir fahren durch den dichten Dschungel, vorbei an romantischen Buchten, kleinen Dörfern und sind schon bald an der Unterkunft angekommen. Ich habe das Family Chalet mit Meerblick gebucht. Die Vermieter wohnen nebenan und freuen sich sehr über Nora und Timo :) Es ist mittlerweile 13 Uhr und wir wollen noch die Insel erkunden, also packen wir unsere Sachen und machen uns auf den Weg; der Regen hat auch aufgehört :)

 

Karte von Praslin:

Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/large-detailed-tourist-map-of-praslin-island.html
Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/large-detailed-tourist-map-of-praslin-island.html

Wir machen uns auf den direkten Weg zum Anse Lazio an der Nordküste Praslins. Die Strecke ist wunderschön! Immer wieder machen wir Halt und schauen uns die Strände an der Ostküste an. Endlich angekommen entdecken wir am Parkplatz ein Gehege mit Riesenschildkröten. Diese wunderschönen und majestätischen Tiere tun uns leid, so eingepfercht auf kleinstem Raum :-( Ob dies zum Schutz der Tiere geschieht, weiß ich nicht. Ich konnte leider im Internet nichts dazu finden. Wir gehen weiter zum Strand. Wow! Der Weg hat sich gelohnt: der Anse Lazio ist tatsächlich unglaublich schön! Pulverweicher und strahlend weißer Sand, türkisblaues Meer und die für die Seychellen typischen Granitfelsen - ein wahrer Bilderbuchstrand! Wir suchen uns schnell ein gemütliches Plätzchen unter den Palmen - hier verbringen wir den restlichen Tag! 

Mo., 21.+ Di., 22.11.2016: Praslin + Curieuse Island

Nach einem ausgiebigen Frühstück auf unserer Terrasse mit Meerblick - unsere Vermieter hatten netterweise den Kühlschrank mit Milch, Orangensaft, Eiern, Toast und Marmelade gefüllt - packen wir unsere Sachen für einen tollen Tag am Anse Lazio. Das Wetter ist herrlich und wir nehmen die Panorama Route an der Küste entlang. Eine traumhafte Bucht nach der anderen entdecken wir auf unserer Tour rund um die Insel. So zum Beispiel auch den Anse Cimentiere beim Hotel “Coco de Mer & Black Parrot Suites” - wirklich wunderschön! 

Unser Roadtrip an der Küste entlang bis zum Anse Lazio ist ca. 23 km lang. Wir brauchen - mit verschiedenen Fotostopps - ca. 1,5 h. Am Cote d'Or Beach gibt es ein tolles Take Away - den Namen habe ich leider vergessen. Es ist ein kleiner Imbisswagen an der Straße und nicht zu übersehen. Der Mangosalat ist super lecker! Dort kaufen wir Pommes, Hähnchen und Mangosalat, lassen es uns zum Mittagessen einpacken und sind gegen Mittag am Anse Lazio angekommen. Diesmal fahren wir etwas weiter als gestern und tatsächlich ist in erster Reihe ein Parkplatz frei. Generell ist der Anse Lazio nicht so überlaufen, wie man es von einem solchen Strand vielleicht denken mag. Wer fast völlig allein sein möchte, der sollte sehr früh am Morgen kommen, aber auch sonst ist hier nicht übertrieben viel los.

Und mal wieder verschlägt es uns die Sprache: ein wirklicher Bilderbuchstrand mit strahlend weißem Sand, türkis leuchtendem Wasser, eindrucksvollen Granitfelsen und einem dicht bewachsenen Hinterland mit hohen Palmen und Takamakabäumen - ein Traum! Wir suchen uns ein schattiges Plätzchen und machen es uns gemütlich. Tipp: wenn ihr links bis hinter die Granitfelsen lauft, könnt ihr traumhafte kleine Buchten und Strandabschnitte entdecken sowie eine versteckte kleine Bar namens "Honesty". Dort gibt es kein Personal, nur einen Kühlschrank und eine Kasse, also Selbstbedienung - hier wird dem Gast noch Vertrauen geschenkt - echt klasse. Ansonsten gibt es noch ein Restaurant "Bonbon Plume" am rechten Strandabschnitt, welches aber unverschämt teuer ist sowie ein etwas günstigeres "Le Chevalier Bay" das auf dem Hin- & Rückweg liegt, aber das ist - neben teuer - auch noch schlecht... Am besten an einem Take Away alles Nötige besorgen und ein Picknick direkt am Strand machen - das ist immer noch am schönsten :) Wir bleiben bis zum Sonnenuntergang - der ist zwar leider auf der anderen Inselseite, aber das Licht ist dennoch wunderschön! Ein perfekter Tag auf Praslin!

Ausflug zu den Riesenschildkröten

Am nächsten Tag machen wir einen Ausflug zu den Riesenschildkröten auf Curieuse Island. Riesenschildkröten bewohnten viele der Inseln des westlichen Indischen Ozeans bis zur Mitte des letzten Jahrhunderts, aber nur in der Aldabra-Inselgruppe, Farquhar und den Seychellen überleben die majestätischen und wunderschönen Tiere bis heute. Wir haben sie natürlich besucht :-) Am Anse Volbert haben wir uns über Sagittarius ein Taxiboot gechartert. Ihr findet Sagittarius direkt am Strand neben dem Paradise Sun Hotel. Wir konnten direkt los düsen, ein anderes Paar kam auch noch mit. Kosten für die Überfahrt: 25€ pro Person; nach 1 Stunde wurden wir wieder abgeholt und an einen Strand an einer anderen Stelle der Insel gebracht und dort nach ca. 1,5 h wieder abgeholt und zurückgebracht. Der Ausflug hat - mit einer Überfahrt von ca. 15 Minuten - also in etwa 3 Stunden gedauert. Man kann auch einen Tagestrip buchen - mit Essen und allem Drum & Dran, aber dann sitzt man mit gefühlten 50 anderen Gästen auf dem Boot & natürlich auch bei den Schildkröten - und das für den vierfachen Preis. Da gefällt uns unsere Variante deutlich besser und ein Picknick kann man einpacken :) 

Auf Curieuse angekommen haben wir 1,5 Stunden Zeit, uns die urzeitlichen Geschöpfe anzuschauen und ihnen näher zu kommen. Aber erst einmal zahlen wir die Gebühr von 200 Rupees (€13.-) pro Person für den Nationalpark. Wichtig: immer Landeswährung dafür in bar bereit haben. Gleich in der Nähe des Strandes kommt uns ein besonders riesiges Exemplar besuchen. Wir machen gleich mal ein Familienfoto. Dafür posiert die Hübsche und bäumt sich gleich mal auf - sie ist wirklich riesig!! Nora ist anfangs skeptisch, traut sich dann später doch näher heran. Am liebsten aber schießt sie Fotos von den süßen "Tierchen". Ca. 25 Riesenschildkröten haben wir in der Nähe des Strandes gesehen. Es gibt auch Babys, die in einem eingezäunten Bereich leben. Wir schauen sie uns in Ruhe an, laufen mit ihnen ein Stück oder füttern Bananen. Sie sind wirklich sehr friedlich und anmutig anzusehen - wundervolle Tiere! Der Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt. Nora schwärmt noch lange Zeit von den Schildkröten :)

Zurück auf Praslin essen wir erst einmal zu Mittag. An der Cote D’Or gibt es ein nettes Restaurant mit guten Bewertungen, die wir auch so weiter geben können, das La Goulue. Dort lassen wir es uns schmecken und fahren dann zur Unterkunft für ein kleines Schläfchen mit den Kids. Timo ist zwar verrückterweise bei der Überfahrt mit dem Boot eingeschlafen, aber Nora braucht noch etwas Siesta. Zum Sonnenuntergang wollen wir dann eigentlich an den Petite Anse Kerlan. Der ist aber nur über das Lémuria Resort zu erreichen und dafür hätten wir uns vorher bei dem Hotel anmelden müssen. Nichts für Spontane, es sei denn, man zahlt "Bestechungsgeld" - nein danke. Wir fahren zum großen Bruder, dem Anse Kerlan und genießen dort die untergehende Sonne. Unser letzter Abend auf Praslin...

Fazit Praslin

Praslin hat uns deutlich besser gefallen, als Mahé. Die Insel ist kleiner und beschaulicher und die Strände kamen unserem Bild von den Seychellen schon viel näher. Man fährt durch dichte Regenwälder, vorbei an traumhaften Buchten und gemütlichen kleinen Dörfern. Der Anse Lazio ist der perfekte Strand, wenn nicht der schönste der Seychellen überhaupt, zumindest für uns. Ein Besuch der Riesenschildkröten auf Curieuse ist ein Muss und sorgt für etwas Abwechslung neben den Stränden. Wer gern weltkleinsten Nationalpark besuchen möchte, muss in den Vallée de Mai, das Herzstück Praslins. Er wurde 1983 von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt und ist ein Überbleibsel eines prähistorischen Waldes, der existierte, als die Granitfelsen noch zum Kontinent Gondwana gehörten. Ein "Garten Eden" mit einer einzigartigen Pflanzen- und Tiervielfalt, die es nur hier gibt (hier existieren allein sechs endemisch vorkommende Palmenarten).  Er hat täglich von 8:30 - 16:30 geöffnet und kostet 20 € Eintritt pro Person. Wem das zu viel ist, der kann auch den kleinen Bruder, das Fond Ferdiand Nature Reserve besuchen. Hier kostet der Eintritt nur 6 €. Wir haben die beiden Parks an den beiden Tagen leider nicht geschafft, was mich heute noch nervt. 2-3 Stunden für eine Wanderung mit Guide sollten reichen, aber da ging der Mittagsschlaf unserer Knirpse vor. Dann müssen wir eben noch mal her ;-) Was wir auch nicht gemacht haben, aber bewusst, war der Besuch des viel umworbenen Anse Georgette. Er befindet sich, wie der Petite Anse Kerlan, auf dem Gelände das Lémuria Resorts und ist nur mit einer vorher eingeholten Genehmigung beim Hotel erreichbar. Alternativ per Boot. Hat man eine Genehmigung, muss man noch einen 30-minütigen Fußmarsch über den Golfplatz durch die pralle Sonne über sich ergehen lassen. Und wenn man Pech hat, ist die Strömung zu stark, so dass Baden und Schnorcheln an dem Tag nicht erlaubt sind. Das wollten wir mit den Knirpsen nicht riskieren und warten lieber, bis die beiden etwas älter sind. Dann würden wir aber vom Anse Lazio zur Anse Georgette laufen. Die Wanderung dauert wohl ca. 1 - 1,5 Stunden und ist - so haben es mir die Wanderer berichtet, die ich am Anse Lazio getroffen habe, anstrengend, der Weg etwas schwer zu finden, aber traumhaft schön! Und zurück muss man auch wieder... Zum Sonnenuntergang ist der Petite Anse Kerlan oder auch der Anse Kerlan perfekt. Am Petite Anse Kerlan nicht vergessen, vorher die Genehmigung beim Lémuria Resort einzuholen.

2,5 Tage auf Praslin waren zu wenig. Beim nächsten Mal würde ich Mahé weglassen und länger auf Praslin bleiben. Die Insel ist wunderschön und die Strände sind traumhaft! Hier hat es uns sehr gut gefallen, worüber ich wirklich froh bin, denn auf Mahé hatte ich mir bereits Sorgen gemacht, ob die Strände auf den Seychellen wirklich so toll sind... 

 

3 perfekte Tage auf Praslin:

 

1. Tag: Besuch Vallée de Mai oder Fond Ferdinand Park am Vormittag und Anse Lazio am Nachmittag

2. Tag: Vormittag Ausflug zu den Riesenschildkröten nach Cuieuse Island und Nachmittag an den Petite Anse Kerlan bis zum Sonnenuntergang

3. Tag: Roadtrip an der Küste entlang vom Anse Kerlan bis zum Anse Lazio und Wanderung vom Anse Lazio zum Anse Georgette (und zurück oder ein Taxiboot bestellen)

 


Die geheimnisvolle Coco de Mer

Im Vallée de Mai auf Praslin findet man den ältesten Palmenwald der Erde - & auch die endemische Coco de Mer. Sie wächst ausschließlich auf den Seychellen & dort auch nur auf den Inseln Praslin & Curieuse. Sie wird bis zu 40 m hoch & ca. 800 Jahre alt. Es gibt männliche & weibliche Palmen & ihre Samen sind die größten des Pflanzenreichs. Um die Coco de Mer ranken sich jede Menge Legenden. Die großen Kokosnüsse, deren Form an einen weiblichen Po erinnert, gelten als Symbol der Fruchtbarkeit. Wenn die Nächte so stürmisch sind, dass kein Mensch in den Wald geht, dann paaren sich die Nüsse & wer ihnen bei ihrem Liebesspiel zusieht, der muss sterben, so heißt es. Bei der Ausfuhr gibt es einiges zu beachten, denn die Coco de Mer steht unter Naturschutz. Nur lizensierte Händler dürfen sie verkaufen. Wer illegal eine Nuss ergibt, dem drohen Geld- oder Gefängnisstrafen. Die Preise hängen von der Größe & Qualität ab. Etwa 150 - 250 € muss man dafür hinlegen. Die Nuss muss eine Seriennummer haben & eine Ausfuhrgenehmigung vom Händler.


Mi., 23.11.2016: Praslin – La Digue

Heute fahren wir zu unserem letzten Ziel auf den Seychellen - La Digue. Wir verabschieden uns von unserem netten Gastgeber und den Nachbarn, fahren nach Victoria, geben den Mietwagen ab und trinken noch gemütlich einen Kaffee am Hafen, bevor 10.30 Uhr die Fähre nach La Digue startet. Wir sind nur 15 Minuten unterwegs. Am Hafen wartet ein kleines Club Car auf uns und bringt uns und unser Gepäck zur Unterkunft. Einen der berühmten Ochsenkarren können wir auch schon entdecken - am liebsten würde ich mit dem fahren, aber der Hotelangestellte packt schon alles ein - was nicht ganz einfach ist. Das Gepäck einer vierköpfigen Familie in ein kleines Elektro-Club-Car? Viel Erfolg! Schlussendlich passt alles - wir sind wohl nicht die ersten Gäste, mit viel Gepäck :-) Ich habe ein Appartement im Guesthouse "Casa de Leela" gebucht. Die Anfahrt dauert nicht lang, ca. 5 Minuten. Wir bekommen schon mal einen ersten Eindruck von der beschaulichen Insel. Ich bin sehr gespannt auf La Digue, denn schließlich heißt es, Mahé und Praslin seinen nur eine langsame "Vorbereitung" auf die Strände, die uns hier erwarten...

In der Unterkunft angekommen müssen wir noch warten, bis unser Zimmer bezugsfertig ist. In der Zwischenzeit bekommen wir einen Fruchtcocktail und warten am Empfangsbereich. Die Anlage ist schön gestaltet und hat einen kleinen Pool. Wir mieten schon mal unsere Fahrräder für die nächsten 7 Tage und buchen für 10€ Wlan. Gegen 13:30 Uhr können wir in unser Appartement. Wir müssen leider noch mal umziehen, das Schlafzimmer ist voller schwarzem Schimmel - hier schlafen meine Kinder nicht. Erst am nächsten Tag ist ein anderes Zimmer frei - ok, dann ziehen wir morgen um. Die Appartements sind ansonsten schön, haben einen separaten Wohnraum mit Küche und einen großen Balkon. Wir packen schnell unseren Kram aus und schwingen uns auf unsere Fahrräder. Nora hat einen Kindersitz und findet ihn toll und Timo darf im Tragetuch bei der Mama mitfahren - das wird klasse :-D 

Heute geht nicht mehr viel. Es ist schon fast 16 Uhr und die Sonne geht um 18:00 Uhr unter. Die Kinder lieben es, mit dem Fahrrad mit zu fahren und die Strecke an den Stränden entlang ist traumhaft. Das werden ein paar entspannte Tage hier auf La Digue, das lässt sich schon erahnen. Die Leute sind wirklich sehr nett und gechillt unterwegs, die Insel ist klein und es gibt alles, was man benötigt, außer alkoholfreies Bier für die stillende Mama :-( Wir fahren ein Stück Richtung Nordwesten bis zum Anse Parates an der Nordspitze der Insel. Die Bucht ist wirklich wunderschön! Hier bleiben wir heute Nachmittag. Das Meer ist gerade rau - schwimmen möchten wir hier nicht. Wir suchen uns ein gemütliches Plätzchen unter den Palmen und Nora spielt vergnügt im Sand.

Auf dem Rückweg machen wir Halt am Gala Takeaway ganz in der Nähe der Unterkunft. Wir müssen anstehen, es ist viel los und auch schon einiges vergriffen. Die Damen hinter der Theke sind sehr nett. Ich nehme das Hühnercurry und Jens das vegetarische Curry. Dazu noch Pommes und frittiertes Huhn, ein Stück Kokoskuchen und einen (für mich virgin) Piña Colada - alles wirklich zu empfehlen und preiswert. Das wird unser Lieblings"restaurant" auf La Digue :-) Wir packen alles in unseren Fahrradkorb und radeln zum Gästehaus zurück - es ist bereits dunkel. Wir lassen uns das Curry schmecken, bringen die Knirpse ins Bett, Chillen den restlichen Abend auf dem Balkon und freuen uns auf morgen - wir wollen zum meistfotografierten Strand der Welt radeln und sind sehr gespannt...

Do., 24. - Di., 29.11.2016: La Digue

Die nächsten 6 vollen Tage verbringen wir auf unseren Fahrrädern auf La Digue. La Digue ist die viertgrößte Insel der Seychellen und nur ca. 10 km² klein. Die rund 3000 Menschen, die hier leben, bewegen sich nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad und das bitte alles schön lässig - wie es sich in einem Tropenparadies gehört :) Es gibt nur wenige Autos in Form von Taxis und Lieferwägen. Den traditionellen Ochsenkarren gibt es auch noch, aber leider nicht mehr sehr häufig (wir haben ihn in den 8 Tagen nur ein Mal gesehen). Es wird eben doch mit der Zeit alles den (bequemen) Touristen angepasst. Es gibt hier keine Stadt, alles was man benötigt (Banken, Supermärkte, Restaurants und Takeaways sowie Fahrradverleihe) findet man in den kleinen Ortschaften La Réunion und La Passe an der Westküste. Hier gibt es auch die meisten Gästehäuser und Pensionen, größere Hotels existieren kaum. Sehenswürdigkeiten gibt es hier keine, außer den malerischen Strände und die zählen zu den schönsten und meistfotografierten der Welt - ein Paradies für (Hobby-)Fotografen! Einen davon - den Anse Source d'Argent - schauen wir uns gleich als erstes an.

 

Karte von La Digue: 

Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/la-digue-island-map.html
Quelle: http://ontheworldmap.com/seychelles/la-digue-island-map.html

Die nächsten 6 Tage werde ich hier nicht im Einzelnen erläutern. Aufstehen, Frühstücken, Sachen packen, ab aufs Fahrrad und an den Strand, Abendessen und zurück ins Appartement... Der tägliche Ablauf ist immer ähnlich. Also, was macht man 6 Tage auf einer kleinen, verträumten Insel mitten im indischen Ozean, die - außer Traumstrände - kaum Sehenswürdigkeiten aufweist? Natürlich hauptsächlich am Strand Chillen, Schnorcheln, Baden und den Kleinen beim Plantschen zusehen! Natürlich haben wir die Insel erkundet und fast alle Strände ausprobiert. Dies ist mit dem Fahrrad problemlos möglich. Den einzigen Strand, den man nur mit einer recht schwierigen Wanderung, zumindest mit einem Kleinkind und einem Baby, erreichen kann und den wir daher nicht gesehen haben, war der Anse Marron. Leider, denn der soll wunderschön sein. Aber nach dem ich mir Bilder und Videos der Wanderung angeschaut habe, haben wir uns gegen den Weg dort hin entschieden, da es u.a. durch bauchtiefes Wasser geht und mit Baby im Tragetuch ist uns das zu heikel. Wer ohne Knirpse oder mit älteren Kinder unterwegs ist: der Strand ist nur mit Guide erreichbar (Sunny Trail Guide) und - laut den Bildern im Netz - definitiv eine Wanderung wert! Beim nächsten Mal kann ich mehr berichten ;-) Was haben wir also die 6 Tage auf La Digue gemacht? Wir waren fast jeden Tag am wunderschönen Anse Source d’Argent und haben die umliegenden Strände erkundet, wir haben eine Fahrradtour durch den Norden der Insel gemacht sowie eine Wanderung zum Anse Coco im Südosten der Insel:

Anse Source d’Argent

Der wohl bekannteste Strand auf La Digue, der Anse Source d’Argent, liegt im Südwesten und ist einer der meist fotografierten Strände weltweit. Er war bereits Ort für Filmaufnahmen wie „Emanuelle” „Crusoe”, „Castaway” und die berühmte „Bacardi”-Werbung aus den 90er Jahren. Hier waren wir an fast allen Tagen auf La Digue, haben die Zeit zu viert genossen und die wohl bisher schönsten Sonnenuntergänge unseres Lebens gesehen... 

Man erreicht Anse Source d’Argent über den L’Union Estate Park und muss einen Einritt von 100 Seychellen-Rupien (ca. 6,50 Euro) zahlen. ! Das Ticket aufheben, ab dem 4. Mal dürft ihr umsonst rein. Auf der Anlage könnt ihr eine Kopramühle, Vanille-Plantagen, Riesenschild-kröten (in einem Gehege) und unzählig viele hohe Kokosnusspalmen entdecken (Vorsicht vor fallenden Kokosnüssen!) sowie natürlich den Traumstrand Anse Source d’Argent. Dafür müsst ihr in der Nähe des Strandrestaurants "Lanbousir" eure Drahtesel parken und lauft noch ein Stück zum ersten Strandabschnitt des traumhaften Anse Source d’Argent. 

Je nach Wochentag kann es hier schon mal ziemlich eng werden, da auf La Digue (für mich unverständlicherweise) meist viele Tagesgäste oder Kreuzfahrer ankommen, um sich den Traumstrand anzusehen, ein paar Fotos zu machen und dann wieder nach Praslin oder Mahé schippern. Auf der einen Seite gut, somit ist die Insel nicht überfüllt, auf der anderen Seite ist La Digue viel zu schade für nur einen Tagesausflug. Uns hat es hier am besten gefallen. Für das beste Fotomotiv ohne Gedrängel kommt ihr am besten früh morgens oder am späten Nachmittag an den Anse Source d’Argent oder lauft einfach ein Stück weiter zu einem der vielen Strandabschnitte Richtung Süden. Wir haben auch die Erfahrung gemacht - das kann aber auch Zufall gewesen sein - dass am Wochenende deutlich weniger Besucher kamen; eventuell, weil die Tourenanbieter da frei haben? Keine Ahnung, aber am Sonntag war der Anse nahezu menschenleer. Sei es drum, wer ein Stück weiterläuft, findet definitiv ein einsames Plätzchen.

Wir stellen also unser Fahrrad ab und machen uns auf den Weg zum Traumstrand. Dort angekommen bin ich erstmal etwas irritiert: DAS soll der meistfotografierte Strand der Welt sein? Jede Menge Touris, die sich auf ihr kleines Handtuch unter eine Palme drängeln, um etwas Schatten abzubekommen und ein kleiner Strand mit sehr flachem Wasser (es war gerade Ebbe), in dem sich die Menschenmassen mit ihren Schnorcheln wie in einer Sardinenbüchse drängeln oder wie wild Fotos von sich machen lassen. Es schien wohl gerade ein Kreuzfahrtschiff oder 10 Boote voller Touris gleichzeitig angekommen zu sein. Mein Mann will sich - wie immer - gleich an der erstbesten Stelle hinlegen. Ich möchte mich hier nicht dazwischen drängeln. Also stapfen wir weiter und je weiter wir gehen, desto leerer wird es. Und schließlich finden wie einen wunderschönen Platz mit freiem Blick auf das menschenleere Meer - toll! Hier bleiben wir! 

Später wird es dann auch wieder leerer und die Boote nehmen die Tagesgäste wieder mit. Wunderbar. Unser erster Tag am Anse Source d’Argent war auch der mit den meisten Gästen - an allen anderen Tagen hielt es sich in Grenzen und er war teilweise sogar fast menschenleer (Sonntag). Wir haben jeden Tag einen traumhaften Platz gefunden. An vier Tagen haben wir den Traumstrand besucht, der aus vielen kleinen Buchten - eingerahmt von Granitfelsen - besteht. Es gibt genug Schattenplätze unter den vielen Takamakabäumen oder Palmen (Vorsicht vor fallenden Kokosnüssen) und die Fotomotive nehmen kein Ende... Nora hat viel Spaß beim Plantschen im flachen und ruhigen Wasser und Timo kann sich nicht entscheiden zwischen Schlafen, Trinken, Plantschen oder seiner neuen Fähigkeit, dem Drehen auf den Bauch und zurück - immer und immer wieder auf dem tollen Sand :-D

Wenn man ein Stück am Strand entlang läuft, findet man fast am Ende die Fruita Cabana Bar. Hier gibt es frische Früchte und Kokosnüsse, Cocktails, Musik, Hängematten, Schaukeln und nette Menschen - und das am Traumstrand - MEGA!!! :-D Das ist das Paradies! Hier solltet ihr unbedingt bis zum Sonnenuntergang kurz nach 18 Uhr bleiben (und definitiv Mückenschutz sowie eine Taschenlampe für den Rückweg mitnehmen!!). Anbei ein kurzes Video:

Die Sonnenuntergänge auf den Seychellen sind der Wahnsinn! Wir haben wirklich schon sehr viele tolle Sonnenuntergänge gesehen, aber die Seychellen schießen den Vogel ab! Jeden Tag gibt es ein neues, wunderbares Farbspektakel! Gleich am ersten Tag auf La Digue hatten wir den bisher wohl schönsten Sonnenuntergang überhaupt gesehen. Aber auch an jedem anderen Tag hat sich die Sonne spektakulär verabschiedet:

Fazit Anse Source d’Argent:

Nach dem ersten "Schock" über die vielen Besucher anfangs war es dann aber tatsächlich ein perfekter Traumstrand, den man nicht alle Tage findet. Die eindrucksvollen Granitfelsen, die Palmen & Takamakabäume, der weiche, schneeweiße Sand & das türkisfarbene, flache Meer machen ihn wirklich einmalig! Wir haben hier die meiste Zeit verbracht, mit den Kleinen im Meer geplantscht, geschnorchelt & gechillt. Der Anse Source d'Agent ist ein absolutes Muss bei jedem Seychellen-Besuch & viel zu schade nur für einen kurzen Abstecher.  

 

GUT ZU WISSEN:

 

Anfahrt: über den Union State Park zu erreichen, den Schildern folgen und das Fahrrad in der Nähe des Lanbousir Restaurant abstellen, nach einem kurzen Laufweg habt ihr den Traumstrand erreicht

 

Eintritt: 100 Seychellen-Rupien (ca. 6,50 Euro) pro Person, ab dem 4. Tag frei (oder kostenfrei: vor dem Heliport im südlichen Teil von La Passe durch das Meer & nicht erwischen lassen ;-) )

 

Aktuelle Gezeiten: findet ihr hier

 

Essen: Lanbusier Strandrestaurant (nur um die Mittagszeit geöffnet) sowie 2 Strandbars (eine ganz am Anfang und die Fruita Cabana Bar am hinteren Strandabschnitt)

 

Sonstiges: unbedingt den Sonnenuntergang ab 18 Uhr anschauen!

 


Ausflug zum Anse Coco

Der Grand Anse, Petite Anse & Anse Coco sind wunderschöne und teils wilde Strände im Südosten der Insel. Der Petite Anse und Anse Coco sind nur per Fuß zu erreichen. Dazu fährt man mit dem Fahrrad in Richtung Grand Anse. Der Weg mit dem Fahrrad durch den Dschungel ist bereits ein tolles Erlebnis. Für den kleinen Hunger oder Durst gibt es auch ein paar nette Cafés am Straßenrand (Mimi´s Café, Simons Fruit Shop). Mit dem Fahrrad ist man von La Passe aus ca. 30 gemütliche Minuten unterwegs. Am Grand Anse angekommen wird das Fahrrad abgestellt, die Knirpse in die Tragetücher geschnallt, der Rucksack mit dem ganzen Kram aufgesetzt und los geht die Wanderung zum Anse Coco. Dazu müssen wir links am Strand entlang laufen - der Trampelpfad ist nicht zu übersehen. Rechts neben uns liegt der Grand Anse - ein wilder Strand der zu den schönsten von La Digue zählt. Leider hat er kaum Schattenplätze und da es hier kein vorgelagertes Riff gibt und er schnell steil abfällt sowie verhältnismäßig hohe Wellen hat, ist er für uns mit den Kindern ich nicht zum Baden geeignet. Aber gerade dieses "Wilde" macht seinen Charme aus. Der Grand Anse hat wenig Besucher, einige trauen sich auch in die Wellen. Wir bleiben nicht allzu lang hier und laufen weiter. Es ist ziemlich heiß. Der Weg ist zum Glück teilweise schattig - durch Mangroven, Dschungel und über Felsen. Mit 2 Knirpsen on board relativ anstrengend, aber dennoch gut machbar. Ich liebe ohnehin herausfordernde Wanderungen durch die tropische Hitze, vor allem, wenn danach ein Traumstrand zur Belohnung auf mich wartet und ein erfrischender Sprung in den Ozean! 

Nach ca. 20 Minuten kommen wir an den Petite Anse. Ein toller Ausblick! Er sieht ähnlich aus wie der Grand Anse, nur, wie der Name schon sagt, ist die Bucht etwas kleiner. Wieder sind kaum Besucher da, Schattenplätze sind auch hier rar und ebenso gibt es kein vorgelagertes Riff, was das Baden gefährlich macht. Wir schwitzen. Am Petite Anse gibt es tatsächlich eine Strandbar. Man freut sich über unseren Besuch und bietet uns eine frische Kokosnuss an. Wird gekauft. Wir treffen ein französische Paar - die sind erstaunt darüber, dass wir mit so kleinen Kindern diese Wanderung machen. Wir nicht, wir haben schon "härtere" Wanderungen mit Nora gemacht (aber 2 + Gepäck sind trotzdem nochmal etwas Anderes...). Die Knirpse kommen gut an und sorgen für Abwechslung in der Bar. Wir ruhen uns aus, schlürfen die Kokosnüsse und genießen den Blick auf das Meer. 

 

Weiter geht es Richtung Anse Coco. Wieder müssen wir über Felsen und durch Dschungel. Nach insgesamt ca. einer Stunde Wanderung haben wir es geschafft. Eine wunderschöne Bucht mit schneeweißem Sand und leuchtend blauem Meer liegt vor uns. Eingerahmt von Granitfelsen und Dschungel ist der Ausblick grandios! Am linken Ende des Strandes gibt es einen natürlichen Pool, der vor dem offenen Meer und den gefährlichen Strömungen schützt. Den steuern wir an. Leider gibt es auch hier keinen Schatten. Zum Glück haben wir unsere Strandmuschel dabei. Wir sind allein hier - wie wunderbar! Vereinzelt kommen Besucher, um ein paar Bilder zu schießen. Wir verbringen ca. 2,5 Stunden hier, springen ab und zu ins kühle Nass und genießen den tollen Ausblick auf das Meer. 

Irgendwann müssen wir uns auf den Rückweg machen - der ist nicht weniger anstrengend, als der Hinweg. Nora und Timo machen ihren Mittagsschlaf in den Tragetüchern - Kind müsste man sein.  Zurück bei den Fahrrädern sind wir froh, dass wir nun etwas kühlen Fahrtwind abbekommen. Wir machen Halt bei Mimi´s Café, um ca. 5 Liter Schorle zu schlürfen und bestellen ein Sandwich, Pommes und Eis. Es ist schon 17 Uhr, als wir in der Unterkunft ankommen. Wir verbringen den restlichen Nachmittag am Pool und chillen. Ein anstrengender, aber unvergesslicher Tag ist zu Ende.


Tour durch den Norden von La Digue

Auch der Norden von La Digue hat wunderschöne Strände, die wir uns auf einer Fahrradtour anschauen wollen. Wir starten in La Réunion und fahren gemütlich bis zur Anse Fourmis an die Ostseite der Insel. Wir kommen vorbei am Anse Severe, Anse Patates, Anse Gaulettes, Anse Grosse Roche und Anse Banane, bis wir schließlich am Anse Fourmis ankommen. Die Strecke ist einfach zu meistern und wirklich wundervoll - sie führt direkt am Meer entlang, vorbei an den kleinen und bunten Häuschen der Einheimischen. Wir treffen auf der Tour auf mehrere frei lebende Riesenschildkröten, aber wenig "Gegenverkehr", wir sind also fast allein unterwegs - perfekt. Am Anse Fourmis ist der Weg ist zu Ende. Man kann zu Fuß über Felsen weiter laufen bis zum Anse Caiman. Bevor wir uns auf den Rückweg machen, gönnen wir uns am Anse Banane noch einen Teller mit frischen Früchten und Kokosnüssen bei Chez Jules, einem tollen rustikalen Café mit Meerblick und authentischem Ambiente. Dort treibt eine Riesenschildkröte ihr "Unwesen" und versucht, ins Café zu kommen :-) Eine der Damen vom Café hat ein Baby, das genauso alt ist wie Timo - da wird gleich mal Kontakt geknüpft :-D 

Dann machen wir uns auf den Rückweg. Wir halten noch mal am Anse Patates, an dem wir gleich am ersten Tag waren, denn dort hat es uns sehr gefallen. Zum Sonnenuntergang fahren wir weiter an den Anse Severe. Ein perfekter Fahrrad-Roadtrip und ein wunderschöner Tag geht zu Ende und die Sonne verabschiedet sich mal wieder mit Bravour! Bis morgen... 


Fazit La Digue:

Unsere absolute Lieblingsinsel auf den Seychellen, zumindest im Vergleich zu Mahé und Praslin. Klein, idyllisch, ursprünglich, tolle Strände, nette Menschen, die Fahrradtouren haben uns allen mega viel Spaß gemacht und hier hatten wir auch das beste Urlaubswetter, ganz ohne Regen. Die 7 Tage waren, neben dem Anse Lazio auf Praslin und den Riesenschildkröten auf Curieuse, unser Urlaubshighlight! Dass so viele Reisende La Digue nur als Tagesausflug ansteuern, können wir nicht nachvollziehen, aber so ist die Insel zumindest nicht überfüllt. Für uns waren die 7 Tage perfekt, es hätten auch gern mehr sein dürfen :) Wir kommen definitiv wieder! Anbei findet ihr zusammengefasst ein paar Tipps zu La Digue. Wir haben mit unseren beiden Kleinen nicht alles gemacht, so zum Bespiel die Wanderung zur Anse Marron, da diese nur mit Guide gemacht werden sollte und nicht ganz ungefährlich ist. Auf den Nid d'Aigle - dem höchsten Berg (ca. 333 m) nicht wir auch nicht gestiegen, uns war es einfach zu heiß und dort gibt es kaum Schatten. Und Tauchen oder Schnorcheln waren wir auch nicht mit den Kids, aber möglich ist das mit Kindern, sofern man sich mit dem Partner abwechselt und es auf dem Boot genug Schatten gibt. Wir haben es aber nicht machen wollen, da die Erfahrungsberichte zur Unterwasserwelt nicht so toll waren und die Preise doch recht hoch. 

Ausflüge & Sehenswürdigkeiten:

- L'Union Estate Park & Anse Source d'Argent (mind. 1 Tag)

- Wanderung zur Anse Cocos im Südosten der Insel (1/2 - 1 Tag)
- Fahrradtour durch den Norden der Insel (1/2 - 1 Tag)
- Nid d’Aigle - höchster Berg auf La Digue (1/2 Tag)
- Wanderung zur Anse Marron - nur mit einem erfahrenen Guide zu  
  empfehlen, nicht für kleine Kinder (1/2 - 1 Tag)
- Veuve Reserve - kleines Naturreservat in der Inselmitte (2-3 Std.)
- Tauchen, Schnorcheln & Katamaran-/Bootsausflüge (1/2 - 1 Tag)

 

Essen:

- Gala Takeaway, La Passe

- Pizzeria at Gregoire's, Anse Reunion Village

- Lanbousir, Anse Source d'Argent

- Chez Jules, Anse Banane im Norden der Insel

- Mimi´s Café, auf dem Weg zur Grand Anse


Mi., 30.11.2016: La Digue - Mahe

Heute ist leider unser letzter Tag auf La Digue. Leider. Wunderschön war es hier und den Kindern hat es auch super gut gefallen. Nach dem Check out lassen wir uns zur Fähre bringen. Die fährt um 12:15 nach Praslin und dort müssen wir noch mal umsteigen, um nach Mahé zu kommen. Die Anschlussfähre fährt 13 Uhr am selben Steg los - wir müssen nur unser Gepäck umladen. Eine Stunde später sind wir in Mahé angekommen. 

Wir nehmen ein Taxi zur Unterkunft. Ich habe einen Bungalow direkt am Flughafen gebucht, bei MARL Self Catering in Pointe Larue. Wir packen schnell das Nötigste aus und fragen bei der Besitzerin nach, wann und wo hier Busse fahren - wir wollen noch mal an den Strand, an dem wir am ersten Tag auf Mahé waren, dem Fairyland Beach. Wir müssen nicht lang auf den Bus warten. Der ist ziemlich voll, aber wir finden ein Plätzchen. Nach ca. 25 Minuten sind wir am Strandabschnitt angekommen.

Hier verbringen wir unseren letzten Nachmittag auf den Seychellen und das Wetter ist perfekt. Erinnerungen an unseren ersten Tag werden wach und wir sind traurig, dass die drei Wochen schon wieder vorbei sind, freuen uns aber auch auf zu Hause! Die Zeit ist so schnell vergangen... Es dämmert schon langsam und wir machen uns auf den Weg zum Bus. Wir kaufen im Supermarkt noch etwas zum Abendessen und verbringen den restlichen Abend mit dem Packen von gefühlt 10 Koffern. Als dann endlich alles fertig ist und die Knirpse im Bett sind, lassen wir unseren letzten Abend auf den Seychellen auf der Veranda bei einem (für mich alkoholfreien) Bier ausklingen und schauen uns noch ein letztes Mal den funkelnden und unglaublich tollen Sternenhimmel über dem indischen Ozean an. Wie immer werde ich sehr sentimental, sobald die Rückreise ansteht... Gute Nacht :-*

Do., 01.12.2016: Mahé - Dubai

Unser Flieger nach Dubai geht schon um 08:35 Uhr. Die Besitzerin der Unterkunft bringt uns zum Flughafen, die Fahrt dauert keine 10 Minuten und sie macht das umsonst - sehr nett. Der Check In geht schnell und die Zeit am Flughafen vergeht wie im Flug - schon bald sitzen wir im Flieger nach Dubai. Der Flug mit Emirates ist mal wieder super! Nach 4 1/2 Std. kommen wir gegen 13 Uhr in Dubai an und nehmen das kostenlose Shuttle zum gebuchten Millennium Airport Hotel. 

Dort machen wir es uns am Pool gemütlich, denn morgen geht es bereits frühzeitig nach Hause. Ich hadere mit mir, ob ich nicht doch noch in die Dubai Mall zum Shoppen fahre, aber lass es dann doch bleiben. Mir fällt auf, dass wir in diesem Urlaub das erste Mal im Pool sind ^^ Aber wer will schon auf den Seychellen in einen Pool, wenn man das türkis leuchtete Meer nebenan hat... Wir Essen beim Hotelitaliener noch etwas zu Abend, packen - mal wieder - unsere Koffer und gehen zeitig Schlafen - morgen haben wir einen 7-Stunden-Flug vor uns... 

Fr., 02.12.2016: Dubai - München

So, heute steht die Rückreise an. Der Wecker klingelt um 5:30 Uhr. Die Nacht im Hotel war super, das Bett war mega bequem! Schade, dass sie nur so kurz war. Die Kleinen Mäuse wollen nicht wach werden, aber das hilft alles nix. Aufstehen, anziehen und los. Die Koffer werden abgeholt und das Shuttle bringt uns wieder zum Flughafen. Die Fahrt dauert nicht lang und der Check in ist - dank Emirates - für Familien mal wieder schnell und unkompliziert erledigt. Wir haben - wie immer - tolle Plätze als Familie in der vorderen Reihe bekommen. 8:40 geht es los. Der Flug dauert ca. 6 1/2 Stunden und vergeht schnell. Timo schläft viel und Nora studiert ihr Buch über Flugzeuge und schaut sich "Findet Dorie" an. Bald schon landen wir Ortszeit 12:30 Uhr in München. Wir fahren mit dem Bus zum Urlauberparkplatz, quetschen alles ins Auto (wie hat das hinzu rein gepasst???) und machen uns auf den 2,5-stündigen Heimweg. Gegen 16 Uhr kommen wir an - müde, aber auch froh, erstmal wieder zu Hause zu sein. Eine wunderbare und erlebnisreiche Reise zu viert ist vorbei und wir sind stolz auf unsere Knirpse, die alles wirklich toll mitgemacht haben. Nun ist auch Timo fernreiseerprobt und wir freuen uns jetzt schon auf unser nächstes Abenteuer zu viert :-D


Fazit Seychellen:

Dafür, dass wir anfangs nicht so begeistert von den Seychellen waren, haben wir es uns dann doch ziemlich gut gehen lassen :-) Wir hatten uns die Inseln anders vorgestellt, etwas größer und weniger Vegetation. Umso schöner war es dann, durch dichten Dschungel zu fahren und üppig bewachsene Strände zu haben - manchmal hat es sich angefühlt, als wären wir in Costa Rica (z. B. am Anse Lazio). Es ist ein Paradies für Kinder und auch für die Eltern, denn wenn sie Knirpse happy sind, sind es auch Mama und Papa :-D Es war rundum ein wunderschöner Urlaub, wenn auch stressig mit Baby und Kleinkind (einpacken, auspacken, einpacken, auspacken, umpacken...). Die Strände waren wunderschön, nicht alle, aber die meisten. Wir haben auf jeder Insel unser Highlight gefunden. Ich hatte ja Angst, dass der Urlaub zu strandlastig werden könnte - war er nicht. Wir hatten genug Abwechslung und uns wurde nie langweilig, im Gegenteil. Die Menschen sind freundlich und hilfsbereit sowie kinderfreundlich. Das ist uns sehr wichtig. Gibt es ein nächstes Mal? Sicher, aber erst in frühestens 10 Jahren. Wir müssen sparen ;-) Wir würden aber die Inseln anders aufteilen: Mahé würden wir beim nächsten Mal weglassen. 6 Tage Praslin und 8 Tage La Digue finden wir eine gelungene Aufteilung, denn die beiden Inseln haben uns am besten gefallen - vor Allem aber La Digue und unseren Fahrradtouren zu viert. Und wieder ein Ausflug nach Curieuse sowie eine Tour mit einem Katamaran. Der Aufenthalt in Dubai war ideal, um die Anreise für die Kleinen nicht so stressig zu haben. Sind die Kinder älter, würden wir wohl direkt fliegen. Aber bei dieser Reise war es eine sehr gute Entscheidung und auch ein spannender Stopover. Was natürlich nicht zu vergessen ist, sind die Kosten. Die Seychellen sind teuer! Aber es geht auch günstiger, schläft man in einfachen B&B´s oder Ferienhäusern, geht in Takeaways essen oder kocht selbst, mietet einen kleinen Wagen (sollte man nur zu zweit anreisen) oder nimmt den Bus (Taxis sind zu teuer). Alles in allem war es eine Traumreise, an die wir wehmütig zurückdenken. So viele tolle Erinnerungen mit unseren zwei süßen Knirpsen haben wir mitgenommen... Seychellen - wir kommen wieder! :-)

 

Nützliche Tipps & Infos:

 

Reisezeit: ganzjährig / Bester Monat: November

Schnorcheln, Tauchen: Nov. - März/April (windstill, heiß, hohe Luftfeuchtigkeit)

Segeln, Wandern: Mai - Okt. (angenehmer, etwas raueres Meer)

Meiste Niederschläge: Dez. - Feb. (kurzer Starkregen)

 

Währung: Seychellen-Rupie (SCR) - 1 € = 15 Rupien 

Am besten mit einer Kreditkarte vor Ort abheben (ich empfehle DKB). Man kann auch mit Euro zahlen, aber günstiger ist es meist in der Landeswährung.

 

Gesundheit: Keine tropischen Krankheiten oder besondere Impfvorschriften.

 

Medizinische Versorgung: Ein etwas größeres Krankenhaus, Arzt- und Zahnarztpraxen befinden sich auf Mahé, kleinere Krankenhäuser gibt es auch auf den anderen bewohnten Inseln.

Central Hospital: Mont Fleuri Road bei Victoria, Mahé, Tel: +248 4388000

Anse Royal Hospital: Anse Royal, Mahé, Tel: +248 4371222

Baie Ste Anne Hospital: Praslin, Tel: +248 4232333

Logan Hospital: La Digue, Tel: +248 4234255

Gebührenfreie Nummer für Unfälle und den Notdienst: +248 151

Notfallnummer: 999

 

Essen und Trinken: Es gibt von All-Inclusive Luxushotels bis Selbstversorgerunterkünfte alles auf den Seychellen, aber kleinere Hotels und Gästehäuer mit Selbstversorgung dominieren eindeutig. In den Supermärkten und Straßenständen gibt es das Meiste an Lebensmitteln kaufen oder man geht ins Restaurant oder in eines der vielen günstigen Takeaways.

 

Fähren zwischen den Inseln: gebucht bei www.seyferry.com (zu empfehlen)

- eine kostenlose Änderung

- Gepäckstücke bis 30 Kilogramm erlaubt

- 1 Handgepäck mit den Dimensionen 50x30x20 cm

- Buggy und Babyschale kein Problem 

 

Mietwägen: Buchung vor Ort möglich, aber aufgrund begrenzter Verfügbarkeiten besser vorab buchen, z. B. bei www.seychelles-info.com

 

Internet:

Es gibt in den meisten Unterkünften kostenfreies Wlan. Ansonsten lohnt sich eine Cable & Wireless Prepaid Karte. SIM-Karten sind in allen Shops erhältlich, welche das Cable & Wireless Logo tragen.

 

Kosten:

 

Flug: ca. 800 € pro Person (Angebote, z. B. bei Urlaubspiraten, bereits ab 450 €)

 

Fähren (Preise für 2 Personen, Kleinkinder sind kostenfrei):

Mahe – Praslin: 118 €

Praslin – La Digue: 35 €

La Digue – Mahe: 152 €       

 

Mietwägen: ca. 50 € / Tag (mit Selbstbehalt, das ist hier üblich)

 

Supermarkt: 

750 ml Wasser: 12 SCR (ca. 0.80 €)

1 l Orangensaft: 20 SCR (ca. 1,40 €)

1 l Milch: 22 SCR (ca. 1,40 €)

1 Flasche Bier (Seybrew): 24 SCR (ca. 1,70 €)

Windeln (kleine Pkg. Pampers): 65 SCR (ca. 4,50 €)

1 Pkg. Feuchttücher (Huggies): 27 SCR (ca. 1,85€)

Kleine Tüte Haribo (100g): 16 SCR (ca. 1,10 €)

Mars (6er Pack): 50 SCR (ca. 3,45 €)

 

Unterkünfte: ab 70 € pro Nacht in Gästehäusern mit Selbstversorgung bis open end in Luxusresorts

 

Unsere Unterkünfte:

  Le Domaine de Bacova Amitie Chalets
Casa de Leela Marl Self Catering
Anzahl Nächte  3 3 7 1
Frühstück inkl. nein (10 €) nein nein (10 €) nein
Wlan ja ja nein (10 € für die 7 Tage) ja
€ für die jew. Nächte 258€ (+30€ für die Kinder) 303 € 950 € 81 €
Sonstiges  

Meerblick

Fahrräder: 100 SCR pro Fahrrad (200 mit

Kindersitz) pro Tag

 

kleiner Pool

 400 m vom Flugh.

 

kostenloser 

Bringdienst zum Flughafen

 

Bewertung  +++  +++  ++++  ++
Stand: 11/2016
Infos zur Bewertung:
+           = nicht zu empfehlen
++         = mittelmäßig 
+++       = gut
++++     = sehr gut
+++++   = ausgezeichnet

Mit Kindern auf den Seychellen:

 

Ich kann mir kaum ein besseres Fernreiseziel mit kleinen Kindern vorstellen, als die Seychellen.

 

Warum?

 

- keine vorgeschriebenen Schutzimpfungen

- keine gefährliche Krankheiten oder Tiere

- keine Hurrikans oder andere Naturkatastrophen

- mit Stopover angenehme Anreise

- kaum Jetlag (Zeitunterschied: 2/3 Std.)

- ganzjähriges Reiseziel

- immer tropisch warm (aber Vorsicht: gut eincremen und die Mittagssonne meiden)

- kinderfreundliches Reiseland

- familienfreundliche Strände: feiner Sand & flach abfallendes Meer (Vorsicht: fallende Kokosnüssen!)

- viele Reisende mit kleinen Kindern unterwegs

 

Was kann schief gehen? Gar nichts bis jede Menge. Wer Kinder hat, weiß das. Unsere Knirpse hatten bspw. Durchfall und Erbrechen, Fieber und Mittelohrentzündung. Aber mit der nötigen Vorsorge im Gepäck, einem Arzt in der Nähe und viel Liebe von Mama und Papa ist auch das schnell überstanden. Die Seychellen haben natürlich keine vergleichbare Gesundheitsversorgung, wie wir in Europa, aber für kleinere Notfälle ist sie absolut ok. Eine Reisekrankenversicherung ist auf Reisen mit Kindern ohnehin Pflicht! Die Krankenstation auf La Digue war ok und hilfsbereit; leider hatte eine unfähige Krankenschwester die Antibiotika fälschlicherweise erwärmt, aber das haben wir reklamiert und neue angefordert. Der Arzt war kompetent und Timo´s Mittelohrentzündung war schnell wieder weg. Man muss sich dann natürlich auf die Kleinen einstellen und einen Gang runter schrauben. Kein Problem auf La Digue - da ticken die Uhren ohnehin langsamer ;-)

 

Deshalb sollte folgende Reiseapotheke in jedem Gepäck dabei sein: Zahnschmerzmittel, Fieberzäpfchen, Fiebersaft (ggf. im Wechsel), Fieberthermometer, abschwellende Nasentropfen/Meersalz-Nasentropfen, Pflaster, Mullbinden, (Nagel)Schere, Pinzette, Hautdesinfektionsmittel, Wundsalbe, Mittel gg. Durchfall (Trockenhefe), Elektrolytpulver, Mittel gg. Übelkeit, Halsbonbons, kühlende Salben gegen Prellungen/Kühlkissen, Sonnencreme, After Sun, Mückenschutz für Kinder, kühlender Mückenstick & die täglichen Medikamente (z. B. Vitamin D).

 

Weiterhin wichtig: Reisepass (Kopien), Impfpasskopien, Babyfon, Moskitonetz, Schwimmflügel, Badeschuhe, Strandmuschel, Sonnenhut, Sonnenbrille, Sonnenschutz für den Mietwagen, Schirm (auch als Sonnenschutz), Reisehochstuhl, ggf. Reisebett, Tragetuch/Manduca, Windeln und Feuchttücher für die ersten Tage, Schwimmwindeln, dünne Decken, dünne Schlafsäcke, ggf. Schnuller & Lieblingskuscheltier

 

Ansonsten gilt: je entspannter die Eltern, desto entspannter die Kleinsten! In meinem Blogartikel findet ihr jede Menge hilfreiche Tipps für das Reisen mit Kleinkindern und Baby. 

 

Ohne Kinder wäre es wohl tatsächlich todsterbenslangweilig für uns gewesen ;-) Die Knirpse machen eben jede Reise zu einem besonderen Erlebnis. Uns hat unsere erste Fernreise zu viert auf die Seychellen bombastisch gut gefallen und wir würden es wieder genauso machen (mit Ausnahme: mehr Tage auf Praslin, weniger auf Mahé)! Und wenn auch deutlich mehr zu organisieren, zu zahlen und zu schleppen ist - wir wollen es nie wieder anders haben! :-D