Rundreise Bangkok & Süd-Thailand 2012


Unsere nächste Reise sollte einmal etwas Anderes als der Westen der Erdkugel werden – also entschieden wir uns für eine Rundreise durch Thailand. Bangkok und der Südwesten Thailands sollten es werden; dafür hatten wir uns 15 Tage Zeit genommen. Also ging es vom 18.04.2012 bis 02.05.2012 das erste Mal für uns Richtung Asien (…abgesehen von den Malediven 2011…). Folgende grobe Punkte wollten wir besuchen: Bangkok, Phuket, Phang Nga, Koh Similan, Khao Lak, Khao Sok, Krabi, Ao Nang, Koh Ngai und umliegende Inseln, Koh Phi Phi & Koh Tarutao mit Koh Lipe. Koh Tarutao mit Koh Lipe schafften wir zeitlich nicht mehr, da wir in Koh Ngai hängen geblieben sind… Um flexibel zu sein und besonders viel von Land und Leute mitnehmen, buchten wir vorab in Deutschland nicht allzu viel: den Flug nach Bangkok und zurück sowie die ersten beiden Nächste in Bangkok, den Flug nach Phuket und zurück sowie die erste Nacht in Phuket sowie den Mietwagen. Alles andere ist vor Ort absolut unproblematisch – Thailand ist das Backpackerland schlechthin. Zudem gibt es Wlan ist fast jedem Hotel – so buchten wir über Internet jeweils vorm Auschecken immer das nächste Hotel am Zielort – klappte perfekt! Zur Information: Wechselkurs (April 2012): 1 € = 40,03 THB

 

Reiseroute:

Rundreise Thailand 2012
StepMap Rundreise Thailand 2012



Reiseverlauf:

 

1. und 2. Tag, Mittwoch/Donnerstag, 18./19.04.2012:

Am Mittwoch, den 18.04.2012 ging es für uns um 14:25 Uhr zuerst einmal von Stuttgart nach Amsterdam und nach 2 Stunden Aufenthalt weiter nach Bangkok. Die Fluggesellschaft war KLM und wir waren recht zufrieden. Das Essen hätte besser sein können und vor allem eine Auswahl wäre nicht schlecht gewesen, aber wir waren ja im Flugzeug, nicht im Restaurant... Nach einer Reisezeit von insgesamt ca. 14 Stunden kamen wir endlich in Bangkok (Suvarnabhumi) an; Ortszeit: Donnerstag, den 19.04.2012 um 09:35 Uhr. Es gibt die Möglichkeit, mit dem Taxi oder alternativ günstiger mit den Zug in die City zu fahren. Wir entschieden uns natürlich für den Zug :-) Es fahren zwei Linien auf demselben Gleis in die City: die Suvarnabhumi Airport Express Line, die ohne Stopp in ca. 15 Minuten in die City fährt. Diese kostet 100 Baht und fährt halbstündlich. Die Suvarnabhumi Airport City Linie mit sechs Zwischenstopps sowie Umsteigemöglichkeit zum Skytrain fährt in ca. 30 Minuten alle 15 Minuten in die City und ist mit 15 bis 45 Baht Fahrpreis die günstigere, weshalb wir uns auch für diese entschieden haben. Mit dem Skytrain fuhren wir dann weiter Richtung Hotel. Der Skytrain ist ein sehr komfortables und auch kostengünstiges Transportmittel, aber mit gefühlten 15 Grad sehr stark klimatisiert. Tickets gibt es ab 15 Baht am Automaten (für eine Haltestelle, 20 Baht für 2 bis 3 usw.). An jeder Station gibt es Schalter, an denen man Scheine in Kleingeld wechseln kann. Sehr gut organisiert, schnell und praktisch. Nach einer Gesamtfahrzeit von ca. 45 Minuten kamen wir in der Nähe des Hotels an und mussten nur noch einige Meter laufen. Wir buchten vorab das „Vista Residence Bangkok“ und waren damit auch sehr zufrieden (etwa 500 m von der BTS Skytrain -Station „National Stadium“). Nach einem kurzen Frischmachen ging es gegen Mittags in die City. Um diese Jahreszeit ist es in Bangkok sehr heiß und stickig, was das Sightseeing sehr anstrengend macht. So kam es uns ganz recht, dass das erste Ziel das Einkaufszentrum „Siam Paragon“ war – also voll klimatisiert :-) Das riesige und moderne Einkaufszentrum liegt an der Rama 1 Road in Nähe der der Siam Station (Skytrain). Unzählige Geschäfte und Restaurants laden zum Shoppen ein. Restaurants im Untergeschoss bieten die verschiedensten Gerichte an – als Einstieg in die Thaiküche zu empfehlen, um den Magen daran zu gewöhnen. Bitte nicht nur in MC Donalds und Co. einkehren – dafür ist die Thai-Küche zu lecker. An den unzähligen Garküchen in den Straßen und Gassen gibt es für wenig Baht ein leckeres Mittagessen oder einen schnellen Snack.

Ein Tipp zum Shoppen: am besten auf den letzten Tag legen, dann schleppt man nicht während der ganzen Reise die Sachen im Gepäck mit sich rum... Sehenswert: im Untergeschoss des Einkaufszentrums gibt es die Siam Ocean World, Südostasiens größtes Aquarium mit 10.000 Quadratmetern Gesamtfläche. Hier bekommt man Haie, Rochen und viele weitere Meerestiere zu sehen. Ganz interessant anzusehen, aber mit umgerechnet ca. 50€ auch nicht ganz preisgünstig und ziemlich überteuert. Danach ging es weiter Richtung Khaosan Road, einer ca. 400m kurzen Straße im Viertel "Banglampoo", auch bekannt als „Weltzentrum des Rucksacktourismus“. Wir fuhren mit dem Skytrain bis zum Chao Phraya River (Endstation „Saphan Taksin“) und dort mit dem Expressboot weiter bis zur Khaosan Road (Anleger "Phra Athit" (Nr. 13)“). Insgesamt eine sehr kostengünstige Alternative – eine Fahrt mit dem Skytrain kostet, je nachdem wie viel Stationen, zw. 10 und 40 Baht, das Expressboot ca. 15 Baht, egal wie weit man möchte (Ticket am Schalter oder auf dem Boot kaufen. Nicht mit dem Touristenboot verwechseln, das ist teurer und hält nicht überall – man erkennt es an den Touristen ;-) ). Außerdem ist eine Fahrt mit dem Expressboot touristisch sehr interessant – man hat zum Chao Phraya-Flussufer einen herrlichen Überblick über wichtige Punkte der Stadt, so zum Beispiel nach ein paar Minuten den Wat Arun (Der Tempel der Morgenröte) auf der linken Seite direkt gegenüber des Grand Palace.

Auf der Khaosan Road findet man günstige Übernachtungen und Restaurants sowie Essensstände und Geschäfte. Nach einem leckeren Thai Abendessen und einem großen Chang-Bier schlenderten wir die Straße entlang und genossen die quirlige Atmosphäre – ich erinnerte mich an Leo in „The Beach“, der hier ebenso unterwegs war :-) Aus vielen Erfahrungsberichten, die ich vorab im Internet recherchierte, hatte ich schlimmeres erwartet – es wurde von „kaum noch Backpackerromantik“ oder „Ballermann in Thailand“ geschrieben. Ich war für den ersten Abend sowie als Bangkok-Einsteiger sehr zufrieden und wir genossen noch den ein oder anderen Cocktail bevor wir uns auf in Richtung Patpong machten. Unterwegs trafen wir 2 nette Österreicher, die bereits seit Monaten in Asien unterwegs waren uns nun Ihre letzten Tage in Bangkok genossen. Wir trafen Sie an einem der berühmten Insektensnack-Ständen und ich konnte natürlich auch nicht widerstehen, mir eine Tüte Heuschrecken zu „gönnen“. Fleißig aß ich alle 5 sehr fettig frittierten Heuschrecken auf :-) Die Österreicher übten sich an einer riesigen Kakerlake und diversen Maden. Kann man probieren, muss man aber nicht – ich empfand es als nicht so schlimm, wie es vielleicht für den ein oder anderen aussieht - sonst hätte ich nicht alle aufgegessen :-)

Wir entschieden und ein Taxi bis zum Patpong zu nehmen, was mit umgerechnet 5 € auch völlig ok ist. Nach ca. 30 Minuten Verkehrschaos (danach entschieden wir uns, für die nächsten Tage in Bankok beim Skytrain und den Expressbooten zu bleiben…) kamen wir am berühmten „Rotlichtviertel“ Bangkoks an. Die 200 Meter kurze Straße ist, neben der Khaosan Road, sicher die berühmteste Straße Bangkoks. Dort reihen sich Nachtclub an GoGoBar neben Verkaufsständen mit gefälschten Markenprodukten. Handeln (nicht in Einkaufszentren) ist Pflicht um mind. 50% rauszuholen. Die Thais handeln gern, sofern man dies mit einem Lächeln macht. „Pussy Ping Pong“ wird regelrecht als Sport von den Thai-Frauen ausgeübt und an jeder Ecke möchten dich so genannte „Schlepper“ überreden, den Damen zuzusehen, wie sie sich die diversesten Dinge zwischen die Schamlippen quetschen. Natürlich haben ich mich vorher informiert und wusste, dass man danach mit einer Mords-Rechnung zu rechnen hat, daher entschieden wir uns dagegen, obwohl ich das wirklich gerne mal gesehen hätte :-) In einen der Nachtclubs gingen wir dennoch. Gelangweilte Thai-Frauen und Ladyboys (Thai-Männer als Frauen „getarnt“) tanzten an den Stangen und wir tranken ein verhältnismäßig teures (ca. 2,50 €) Bier (vorab Preis vereinbaren und bestätigen lassen“). Mäßig interessant, aber wenn in Bangkok, dann auch Patpong, ist meine Meinung ;-) Nach diesen vielen ersten Eindrücken fuhren wir mit dem Skytrain zurück ins Hotel und genossen hundemüde noch ein Dosenbier, bevor wir in Bett fielen. Gute Nacht Bangkok – erlebnisreich war der erste Tag!

3. Tag, Freitag, 20.04.2012:

Heute stand der Grand Palace und Wat Phra Kaeo auf dem Plan. Eine erstaunliche Tempelanlage mit vielen kunstvollen und goldüberzogenen Gebäuden. Im Zentrum der Anlage befindet sich der berühmte Smaragd-Buddha. Der Tempel ist täglich von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet, es sei denn, es finden königliche Zeremonien statt. Der Eintritt beträgt 400 Baht und es wird großer Wert auf angemessene Kleidung gelegt. Eine lange Hose sowie bedeckte Schultern (ein Tuch reicht nicht) sind Pflicht. Flip Flops sind auch ein No Go. Schade, dass viele nicht den Respekt besitzen und diese Regeln schlichtweg ignorieren :-( Falls man unpassend gekleidet ist, kann man sich auch kostenlos etwas vor Ort ausleihen. Vorsicht vor Schleppern! Als Wachpersonal getarnte Betrüger greifen ahnungslose Touris vor dem Haupteingang ab und erzählen einem beispielsweise, der Tempel sei bis 15 Uhr geschlossen, aber man kann mit einem TukTuk (der Kumpel steht passenderweise mit seine TukTuk gleich in der Nähe) erst mal für eine Gebühr anderen nette Tempel anschauen und wird später wieder vorm Palast abgeladen. Fiese Abzocke - einfach abwinken und weiter zum Haupteingang gehen, bloß nicht verarschen lassen! Im Tempel selbst herrscht Hochbetrieb – Fotos machen stellt sich meist als schwierig heraus, aber mit ein wenig Geduld erhascht man ein schönes Motiv dieser wunderschönen Anlage ohne Menschenmassen. Nur die Hitze ist zu dieser Jahreszeit fast unerträglich – also an viel Wasser oder Tee denken!

Nach dieser Besichtigung lohnt sich ein Besuch der Wat Pho (Tempel des ruhenden Buddha) direkt nebenan. Dort findet man den berühmten ruhenden Buddha. Dieser ist mit Gold überzogen und liegt mit seinen 46 Metern Länge und 15 Meter Höhe in einer weiteren Tempelanlage, welche heute eine traditionelle Thai Massage-Schule ist. Der Eintritt beträgt ca. 100 Baht pro Person. Auch hier gilt: dezente Kleidung und respektvolles Benehmen sowie Schuhe ausziehen!

Einen Erdbeersmoothie und eine Expressboot- sowie Skytrainfahrt später fanden wir und erst mal wieder im Hotel ein, um uns für den Abend frisch zu machen und etwas zu essen. Es stand der Besuch einer der herrlichen Skybars an. Dies ist ein absolutes Muss und ein traumhaftes Erlebnis: Auf diversen Hochhäusern befinden sich so genannte Rooftop- oder Skybars- und Restaurants die einen atemberaubenden Blick auf Bangkok bieten. 3 empfehlenswerte Bars sind hier genannt:

  • Baiyoke Sky Bar (höchste Skybar, im 84.ten Stock des Baiyoke Towers auf ca. 300m Höhe)
  • Lebua Rooftop Bar (nicht ganz so hoch im 64. Stock, aber wesentlich exklusiver und super beleuchtet)
  • Banyan Tree Rooftop Bar (auch sehr exklusive Atmosphäre und nicht so überlaufen, Top-Personal und super freundliche Bedienung) 

Wichtig bei dem Besuch dieser Bars: schicke Abendbekleidung. Mit Flip Flops und kurzen Hosen hat man keine Chance. Das mussten einige Gäste feststellen, die spätestens am Fahrstuhl freundlich weg geschickt wurden. Die Dame unserer Hotelrezeption gab uns den Tipp, entweder die Lebua Rooftop Bar oder die Banyan Tree Rooftop Bar zu besuchen, da die Baiyoke Sky Bar meist überlaufen und weniger schön ist. Dies taten wir auch und entschieden uns vorerst für die Lebua Rooftop Bar (die Banyan Tree Rooftop Bar nahmen wir und für den letzten Abend vor…). Wir haben es nicht bereut: dort bot sich uns ein spektakulärer Ausblick über ganz Bangkok. Cocktails gab es zu moderaten, aber europäischen Preisen und die runde Bar in der Mitte der Plattform wechselte ihre Farben – sehr romantisch. Unbedingt kurz vor Sonnenuntergang dort sein – traumhafte Farben und außergewöhnliche Stimmung!! So ließen wir den Abend ausklingen und fuhren danach gechillt zurück ins Hotel – morgen früh geht es frühzeitig weiter in Richtung Süden :-)

 

Citymap Bangkok:

Bangkok City Map
StepMap Bangkok City Map



4. Tag, Samstag, 21.04.2012:

Heute flogen wir nun Richtung Süden. Unser Flug nach Phuket mit Bangkok Airways ging um 10:00 Uhr. Bei Inlandsflügen bitte die Gepäckbestimmungen beachten! 11:25 Uhr kamen wir dann an und holten gleich am Flughafen den bereits in Deutschland gebuchten Mietwagen ab. Wir buchten über Car del Mar bei "Thai rent a car" und alles verlief schnell und unkompliziert. Wir machten uns auf zum Hotel „Seapines Villa Liberg“, was nur 10 Min. vom Flughafen entfernt sowie am Nai Yang Beach gelegen ist. Ein wunderbares kleines Hotel geführt von einer zuvorkommenden älteren Dame. Tolle Zimmer mitten im Palmenwald, ein kleiner Pool und liebvolle Deko sowie Verzierungen und das alles zu einem sehr günstigen Preis von 1450 Baht - perfekt! Wir bezogen unser Zimmer und machten schnell Bekanntschaft mit ein paar Tschechen, die auch gleich den Selbstgebrannten rausholten mit dem Ergebnis, das mit Mittags um 12:00 Uhr bereits einen in der Krone hatten :-) So chillten wir eine Weile, bis wir uns mit dem Auto auf den Weg zur Südspitze Phukets machten. Phuket ist eine Insel in Süd Thailand (48x21 km), die über eine Zufahrtsstraße über das Festland erreichbar ist. Für unsere Rundreise war sie nur als Zwischenstopp gedacht, da sie uns zu touristisch ist. Da wir aber trotzdem etwas von Phuket sehen wollten, fuhren wir zur Südspitze Laem Phrompthep, um den Sonnenuntergang zu genießen. Hierbei machten wir auch unsere ersten Erfahrungen mit dem Auto in Thailand: es herrscht Linksverkehr, woran man sich aber nach 2-3 Stunden gewöhnt. Das Straßennetz ist im Allgemeinen sehr gut ausgebaut und auch die Straßenverhältnisse sind in Ordnung. Aufpassen sollte man auf Taxis und LKW´s, die meist sehr rasant unterwegs sind. Aber ansonsten ist das Autofahren in Thailand kein Problem und eine gute Alternative zu Taxi, Bus und Bahn.

Wir fuhren mit kurzem Zwischenstopp über den Patong Beach (viel zu touristisch unserer Meinung nach, daher brachen wir nach wenigen Minuten wieder auf) weiter zum Nai Harn Beach - dem südlichsten Strand an der Westseite Phukets. Sehr idyllisch und wenig besucht – wir entschlossen uns für ein Bad in den Wellen. Nach dieser Erfrischung holten wir im Supermarkt (einen 7-eleven gibt es da an jeder Ecke) Chips und Dosenbier und weiter ging es Richtung Südspitze, sie hier nur noch wenige Minuten entfernt war. Dort angekommen liefen wir bis zum äußersten Rand und genossen beim romantischen Sonnenuntergang einsam unser kühles Blondes – klasse :-) Schon fast dunkel, machten wir uns zu Fuß wieder auf den Rückweg – eine Taschenlampe wäre von Vorteil gewesen… Wir entdeckten ein super süßes Restaurant (Promthep Cape Restaurant, moderate Preise für die Lage) und aßen dort noch zu Abend, bevor wir uns auf den Rückweg zum Hotel machen. Entgegen aller Warnungen aus dem Internet fuhren wir gleich am ersten Abend im Dunkeln, aber dies war überhaupt kein Problem – eher angenehmer als am Tage. 50km später genossen wir den Abend auf der Veranda…

5. Tag, Sonntag, 22.04.2012:

Heute hieß es, Abschied von Phuket und weiter Richtung Phang Nga Bucht, welche 1981 zum Marine-Nationalpark erklärt wurde. Die Bucht mit ihren Felsen, Grotten, Lagunen und Höhlen ist super zum Schnorcheln und Kajak fahren. Die über 100 bizarr geformten Kalksteininseln mit ihren Kletterpflanzen und Büschen sind meist unbewohnt, bis auf die Panyi-Insel, auf der sich ein auf Stelzen gebautes moslemisches Fischerdorf befindet oder die "James Bond Insel", wo zum Teil der Film „Der Mann mit dem goldenen Colt“ gedreht wurde. Gegen 11 Uhr brachen wir auf. Die Fahrt mit dem Auto dauerte nur ca. 2 Stunden und wir steuerten einen kleinen Hafen vor der Bucht an. Sofort wurden wir von einer netten Dame begrüßt, die uns ein privates Longtailboot mit Fahrer für umgerechnet 30 € für den ganzen Tag bzw. so lange man wollte, anbot. Das hatte ich vorab recherchiert und auch so erwartet - wir handelten den Preis noch auf 25€ runter und los ging es. Tipp: nicht früh morgens oder mittags los fahren, denn dann kommt man zeitgleich mit allen anderen organisierten Touristenbooten an. Besser, man mietet sich Boot mit Fahrer, so wie wir, und macht sich gegen 14 Uhr auf die Socken – perfekt! Unser netter Bootsfahrer verstand kaum Englisch, wusste aber, wie er uns glücklich machen konnte :-) Vorbei am moslemischen Fischerdorf (wir hielten hier nicht an, da leider der Tourismus schon derart Einzug erhalten hat, dass Restaurants und Bars für Touristen entstanden sind – nicht authentisch, unserer Meinung nach), fuhren wir durch die so genannten „Hongs“ zu einer Station, die Kanus + Fahrer (sehr praktisch, denn paddeln wollte ich nicht ;-) ) für 400 Baht (+Trinkgeld) verlieh. Das nahmen wir natürlich gern wahr und ließen uns gechillt durch die Höhlen und Mangroven schippern.

Danach ging es weiter zum „James Bond Felsen“, den wir als solchen gar nicht gleich wahrnahmen, da er neben den anderen Felsen sehr mickrig erschien. Wir mussten grinsen, denn Internet und Reiseführer kündigten eine Art Attraktion an, aber nett war es trotzdem – vor allem für die, die den Film und die Kulisse kennen. Den Eintritt auf diese Insel lassen sich die Thais auch etwas kosten – 300 Baht pro Person – fast schon unverschämt für ein Foto eines Felsens und ein kurzes Bad im Meer! Dann ließen wir uns zum Ausgangspunkt zurück fahren und tranken bei super Wetter unser geliebtes Chang-Dosenbier auf unserem „Privat-Longtail“ :-) Nach ca. 5 Stunden Ausflug kamen wir gegen 19: Uhr wieder am Auto an und fuhren weiter Richtung Khao Lak.

Eine Stunde später checkten wir im „Khaolak Orchid Beach Resort“ ein (dieses buchten wir morgens noch in Phuket über Wlan im Hotel; 37€ mit Frühstück pro Zimmer – super Preis-Leistung und mal etwas angenehm komfortables für Zwischendurch und auch direkt am Strand möchte)) und sahen uns auf der Touristraße einige Tauchanbieter an, da wir uns für den nächsten Tag ein paar Tauchgänge auf den Similan-Inseln vorgenommen hatten. Leider war bereits Saisonende, so dass nur noch wenige Tauchfahrten angeboten wurden und es war keine dabei, die uns zusagte. Zurück im Hotel riefen wir einige Anbieter an und vereinbarten zumindest noch eine Schnorcheltour zu den Similans – Gott sei Dank, wie sich am nächsten Tag herausstellte… Bei einem gemütlichen Abendessen im Hotel ließen wir den Tag ausklingen.

6. Tag, Montag, 23.04.2012:

Nach einem ordentlichen Frühstück wurden wir vom Veranstalter zur Schnorcheltour zu dem Similan Inseln gegen 08:00 Uhr angeholt. Die Similan-Inseln bestehen aus insgesamt 9 Inseln und liegen 80 Km westlich des Festlandes. Auf einigen Inseln gibt es kleine und sehr schöne Strandbuchten mit weißen Sand und türkisblauem Wasser, umrahmt von glattgeschliffenen Granitfelsen, die an Fotos der Seychellen erinnern. Die Tauchreviere der Similan-Inseln sind weltberühmt und seit 1982 Meeresnationalpark. Korallenfische, Haie, Mantas und Walhai-Begegnungen soll es des Öfteren geben. Auf eigene Faust ist es fast nicht möglich, auf die Inseln zu gelangen, daher entschieden wir uns ausnahmsweise für eine geführte Gruppentour. Im Speedboot ging es von Khao Lak aus in ca. 1,5 Stunden zum ersten Schnorchelspot – der uns aber sehr enttäuschte: tote Korallengärten und nicht sonderlich viele Fische waren dort zu sehen – nach den Malediven eine herbe Enttäuschung. Wir waren froh, keinen teuren Tauchgang bezahlt zu haben. Einziger Lichtblick waren die Nemos, die sich dort befanden sowie die Riesenschildkröte, die gemütlich ihre Bahnen zog – sehr schön und allein dafür hat es sich dann doch gelohnt – ich liebe Schildkröten :-)

Nach diesem ersten Stopp ging es weiter Richtung Donald Duck Bay, einer sehr schönen Bucht mit einem imposanten Felsen, zu dem man auch aufsteigen kann. Leider waren viele Touristen dort, denn wir waren natürlich nicht das einzige Boot… Aber das war zu erwarten bei einer Gruppentour. Aber dennoch ein sehr, sehr schönes Plätzchen :-) Nach ca. einer Stunde fuhren wir weiter an eine andere Insel, wo wir wieder die Möglichkeit zum Schnorcheln hatten. Nach dem Überqueren der Insel kamen wir an einen weiteren schönen Bilderbuchstrand und genossen dort unser Mittagessen. Auf dieser Insel gab es auch einige Bungalows sowie Zelte zum Übernachten, wobei das bei den Touristenströmen, die durch die Anlagen ziehen, auch sehr unangenehm werden kann. Generell sind die Similans keine Inseln für längere Aufenthalte. Übernachten kann man auf Ko Miang und Ko Payang.

Zur Tour: insgesamt 70€ (35€ pro Person) haben wir gezahlt, dabei war eigentlich alles, was man an dem Tag benötigte, von Getränken über Snacks bis zum Lunch sowie die Parkgebühren und, wer benötigte, auch die Schnorchelausrüstung. Man holte uns vom Hotel ab und brachte uns wieder hin. Unterwegs waren wir eigentlich den ganzen Tag – von 08:00 Uhr morgens bis ca. 18:00 Uhr abends. Insgesamt können wir solch eine Tour weiterempfehlen, da man preislich kaum günstiger auf die Insel kommt (uns das Essen ist dabei), aber einsame und romantische Standspaziergänge sind hierbei unmöglich. Aber nirgends in Thailand haben wir auf unserer Reise solch einen schönen Strand gesehen – weißer, weicher Sand, türkisblaues Mees – (m)ein Traum :-) Nach einer weiteren Stunde am Strand fuhren wir schließlich zurück ans Festland. Ein Bus holte uns ab und brachte und zurück zum Hotel. Gegen 18 Uhr kamen wir dort an, machten uns frisch und zogen los, um in Khao Lak noch etwas zu essen.

7. Tag, Dienstag, 24.04.2012:

Heute machten wir uns nach dem Frühstück auf zum Khao Sok Nationalpark – einem Regenwald mit ca. 650 Quadratkilometern Gesamtfläche inmitten Südthailands. Die Fahrt von Khao Lak dauerte ca. 2,5h und führte uns durch eine sehr schöne Dschungellandschaft und Regenwäldern. Wir fuhren direkt zum Baumhauskomplex „Our Jungle House“, mit dem ich in Deutschland bereits Kontakt aufnahm und bezogen dort unser Baumhaus mitten im Dschungel :-) Wir freuten uns auf Kanufahren, Tubing im Fluß, Elefantenreiten, Dschungel-Camping und Dschungelwanderungen zu Wasserfällen etc.

Leider merkte ich bereits auf der Hinfahrt, dass mit meinem Magen etwas gewaltig nicht stimmte und mittlerweile hatte ich starke Bauchschmerzen! So legte ich mich erst einmal ins Bett und nahm eine Schmertablette, die auch bald wirkte. Gott sei Dank, denn wir wollten doch den Dschungel erkunden! Als es meinem Magen besser ging, buchten wir über die Rezeption eine Elefantentour durch den Dschungel. Da die Elefanten dort wohnen :-) mussten wir auch nicht lange warten bis uns ein Jeep zu einer netten Familie brachte, die uns dann mit einem süßen Elefanten durch den Dschungel führte. Das war sehr abenteuerlich und ein wahnsinnig tolles Erlebnis: allein mit dem Elefantenführer auf einem dieser wunderschönen Tiere durch die wilden Pfade des Dschungels – man glaubt gar nicht, wie grazil sich diese Tiere durch enge Schluchten und steile Hänge bewegen können! Mein Mann saß fast die ganze Zeit auf den Schultern und ich durfte es mir auf dem Rücken im Sattel „bequem“ machen. Bequem ist hierbei relativ, denn das alles ist eine sehr wackelige Angelegenheit :-) Nach einem ca. halbstündigen Zwischenstopp an einem kleinen Wasserfall ging es zurück zum Ausgangspunkt. Dort durften wir den Elefanten noch mit Bananen füttern und bekamen eine kleine Führung durch das Anwesen der Familie, was eher ärmlich war, aber einen glücklichen Eindruck machten sie dennoch, wie viele Thais. Uns wurden die einheimischen Pflanzen erklärt und ein frischer Saft angeboten. Natürlich bekamen alle ein vernünftiges Trinkgeld, bevor wir im Jeep zurückführen. Tipp: bei den meisten privaten Anbietern lohnt sich ein Trinkgeld, denn diese Familien leben davon und freuen sich sehr darüber!

Im Baumhaus zurück musste ich leider feststellen, dass meine Bauchschmerzen zurück kamen und dies nicht zu knapp. Starke Krämpfe machten mir zu schaffen und ich entschied mich für eine weitere Schmerztablette, denn das nächste Krankenhaus war weit… Sehr schade, denn die einmalig tolle Übernachtung in einem Baumhaus konnte ich nicht so wirklich genießen... Wir ließen den Abend auf dem „Balkon“ ausklingen bevor wir uns unter das Moskitonetz ins Bett kuschelten.

Infos zu „Our Jungle House“: Klasse und auf jeden Fall empfehlenswert! Mitten im Regenwald werden naturnahe Übernachtungen in Bungalows und Baumhäusern angeboten. Wir hatten uns für das Sunshine-Treehouse für 2100 Baht (kein sehr günstiges, aber lohnenswertes Vergnügen) entschieden, da man einen tollen Blick über den Fluss hat. Die Zimmer sind alle offen gehalten, also nix für jemanden, der Angst vor Krabbeltierchen hat. Aber unter das Moskitonetz kommt in der Nacht kein Tier, das haben wir getestet :-) Die Geräuschkulisse ist einmalig, zeitweise durch die Grillen sehr laut… das Duschen findet quasi unter dem Baumwipfeln statt – Geckos inklusive :-) Es gibt ein Restaurant und eine Bar natürlich alles offen. Alles in allem sehr sehr romantisch und naturnah – superklasse!! Man kann vor Ort diverse Sachen buchen, wie zum Beispiel Massagen, Elefanten-Trekking, River Tubing oder auch Wanderungen durch den Dschungel, auch mit Übernachtungen (Survival Training). Wir haben uns am erst einmal für das Elefanten Trekking entschieden – das wollte ich in Thailand definitiv machen und wo geht es besser, als direkt im Dschungel :-) 1900 Baht haben wir gezahlt für 2 Stunden Trekking zu zweit – auch nicht günstig… Ansonsten ist im Preis kein Frühstück oder sonstiges Essen dabei, aber die Preise dafür sind in Ordnung – 90 Baht, also ca. 2,25 € für ein kontinentales Frühstück sind völlig angemessen. Wir wären sehr gern länger geblieben, aber aufgrund der Bauchschmerzen mussten wir leider zurück in die Zivilisation… :-( Danke auch an Lena, die uns sehr gut beraten und betreut hat. Internetadresse: khaosokaccommodation.com

8. Tag, Mittwoch, 25.04.2012:

Meinem Bauch ging es etwas besser, was aber eventuell auch an den Schmerztabletten lag. Nach langem Hin und Her beim Frühstück entschieden wir uns aber, unseren Aufenthalt nicht zu verlängern und lieber unser nächstes Ziel – Krabi – anzusteuern; ein Krankenhaus lag auf dem Weg. Da es nach einer erneuten Schmerztablette und nach dem frühstücken besser ging, entschieden wir uns vor der Weiterfahrt noch eine Dschungelwanderung auf eigene Faust zu unternehmen. Schlechte Idee…

Am Parkeingang zahlten wir den Eintritt in den Nationalpark (200 Baht pro Person), besorgten uns eine Übersichtskarte und studierten die Wanderwege, die von 2 bis 7 km Länge einige interessante Routen zu Wasserfällen und Aussichtspunkten boten. Wir entschieden uns für einen 4.5km langen Trail aufgrund meiner unsicheren „Bauchlage“. Schöne Wege durch meterhohen Bambus, riesigen Bäumen und schönen Flüssen und kleinen Wasserfällen und Seen zum Abkühlen führten uns Richtung „Bang Leab Nam“-Wasserfall. Teilweise waren die Pfade recht eng und sehr nah an Abgründen, aber man fand immer eine Liane zum festhalten – sehr abenteuerlich, vor allem mit Flipflops :-) Der „Wasserfall“ an sich war aber eher enttäuschend, da ziemlich klein und unspektakulär, aber die Route lohnt sich trotzdem aufgrund der wunderschönen Natur und den Tierbeobachtungen. Unterwegs sahen wir Affen in den Bäumen, wunderschöne große Schmetterlinge, zumindest Elefanten“spuren“ und auch einen recht großen Waran. Leider ließen sich ständig Blutegel von den Bäumen auf uns nieder fallen was ziemlich eklig war, aber das gehört nun mal zu einer Dschungelwanderung, oder?!

Nach kurzer Rast machten wir uns auf den 4km langen Rückweg. Und dann passierte es: die Bauchschmerzen fingen wieder an und das nicht zu wenig. Die Schmerztabletten wurden auch knapp und wir hatten noch 4km vor uns… Kein Handyempfang und niemand weit und breit zu sehen. Unter großen Schmerzen und zahlreichen Pausen trafen wir endlich wieder am Auto ein und konnten zum Krankenhaus fahren. Dort untersuchte man mich und verschrieb mir Antibiotika und weiter Tabletten, die mir dann auch halfen – laut Arzt, der sehr nett war und auch etwas Englisch sprach, hatte ich mir ordentlich bei einem Essen den Magen verdorben. Das wunderte mich, denn eigentlich probiere ich alles und vertrage das auch immer – aber in Thailand hat es mich dann doch mal erwischt… Weiter ging es Richtung Krabi; die Fahrt dauerte ca. 2-3 Stunden. In Ao Nang bezogen wir das Hotel „Paradise Resort“ für 2 Nächte (42€ pro Nacht und Zimmer mit Frühstück), was ich auch nur empfehlen kann. Es liegt direkt an einer belebten Einkaufsstraße und zum Strand/Hafen läuft man nur wenige Meter. Die Zimmer sind in einem schönen Tropengarten und in Einzelbungalows gelegen – sehr schön und idyllisch. Nach einer ordentlichen Dusche zogen wir nochmal los in Richtung der Bars und Geschäfte. Mein Abendessen nahm ich bei McDonalds ein und war damit vorerst sehr zufrieden, denn an Thai kam ich erst mal eine Weile nicht ran, obwohl es mir sehr gut schmeckte… Zurück im Hotel planten wir den nächsten, spannenden Tag.

9. Tag, Donnerstag, 26.04.2012:

In den Reiseführern liest man oft vom Railay Beach (auch: Rai Leh) – den wollten wir uns heute auch mal anschauen. Der Railay Beach liegt auf einer Halbinsel südlich von Ao Nang, die von spektakulären Kalksteinfelsen umgeben ist – ein Paradier für Kletterer. Wir liefen Richtung Strand und kauften uns 2 Tickets für ein Speedboot in Richtung Railay für ca. 400 Baht für zwei Personen für den Hin- und Rückweg. Die Überfahrt dauerte nicht lang. Generell ist der Strand nur mit dem Boot erreichbar. Wir kamen an der Westseite der Halbinsel an und liefen durch diverse Hotelkomplexe Richtung Railay Beach. Unterwegs trafen wir auf ein paar Affen, die die Insel bewohnen, sehr cool :-)

Am traumhaften Strand angekommen genossen wir die tolle Aussicht und machten es uns bequem – mit Musik, Büchern und Dosenbier selbstverständlich :-) In den Höhlen der riesigen Felsen und Stalaktiten, die den Strand umgeben, kann man auch hervorragend Klettern. In der Phra Nang Cave direkt nebenan gibt es einen „Phallus Shrine“ zu bewundern, der 100 von Penissen in allen Größen und aus allen Materialien beherbergt, was der Verehrung einer alten Fruchtbarkeitsgottheit dienen soll. Nach ein paar chilligen Stunden machten wir uns auf den Rückweg und aßen noch eine Kleinigkeit in einer gemütlichen Strandbar, bevor wir uns ein Boot für den Rückweg klar machten.

Im Hotel angekommen genossen wir den späten Nachmittag am Pool und abends gönnten wir uns mal eine Pizza (mein Bauch war noch nicht wieder soweit…). Dann hieß es noch Sachen packen, denn am nächsten Tag stand Koh Ngai auf dem Plan!

10. Tag, Freitag, 27.04.2012:

Heute fuhren wir weiter Richtung Süden nach Pakmeng, um zur Insel Koh Ngai zu kommen. Die Fahrt von Ao Nang dauerte ca. 2 Stunden. Am Pier trafen wir eine nette Familie aus Neuseeland und teilten uns ein Longtail für 1200 Baht – ein Schnäppchen. Die Überfahrt dauerte ca. 45 Minuten. Koh Ngai ist eine sehr schöne kleine (5 qkm) Palmen-Insel mit einem schönen langen Sandstrand an der Ostküste, Regenwald in der Mitte und steilen Felsen an der Westküste. Man kann Sie also zu Fuß nicht umrunden, aber schöne Spaziergänge am Oststrand sind sehr gut möglich.

Wir hatten am Abend vorher einen Strandbungalow im Thapwarin Resort gebucht. Das Resort liegt am äußersten Ende des Strandes und das Boot ließ und direkt dort raus. Die Neuseeländer bezogen ein anderes Hotel. Einige Hotels – von preiswert bis teuer – sind entlang des Strandes zu finden. Das Thapwarin Resort war mit 1850 Baht pro Nacht ohne Essen und Getränke eine, für thailändische Verhältnisse, nicht so kostengünstige Alternative, aber eben sehr schön. Die Bungalows liegen unter Palmen direkt am Strand und dahinter blickt man in den Regenwald und lauscht nachts den Geräuschen – toll! Alles ist offen und naturnah gehalten und auch die Managerin sowie die Angestellten waren sehr hilfreich und freundlich. Wer keinen Wert auf eine Klimaanlage legt, kann sich auch für weniger Geld in ein günstigeres Resort einmieten. Ansonsten können wir dieses Resort weiterempfehlen.

Angekommen bot man und zuerst eine kühle Erfrischung an, bevor wir den wirklich schönen Bungalow bezogen. Das Bad war offen und auf der Veranda hatte man einen schönen Blick auf das Meer – traumhaft! Wir entschieden uns, erst einmal den Strand zu erkunden. Der Sand ist sehr schön hell und weich, das Meer türkisfarben und die Palmen machen das Südseefeeling perfekt. Zwischendrin gab es immer wieder eine Abkühlung im Meer. Am Ende des Strandes angekommen drehten wir wieder um uns holten unsere Schnorchelausrüstung, um die Unterwasserwelt zu erkunden. Die Tauchschule „Rainbow Divers“, die im Ko Hai Resort zu finden ist, hatte leider schon saisonbedingt geschlossen, obwohl die Saison bis Ende April geht – und schließlich war ja heute erst der 27. April. Aber so genau wird das in Thailand wohl nicht gehandhabt. Schade, denn somit wurde auch unsere letzte Hoffnung auf einen Tauchgang in Thailand zerstört... Dann beim nächsten Mal :-)

Es gibt am Ende des Strandes auch einen Pfad durch den Dschungel in Richtung eines weiteren Hotels, aber den hoben wir uns für den nächsten Tag auf… Nach einem kurzen Schnorcheltrip – es gab nicht sonderlich viel zu sehen – genossen wir ein leckeres Abendessen im Restaurant direkt am Strand und verlängerten unseren Bungalow um eine weitere Nacht. Eigentlich wollten wir noch ein Stück weiter in den Süden Richtung Koh Lipe, aber wir entschieden uns doch für Koh Ngai. Koh Lipe wäre noch einmal ein ziemliches Stück in Richtung Süden gewesen und da wir noch zurück nach Phuket mussten, um unseren Flieger nach Bangkok am Dienstag zu erwischen, strichen wir den Punkt von der Liste und konnten gut damit leben, schließlich waren wir ja gerade auf einer wunderschönen Insel :-)

11. Tag, Samstag, 28.04.2012:

Eigentlich stand heute ein Bootstrip zu den benachbarten Inseln an, aber leider war das Wetter nicht so optimal, daher entschieden wir uns auf Koh Ngai zu chillen. Laut Internet und Reiseführer lassen sich wohl weiterhin noch Ko Rok, Ko Muk und Ko Kradan empfehlen, was wir aber nicht beurteilen können. Nach einem gemütlichen Frühstück genossen wir das süße Nichtstun, um uns dann aber nach dem Lunch doch noch mal für einen Strandspaziergang aufzurappeln – ich kann halt nicht still sitzen :-)

Wir spazierten den gesamten Strand entlang bis zum letzten Hotel, was nur über einen holprigen Weg durch den Wald möglich war. Ein kurzer Stopp bei den Neuseeländern – die lassen es sich noch ein paar Tage mehr gut gehen auf der Insel. Auf dem Hinweg sahen wir einen riesigen Waran der sich auf einem Stein am Meer sonnte. Beeindruckend! Angekommen erfrischten wir uns nochmal im Meer und machten uns auf den Rückweg. Dabei machten wir Halt an einer gemütlichen Strandbar und genossen den ein oder anderen Cocktail für einen Top-Preis von 2,50 € bei gechillter Reggae-Musik – Karibik-Feeling pur und ein Urlaubstag, wie man sich ihn vorstellt.

12. Tag, Sonntag, 29.04.2012:

Heute ging es gleich nach dem Frühstück mit dem Longtail zurück zum Pier, um dann mit dem Auto zurück nach Phuket zu fahren. Nach ca. 4 Stunden kamen wir an. Am Abend vorher buchten wir ein Zimmer in einem kleinen familiengeführten Hotel am Strand von Nai Yang, dem „TT Naiyang Beach Phuket“. Das ist auch das einzige Hotel, was wir nicht weiterempfehlen können: hier bekommt „familiengeführt“ eine ganz neue Bedeutung: die komplette Familie wohnt sozusagen hinter der Rezeption! Grundsätzlich ist dagegen nichts einzuwenden, aber die Rezeption ist offen und unser Zimmer lag direkt daneben. Wir mussten also 2 Nächte mit anhören, wie der Sohn die halbe Nacht „World of Warcraft“ in voller Lautstärke spielte und sich dann noch gemütlich in der dort befindlichen Küche ein Abendessen bereitete. Das Baby war auch unzufrieden und beim Auschecken lagen alle schlafend hinter der Rezeption und ließen sich auch nicht wecken, so dass wir den Schlüssel nur auf den Tresen legten… Sehr seltsam – man fühlte sich einfach nicht wohl. Das war wie bei Big Brother, nur lauter :-) Aber man kann nicht immer Glück haben. Preislich lag es bei 1450 Baht ohne Frühstück, also auch unverhältnismäßig teuer. Da wir relativ spät von Koh Ngai zurückkamen, ließen wir den Tag gemütlich ausklingen, gingen fangfrische King Prawns essen, danach zum Strand und genossen dort den traumhaften Sonnenuntergang - natürlich mit Chang-Dosenbier! Das Meer war badewannenwasserwarm :-) Dann ließ ich mich von meinem Mann noch überreden, doch noch ein paar Postkarten zu kaufen und nach Deutschland zu schicken, obwohl ich das eigentlich ungern mache. Somit war der Abend auch „gerettet“…

13. Tag, Montag, 30.04.2012:

Was hört man von Koh Phi Phi? Trauminsel, aber absolut überlaufen, laut und übelriechend. Warum fahren wir dann trotzdem dahin?

1. Ich bin neugierig.

2. Ich bin immer auf der Suche nach einen eventuell noch besseren Strand.

3. Meinem Mann ist es sowieso egal ;-) 

4. Leo war da! :-)

Also machten wir uns heute mit dem Auto auf nach Phuket Town. Nach ca. 30 Minuten kamen wir am Pier an, kauften uns ein Ticket und dann ging es gegen 9 Uhr auf in Richtung Koh Phi Phi. Am Pier von Phuket Town legen täglich mehrere Boote und Fähren ab. Die Boote fahren täglich bis drei Mal (8:30 Uhr, 13:30 und 14:30 Uhr); die Überfahrt dauert ca. 2 Stunden und kostet, je nach Anbieter, zwischen 300 und 600 Baht. Zurück kommt man gg. 15.00 Uhr. Die „Nationalparkgebühr“ kostet 20 Baht pro Person. Koh Phi Phi besteht aus einer nördlichen (Koh Phi Phi Don) und einer südlichen Insel (Koh Phi Phi Leh). Die südliche Insel kann ausschließlich per Tagesausflug erreicht werden und besteht nur aus steilen Felsen. Mit dem Boot kann man dort die berühmte Maya Bay besichtigen.

Angekommen an der Tonsai Bay machten wir uns auf den Weg zu einem etwas einsameren Strand und liefen los. Wir bahnten uns den Weg durch die Verkaufsstände, Hotelkomplexe und Händler, die uns als Neuankömmlinge gleich belagerten. Wir ließen uns nicht weiter aufhalten und kamen nach ca. 30 Minuten Fußmarsch am Long Beach an, der auch angenehm leer war. Wir holten unser, nun nicht mehr so warmes, Chang-Bier aus dem Rucksack, knallten uns auf die Decke und ließen 5 gerade sein! Herrlich! :-)

Gegenüber liegt Koh Phi Phi Le. Nach einer Weile chillen schnappten wir uns ein Longtail mit Fahrer und schipperten zur Maya Bay, dem Traumstrand von „The Beach“. Nach ca. 25 Minuten kamen wir an und waren natürlich nicht die Einzigen… Aber überfüllt war er nicht. Mal wieder hieß es 200 Baht Nationalparkgebühr. Der Strand ist wirklich sehr schön, der Sand ist strahlend weiß und das Hinterland grün bewachsen und von Felsen umgeben und das Meer türkisfarben. Ca. 1 Stunde ließen wir es uns gut gehen, bevor wir uns auf den Rückweg machten, denn die Fähre wartet nicht auf uns. Wir ließen uns gleich zur Tonsai Bay bringen und sprangen auf die Fähre – wir machten es uns auf Deck gemütlich und ratzten bis Phuket Town durch.

Zurück in Phuket Town musste ich unbedingt noch zum „On On Hotel“ – einem weiteren Drehort von „The Beach“. In einem unachtsamen Moment der Dame an der Rezeption schlichen wir uns zu dem Zimmer und schauten uns um. Das nenn ich mal eine Backpackerabsteige! Für umgerechnet 5€ pro Nacht kann man hier mehr oder weniger gut schlafen. Die Zimmer waren wirklich sehr schäbig, in den Gängen kam man sich vor wie in einem Horrorfilm und die Gemeinschaftsduschen waren auch fragwürdig. Ein netter Typ, aber schon ziemlich verratzt, fragte uns nach Desinfektionsspray, aber wir mussten Ihn leider enttäuschen.

Zurück in Nai Yang machten wir uns frisch und gingen in einem sehr hübschen Strandrestaurant essen. Der frische Fisch war fabelhaft! Wir genossen den letzten Abend in Thailands Süden bevor es am nächsten Tag wieder in Richtung Bangkok ging…

14. Tag, Dienstag, 01.05.2012:

Check Out, Mietwagen abgeben, Frühstück am Flughafen und ab nach Bangkok um 12:15 Uhr. Gegen 13:30 kamen wir am Suvarnabhumi an und flitzten weiter mit dem Expresszug in die City – wir waren ja nun schon alte Hasen ;-) Wir fuhren direkt zum Hotel „The Tawana“, was wir wieder am Vorabend buchten. 1700 Baht, aber ohne Frühstück. Wir wählten das Hotel aufgrund der Laufnähe zum Patpong, wo wir unseren Abend verbringen wollten. Aber vorerst ging es zur Skybar „Vertigo“ auf dem Banyan Tree Hotel. Das Hotel liegt in der Nähe des Patpongs und ist von diesem Ausgangspunkt zu Fuß zu erreichen. Dort genossen wir Cocktails und einen unglaublichen Sonnenuntergang über Bangkok – genau richtig für den letzten Abend und den Abschied von Thailand. Preislich sind die Cocktails im Rahmen und für die Aussicht auch völlig ok: 1500 Baht zahlten wir für 3 Cocktails und ein Bier – nicht mehr als in Deutschland, nur wären die Preise in Deutschland bei so einem Ambiente und Aussicht 3 mal so hoch…

Danach liefen wir zurück Richtung Patpong und ich ging erst mal gepflegt Shoppen ;-) Handeln ist hier Pflicht und macht super viel Spaß – 50% sind mindestens drin! Danach kamen wir nicht um ein Bier in einem der besagten Lokalitäten drum herum, aber wir widerstanden dem Pussy Ping Pong und beließen es bei einem Bierchen ;-)

Auf dem Rückweg kamen wir an einer Mexikanischen Bar vorbei namens „Patty's Fiesta“. Dort herrschte eine Bomben-Partystimmung und da durften wir natürlich nicht fehlen :-) Ein paar Margaritas später tanzten wir mit Cowboyhüten und ein paar australischen Damen zu Live-Musik und ich übte mich bei der Band an den Bongos – einmalig :-D Unser Kellner Jom war super drauf und spendierte uns den ein oder anderen Tanz ;-) Ein perfekter Abschluss eines tollen und unvergesslichen Urlaubs!

15. Tag, Mittwoch, 02.05.2012:

Heute ging es nach Hause. Unser Rückflug ging schon ab 12:20 Uhr und verlief angenehm und ruhig. Neben uns saß Bard aus Norwegen, der sich fast den ganzen Flug mit uns unterhielt und Erfahrungen austauschte. Um 18:55 Uhr landeten wir in Amsterdam zwischen und kamen dann schließlich – nach 17 Stunden Reisezeit - um 22:10 Uhr in Stuttgart an. Gott sei Dank hatten wir am nächsten Tag noch Urlaub…

 

Fazit: Thailand ist ein sehr abwechslungsreiches Reiseland. Uns hatte Asien noch nie sonderlich gereizt. Aber irgendwann wurden wir neugierig, da viele davon schwärmten. Und wir haben es nicht bereut - es war ein rundum perfekter Urlaub und wir würden es immer wieder so planen, eventuell aber für einen längeren Zeitraum und dann auch mit den Zielen Koh Tao und Koh Samui. Vom Schnorcheln/Tauchen waren wir etwas enttäuscht, was aber sicher daran liegt, dass wir auf den Malediven eine super Unterwasserwelt hatten und sozusagen verwöhnt waren. Der Service und die Hotels sind klasse; das Preis-Leistungs-Verhältnis ebenso. Touristenabzocken gibt es sicher in den meisten Urlaubsländern, aber in Thailand ist dies nicht so sehr ausgeprägt wie z. B. in der Karibik. Daher ist das Reisen sehr angenehm. Aber die Preise haben sich in den letzten Jahren deutlich erhöht, was man in den Reiseführern und im dem Internet nachverfolgen kann. Es gibt unglaublich viel zu sehen und die Menschen sind sehr nett und hilfsbereit. Von A nach B zu kommen ist nie ein Problem; auch mit dem Auto fährt es sich sehr stressfrei – an den Linksverkehr gewöhnt man sich schnell. Wichtig ist ein Navi, da nicht immer alles optimal ausgeschildert ist. Sehr gefallen hat und zusammenfassend die Mischung aus Großstadt, Dschungel und Stand. Wir waren viel unterwegs und haben Land und Leute kennengelernt – nur im Hotel zu bleiben ist für eine Thailand-Reise viel zu schade.

 

พบกันใหม่ครับ/ค่ะ - phop kan mai kha Thailand – irgendwann sehen wir uns wieder!

 

Route und Sehenswertes zusammengefasst:

 

1. Tag, Mittwoch 18.04.2012 - Flug von Stuttgart um 14:25 Uhr über Amsterdam und weiter nach Bangkok; Ankunft: Donnerstag, 19.04.2012 um 09:35 Uhr → Reisezeit ca. 15 Stunden

 

2. Tag, Donnerstag, 19.04.2012 - Sightseeing Bangkok

  • Einkaufszentrum „Siam Paragon“
  • Siam Ocean World
  • Chao Phraya River
  • Wat Arun (Der Tempel der Morgenröte)
  • Khaosan Road
  • Patpong

3. Tag, Freitag, 20.04.2012 - Sightseeing Bangkok

  • Grand Palace / Wat Phra Kaeo
  • Wat Pho (Tempel des ruhenden Buddha)
  • Skybar Lebua Rooftop Bar 

4. Tag, Samstag, 21.04.2012 - Flug nach Phuket

  • Nai Yang Beach
  • Patong Beach
  • Südspitze Phukets: Laem Promthep
  • Promthep Cape Restaurant

5. Tag, Sonntag, 22.04.2012 – Weiterfahrt nach Phang Nga

  • Phang Nga Bucht
  • Panyi-Insel: moslemisches Fischerdorf auf Stelzen
  • Kanutour
  • James Bond Insel
  • Weiter Richtung Khao Lak

6. Tag, Montag, 23.04.2012 - Schnorcheltour zu dem Similan Inseln

 

7. Tag, Dienstag, 24.04.2012 – Weiter zum Khao Sok Nationalpark

  • Elefanten-Trekking 

8. Tag, Mittwoch, 25.04.2012:

  • Dschungelwanderung
  • Weiterfahrt Richtung Krabi
  • Ao Nang

9. Tag, Donnerstag, 26.04.2012:

  • Railay Beach
  • Phra Nang Cave

10. Tag, Freitag, 27.04.2012 – Weiterfahrt Richtung Süden nach Pakmeng und Überfahrt zur Insel Koh Ngai

 

11. Tag, Samstag, 28.04.2012:

  • Koh Ngai

12. Tag, Sonntag, 29.04.2012 – Rückfahrt nach Phuket

  • Nai Yang Beach

13. Tag, Montag, 30.04.2012 – Ausflug Koh Phi Phi

  • Koh Phi Phi Don (Tonsai Bay, Long Beach)
  • Koh Phi Phi Le: Maya Bay
  • Phuket Town
  • On On Hotel

14. Tag, Dienstag, 01.05.2012 - Rückflug nach Bangkok um 12:15 Uhr, Ankunft um 13:30 Uhr

  • Skybar „Vertigo“, Banyan Tree Hotel
  • Patpong
  • Patty's Fiesta

15. Tag, Mittwoch, 02.05.2012 - Rückflug um 12:20 Uhr, Ankunft in Stuttgart um 22:10 Uhr → Reisezeit ca. 17 Stunden

 

Mehr Bilder dieser Reise findet Ihr hier. Weitere Fragen beantworten wir gern über das Kontaktformular!

 

Ivette :-)