Dominikanische Republik / Punta Cana - 2008 & 2009


Die Ostseite der Dominikanischen Republik – Punta Cana – besuchten wir 2mal. Die Traumstrände um Punta Cana sind ein sehr beliebtes Ziel zum Entspannen und Faulenzen. Hier gibt es vorwiegend All Inklusive Hotels die alles bieten, was man sich denken kann. An den langen palmengesäumten Stränden kann man stundenlang spazieren gehen :-) Insgesamt ist die Ostküste sehr touristisch angelegt und es gibt deutlich weniger Ausflugsmöglichkeiten wie beispielsweise an der Nordküste. Wir entschieden uns, mal gepflegt zu chillen und flogen an die Ostküste :-)

Im August 2008 verbrachten wir 1 Woche im Hotel RUI Taino, was mittlerweile geschlossen wurde, daher möchte ich nicht näher auf die Hotelanlage eingehen. Das Hotel liegt direkt am wunderschönen karibischen Sandstrand Playa Bávaro. Die in der der direkten Umgebung befindlichen anderen RIU Hotels konnte man mitbenutzen.

 

Im August 2009 entschieden wir uns für das Hotel Occidental Grand Flamenco Punta Cana. Dieses Hotel liegt ebenfalls direkt am Playa Bávaro. Der Flughafen liegt ca. 20 Fahrminuten entfernt.

Infos zur Hotelanlage: 
Die Anlage verfügt über insgesamt 865 Zimmer, eine Lobby mit Rezeption, 9 A-la-carte-Restaurants (zum Beispiel italienisch, mexikanisch, asiatisch…), 7 Bars, einen Souvenirshop, Geschäfte und Friseur. Das Frühstück, Mittag- und Abendessen gab es in Buffetform oder abends alternativ in einem der A-la-carte-Restaurants (vorab Reservierung erforderlich). Zwischendrin gab es Snacks von ca. 11.00 bis 18.30 Uhr sowie alkoholische und alkoholfreie Getränke von ca. 10.00 bis 24.00 Uhr. Verhungern uns Verdursten also nicht möglich :-) Das Essen am Buffet war in Ordnung. Von den Restaurants ist der Orientale sehr zu empfehlen (den Thunfisch probieren – ein Traum!) sowie die Pizzeria und die Taqueria - das Steakhaus und der Italiener sind eher nicht empfehlenswert, da das Fleisch sehr zäh ist (in der Dominikanische Republik ist eher Fisch zu bevorzugen) und die Pizza auch eher schlecht als recht. Aber das orientalische Restaurant macht das wieder wett! In der riesigen Gartenanlage gibt es eine große Poollandschaft – sehr schön, aber von uns kaum genutzt bei dem Traumstrand!

Unser Zimmer war ausgestattet mit Bad und Dusche/WC, Telefon, Safe, Fernseher, Minibar, Bügeleisen/-brett, Deckenventilator, Klimaanlage und Balkon. Tipp: ein renoviertes Zimmer verlangen, die sind für 4 Sterne sehr sehr gut, die unrenovierten leider nicht so toll: Schmutz, Schimmel, defekte Möbel, laute Klimaanlage und Geruch. Wir wechselten nach 2 Tagen und bekamen dann auch ein tolles Zimmer mit Meerblick :-) Sportlich betätigen konnte man sich mit Windsurfen, Kajaks, Aerobic, Tennis, Tischtennis, Basketball, Volleyball, Bogenschießen und Boccia und das alles kostenfrei. Wie üblich in den All-inklusive-Hotels gab es tagsüber ein Animationsprogramm und abends Shows und Live-Musik – was wir aber fast nicht nutzten. Eine Diskothek war vorhanden, haben wir aber ebenfalls nicht genutzt (Eintritt frei, Getränke gegen Gebühr).

Leider war der Service in diesem Hotel eher schlecht, es sei denn, man gibt jedem mindestens 5 Dollar Trinkgeld und das bestenfalls jeden Tag. Gelangweilte und unfreundliche Kellner, Reklamationen wurden kaum beachtet. Der einzig nette Kellner war "Carlos" an der Strandbar :-) Der Strand ist superklasse, aber 6 Uhr aufstehen Pflicht, wenn man einen Schattenplatz unter den Schirmen haben will (gilt für Pool und Strand). Schade, denn so ein Urlaub nervt unglaublich – alternativ haben wir eine Liege unter die Palmen gezogen und dort gechillt – am besten in Strandbarnähe :-) Dort wurde karibische Musik gespielt – super Karibikurlaubsfeeling mit einem leckeren Mojito oder Cuba Libre – PERFEKT!

Einige Meter rechts vom Hotelstrand gibt es ein tolles Fischrestaurant (Lobster House) direkt am Strand; geht man nach links gibt es sehr schöne einsame Strandabschnitte und auch einen Markt mit der Möglichkeit, teure Mitbringsel zu kaufen (Schmuck, Zigarren, Rum...). Wir kennen die Preise aus den Märkten im Norden - hier in der Touristenregion ist es eine absolute Abzocke, aber Handeln ist dennoch Pflicht - 50-70% sind drin, aber trotzdem ist es insgesamt zu teuer! Ein Muss ist Brugal - ein sehr guter Rum der DomRep.

Was erlebt man in und um Punta Cana? 
Wer bei traumhaften Stränden und Sonnenschein den Urlaub sorgenfrei genießen will ist in Punta Cana genau richtig: auf einer Gesamtlänge von fast 50 km erstreckt sich im nord-östlichsten Gebiet der Insel der traumhafte Strand Playa Bavaro, der in nord-westlicher Richtung in den Playa de Arena Gorda übergeht. Die Küstenregion Costa Del Coco in Punta Cana setzt sich aus den Stränden Playa Bavaro, Playa de Arena Gorda, Playa El Macao, Cabeza De Toro und natürlich Playa Punta Cana zusammen.

Von Punta Cana fahren Autobusse und Sammeltaxis - sogenannte Guaguas - nach Higüey und Santo Domingo. Guaguas haben kaum feste Haltestellen – man stellt sich einfach an den Straßenrand und hebt die Hand, möchte man in eins dieser meist völlig überfüllten Minibusse einsteigen. Kontakt zu Einheimischen garantiert :-) Unser erstes Guagua-Erlebnis hatten wir 2006 an der Nordküste, bei dem ich neben einem Fischer, der seine frisch (oder weniger frisch) gefangene Beute auf dem Schoß transportierte und einer Frau, die Ihr Kind aufgrund Platzmangels direkt auf meinen Schoß setzte, saß, während mein Mann (damals noch Freund) halb in der offenen Tür stand, da er nicht mehr vollständig reinpasste :-) Daneben perfekte Karibik-Klänge aus dem Radio. Einmalig! Wer aussteigen möchte klopft einfach an die Seitenwand oder ans Dach des Busses und zahlt einen Minimalbetrag (bei längeren Strecken, z.B. über 50 Kilometer, durch mehrere Orte, rechnet man mit mindestens 5, maximal 10 Pesos pro durchfahrener Ortschaft, dabei bitte nicht auf die Touristenbeträge reinfallen ;-) ).

Günstig gelegene Ausflugsziele sind die Trauminsel Saona, die Halbinsel Samana, die aber auch von der Nordküste aus gut, bzw. besser erreichbar ist, die Hauptstadt Santo Domingo und das Künstlerdorf Altos de Chavon. Ausflüge werden in jedem Hotel angeboten, aber meist ist ein selbst organisierter Ausflug preislich deutlich günstiger.

Wir haben die Insel Saona von Punta Cana aus besucht. Eine sehr schöne Karibikinsel vor der Südküste der Dominikanischen Republik und von der Optik her sehr zu empfehlen, aber leider absolut touristisch ausgerichtet. Mit dem Speedboot geht es in der Reisegruppe hin zum Schnorcheln, Seesterne ansehen (dazu Stopp auf einer Sandbank im Meer), Baden und Essen – aber man ist nicht allein: dutzende weitere Ausflugsboote kommen täglich auf die Insel und ziehen Ihr Programm durch. Es gibt aber durchaus ruhige Flecken, wenn man ein Stück am Strand entlang spaziert – dann stellt sich das einsame „Karibikinselfeeling“ ein :-) Wir hatten eine tolle Fotografin an Bord, die ein sogenanntes „Paarfotoshooting“ am Strand mit uns gemacht hat – super tolle Bilder auf einer CD, auch bearbeitet und das alles für 40$ - super! Zurück mit dem Katamaran und – wie immer – Cola und Rum in Massen :-) Ein sehr schöner Ausflug, aber wer nur für das Einsame-Inselfeeling hinfahren möchte, geht einfach an seinem Hotelstrand mal ein paar Meter nach rechts oder links und findet immer ein romantisches und einsames Plätzchen – bei 50km Sandstrand an der Ostküste ist das kein Problem :-)

Zusammenfassend ist die Punta Cana ein Reiseziel zum Entspannen am Traumstrand – mehr aber auch nicht (für uns). Wer mehr von Land und Leuten erfahren will, sollte eher die Region um Puerto Plata, Cabarete und Sosua, also die Nordküste der Dominikanische Republik (siehe Reisebericht 2006) bevorzugen oder Ausflüge in die Inselmitte oder zu den Städten buchen bzw. auf eigene Faust planen, da dies deutlich günstiger und vor allem spannender ist. Mit dem Mietwagen oder den Bussen der Einheimischen kommt man (fast) überall hin. Nichts desto trotz in die Punta Cana vom Preis-Leistungs-Verhältnis ein sehr schönes Karibikziel mit echten Traumstränden!

 

Mehr Bilder von diesen beiden Reisen findet Ihr hier. Weitere Fragen beantworten wir gern über das Kontaktformular!

 

Ivette :-)